Gurken pflanzen: Anbau & Krankheiten

Gurken im eigenen Garten anzubauen ist der Traum vieler Hobbygärtner – das grüne Gemüse ist nicht nur gesund und wohlschmeckend, sondern auch noch kalorienarm. Doch nicht jede Gurkensorte ist für eine Freilandaussaat geeignet; Salatgurken wachsen hierzulande ausschließlich in Gewächshäusern.

Gurken – Steckbrief von Gartenbista:

Gurken anbauen: Anleitung

Gurken können sowohl aus Samen gezogen als auch als Jungpflanze gekauft und in die Erde gebracht werden. Wenn man sich für die erste Option entscheidet, so müssen die Gurkensamen bereits Ende Februar in Töpfe gesetzt werden (eine Direktsaat ins Freiland ist aufgrund der langen Wachstumszeit nicht ratsam). Dabei empfiehlt es sich, nur jeweils einen Samen pro Gefäß einzubringen, da Gurken es nicht besonders mögen, pikiert zu werden und darauf nicht selten mit Eingehen reagieren.

Circa einen Zentimeter tief werden die Samen in die Erde gebracht. Die Töpfe sollten an einen warmen Platz im Haus gestellt werden, die Erde immer feucht, aber nicht nass halten. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die jungen Pflänzchen ins Freie gebracht werden, und zwar an eine sonnige und windgeschützte Stelle.

Gurken werden in Reihen mit einem Reihenabstand von bis zu 1,5 m gepflanzt, der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte 40 cm betragen.

Gurken pflanzen: was ist sonst noch zu beachten?

  • Gurken sollten immer angehäufelt werden
  • Rankhilfen (beispielsweise lange Stäbe und/oder Pflanzendraht), an denen sich die langen Triebe hochwinden können, helfen den Pflanzen, sich optimal zu entwickeln
  • Seitentriebe sollten gekürzt werden, da sie den Gurkenpflanzen unnötig Kraft rauben; nur die Haupttriebe mit 4-6 Fruchtansätzen stehenlassen
  • Gurkenpflanzen nie austrocknen lassen (Gurken benötigen circa 3 Liter Wasser pro Tag)
  • Beim Ernten der Gurken immer ein Messer oder eine Schere benutzen

Schädlinge und Krankheiten an Gurken

Gurken können von Viren, Bakterien und Pilzen heimgesucht werden. Durch Dauernässe entstehen Pilzerkrankungen besonders schnell, wie beispielsweise der Echte Mehltau. Ein diesbezüglicher Befall ist an dem typischen weißen Belag gut zu erkennen; später trocknen die betroffenen Pflanzenteile ein und sterben ab. Meistens hilft nur eine konsequente Bekämpfung mit einem geeigneten Pflanzenschutzmittel, da die Pilzsporen sehr leicht auf andere Pflanzen übertragen werden können.

Schädlinge meiden Gurken weitestgehend; lediglich Blattläuse und Spinnmilben sind eine Gefahr für diese Pflanzen. Blattläuse ganz besonders, da ihre honigartigen Ausscheidungen wiederum Rußtaupilze verursachen können.

Gartenbista-Tipp: Sie haben noch Fragen zur Gurke? Stellen Sie Ihre Frage kostenlos im Garten Forum.

Graphik: © valery121283-Fotolia.com


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