Feuerbohnen Anbau – Pfanzen, Aussaat und Ernte

Feuerbohnen - Phaseolus coccineusDie Feuerbohne (oder: Prunkbohne) im eigenen Garten erfüllt zwei Aufgaben auf einmal: zum einen ist sie ein perfekter Sichtschutz, zum anderen bringt sie eine reiche Ernte wohlschmeckender Bohnen hervor. Der Anbau ist recht einfach, so dass es einem jeden Gartenbesitzer möglich sein sollte, Feuerbohnen selbst zu züchten…

Prunkbohne, Feuerbohne – Steckbrief von Gartenbista:

Feuerbohnen Standort: viel Sonne

Feuerbohnen wachsen am liebsten in der Sonne, können aber auch an einem halbschattigen Standort angebaut werden. Wichtig ist, dass dieses Plätzchen windgeschützt ist, da die sehr hoch wachsenden Bohnen ansonsten leicht umgeweht werden können.

Feuerbohnen Aussaat im April

Die Feuerbohnen können bereits im April im Hause vorgezogen werden. Empfehlenswert ist jedoch eine Direktaussaat ins Freiland nach den Eisheiligen (Mitte Mai). Bevor diese praktiziert werden kann, müssen die Rankhilfen aufgestellt werden. Diese können in Form von Stangen, Gerüsten, Drähten oder Schnüre gegeben sein. Welche Art von Kletterhilfe individuell verwendet wird, ist abhängig davon, ob die Feuerbohnen frei im Beet stehen oder zur Begrünung von Mauern eingesetzt werden sollen.

Um die Stäbe herum werden 5 bis 6 Feuerbohnen circa drei Zentimeter tief in die Erde gesteckt. Nach ein bis zwei Wochen begonnen die Bohnen zu keimen. Wem dies zu lange dauert, kann sie vor dem Einbringen in die Erde zwei Tage in Wasser legen – die Keimfreudigkeit wird dadurch beschleunigt.

Feuerbohnen anbauen, pflanzen und überwintern

  • Anhäufen: Wenn die Feuerbohnen eine Höhe von 10 cm erreicht haben, müssen sie angehäufelt werden. Dies dient der Erhöhung ihrer Stabilität.
  • Gießen: Feuerbohnen sollten regelmäßig gegossen werden. Insbesondere in der Keimphase darf das Beet nie austrocknen.
  • Überwintern: Feuerbohnen sind eigentlich mehrjährig, werden aber hierzulande meist einjährig angebaut. Dennoch lassen sie sich problemlos überwintern: nach der Ernte werden die Pflanzen zurückgeschnitten. Die Wurzeln werden ausgegraben und an einem kühlen, dunklen Ort im Haus gelagert. Bei der Feuerbohnen Überwinterung ist lediglich darauf zu achten, dass die Wurzeln niemals austrocknen. Nach den Eisheiligen im Folgejahr können die Pflanzen wieder ins Freiland gebracht werden.

Feuerbohnen Krankheiten, Schädlinge

Feuerbohnen werden leider häufig von Pilzen befallen, insbesondere dann, wenn der Boden zu nass ist. Betroffene Pflanzen sollten umgehend entsorgt werden (nicht auf dem Kompost!). Auch sollte innerhalb der folgenden fünf Jahre kein weiterer Bohnen Anbau auf demselben Beet betrieben werden.

Junge Feuerbohnen werden gerne von Schnecken heimgesucht. Auch die Bohnenfliege kann zu einem Problem für den Feuerbohnen Ertrag werden. Häufig ist der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels die einzige Möglichkeit, der Schädlinge Herr zu werden. Bestand ein Befall durch die Bohnenfliege, sollte mindesten drei Jahre lang kein Bohnenanbau an derselben Stelle betrieben werden, da dieser Schädling seine Larven in der Erde ablegt, von wo aus immer wieder neue Fliegen schlüpfen.

Feuerbohnen Ernte ab Juni

Ab Juni blühen die Feuerbohnen; ab August können sie geerntet werden. Sowohl die Schoten als auch die Kerne sind essbar, wobei meistens nur die Kerne verzehrt werden. Wer allerdings auch die Schoten essen möchte, sollte diese möglichst frühzeitig ernten, denn je älter sie werden, desto fester werden sie.

Bitte beachten: Feuerbohnen dürfen – genau wie andere Bohnen – nur gekocht verzehrt werden, da sie in rohem Zustand leicht giftig sind!

Graphik: © M. Schuppich – Fotolia.com


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