Kichererbsen keimen – das sollten Sie beachten

Kichererbsen mit Keimen
Kichererbsen mit Keimen

Haben Sie eigentlich schon einmal versucht, Kichererbsen keimen zu lassen? Falls nicht, sollten Sie es unbedingt einmal versuchen. Sie werden nicht nur gesunde Hülsenfrüchte bekommen, sondern zudem noch viel Freude an den verschiedenen Methoden der Keimung haben.

Was bedeutet eigentlich Kichererbsen keimen?

Kichererbsen gehören zu den ältesten Nutzpflanzen überhaupt: bereits seit tausenden von Jahren werden sie als Nahrungsmittel verwendet. Dies geschieht nicht ohne Grund; sie sind ausgesprochen gesund und besitzen viele hochwertige Inhaltsstoffe:

  • Aminosäuren
  • Ballaststoffe
  • Folsäure
  • Mineralien
  • Niacin
  • Proteine
  • Vitamine A, B, C, D

Die kleinen Hülsenfrüchte eignen sich hervorragend zur Gewinnung von Keimen. Diese wiederum werden für verschiedene Gerichte verwendet. Doch nicht nur das: in gekeimten Zustand sind die Kichererbsen selbst sehr genießbar und können ihrerseits zu Speisen verarbeitet werden.

Kichererbsen keimen – verschiedene Methoden

Wer selbst Kichererbsen keimen lassen möchte, kann dies mit verschiedenem Zubehör tun:

  • Einmachgläser
  • Schalen
  • Keimgeräten

Die ersten beiden Methoden sind die kostengünstigeren Varianten und eignen sich vor allem für Anfänger sowie für Menschen, die nur selten Keime ziehen. Keimgeräte hingegen sind in der Anschaffung teurer und benötigen zudem viel Platz. Sie sind empfehlenswert für all diejenigen, die häufig Sprossen oder Keime selbst ziehen möchten.

Einweichen

Unerheblich, für welche Methode man sich individuell entscheidet, um eines kommt niemand herum: Kichererbsen einweichen lassen. Ohne diese Prozedur wird es selbst mit dem besten Gerät nicht möglich sein, auch nur einen einzigen Keim zu gewinnen. Die Hülsenfrüchte werden hierfür in lauwarmes Wasser gelegt. Dort verbleiben sie mindestens 12, höchstens jedoch 18 Stunden. Nach jeweils etwa fünf Stunden sollte das Wasser erneuert werden.

Gartenbista-Tipp: Während des Einweichens kommt es immer wieder vor, dass Kichererbsen an der Wasseroberfläche schwimmen. Sie eignen sich nicht zur Gewinnung von Keimen und werden deswegen entsorgt.

Kichererbsen keimen in Einmachgläsern

Wer in Einmachgläsern Kichererbsen keimen lassen möchte, benötigt hierfür Gläser, die mindestens 400 ml beinhalten können. Sie müssen absolut sauber sein. Des Weiteren werden benötigt:

  • Feinmaschiges Gardinennetz
  • Gummibänder

Das Netz wird über die Gläseröffnung gezogen und mit Gummibändern fixiert.

In Schalen

Die wohl einfachste Methode, Kichererbsen zum Keimen zu bringen, ist die Verwendung von kleinen Schalen. Neben diesen wird lediglich ein Sieb benötigt.

In speziellen Keimgefäßen

Diese Gefäße sind im Fachhandel erhältlich und bestehen in der Regel aus

  • Schalen
  • Deckel
  • Ablaufsyphon
  • Wasserauffangschale

Kichererbsen zum Keimen bringen – Anleitung

  • Einweichen
  • Eingeweichte Kichererbsen in dem Glas oder der Schale verteilen
  • An einem hellen, warmen Ort bei 20 °C aufstellen
  • Dreimal täglich spülen, wobei das Netz beziehungsweise das Sieb die Kichererbsen auffängt

Keimdauer

Es dauert etwa zwei Tage, bis sich die ersten Keime zeigen. Dennoch sollten die Kichererbsen noch nicht verzehrt werden: erst nach drei Tagen wird das Phasin abgebaut, ein Stoff, der gesundheitsschädlich ist. Länger als vier Tage hingegen sollte die Keimung nicht dauern, da dann wiederum die Hülsenfrüchte ihr mildes, nussiges Aroma verlieren und einen bitteren Geschmack annehmen.

Verwendung

Gekeimte Kichererbsen sind ein sehr guter Nährstofflieferant, der zu verschiedenen Gerichten passt. Die Keime können sowohl verzehrt als auch zum weiteren Anbau verwendet werden.

Rohkost

Die Keime sind gut als Salatbeilage geeignet, da sie nicht nur gesund, sondern zudem auch schmackhaft sind.

Weiterverarbeitung

Kichererbsen können sehr gut zu Hummus oder Falafel verarbeitet werden. Auch für Suppen sowie Soßen eignen sie sich hervorragend.

Sind Kichererbsen giftig?

Rohe sowie getrocknete Kichererbsen enthalten Phasin, welches zu Darmbeschwerden sowie einer verminderten Eisenaufnahme führen kann. Von einem Verzehr in einem derartigen Zustand ist als abzuraten, während gekeimte sowie gegarte Kichererbsen absolut nicht gesundheitsschädlich sind.

Video-Tipp der Redaktion: Kichererbsen selbst keimen

Sehr anschaulich wird hier dargestellt, was beim Kichererbsen Keimen zu beachten ist:

 

Symbolgraphiken: © hjschneider – Fotolia.com


, Kategorie: Gemüse

2 Kommentare

  1. Im Fachhandel sowie im Bioladen gibt es Kichererbsen, die unter der Rubrik „Keimsaaten“ zu finden sind. Dabei handelt es sich um ganau die Kichererbsen, aus denen Keime gewonnen werden. Wenn ein Supermarkt diesbezüglich ausgestattet ist, kann man selbstverständlich auch die dortigen Produkte verwenden. Sie sollten jedoch möglichst BIO-zertifiziert sein.

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