Blumenkohl Anbau: Wie Sie mit ein wenig Knowhow monatelang frischen Blumenkohl aus dem eigenen Garten ernten können

Blumenkohl ist gesund, Blumenkohl ist lecker – und leider insbesondere in den Wintermonaten ziemlich teuer. Warum also nicht selbst Hand anlegen und die  Vitaminbomben selbst züchten? Keine Angst: Blumenkohl selbst anzubauen klingt kompliziert, ist aber an für sich eine ganz einfache Tätigkeit.

Blumenkohl Standort

Blumenkohl bevorzugt zwar einen sehr sonnigen Standort, aber Sonne verfärbt seine schönen weißen Köpfe. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Blumenkohlblätter über dem Kohlkopf zusammenzubinden und diesen dadurch zu schützen.

Ganz wichtig ist auch ein nährstoffreicher Boden, denn Blumenkohl ist ein Starkzehrer und stellt von sämtlichen Gemüsesorten die höchsten Nährstoffansprüche. Die Erde sollte also nicht nur schön aufgelockert, sondern auch mit Kompost versetzt werden, bevor die kleinen Blumenkohlpflanzen eingesetzt werden können.

360°-Video von dem Blumenkohl (Brassica oleracea)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie der Blumenkohl (Brassica oleracea)aussieht.

360°-Video von dem Blumenkohl (Brassica oleracea)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im Juni

Blumenkohl Aussaat

Im Fachhandel (und teilweise auch im Bau- beziehungsweise Supermarkt) bekommt man fertig gezogene Blumenkohlpflänzchen zu kaufen. Wer seine Zucht von Anfang an alleine erledigen möchte, der kann aber auch Blumenkohl aus samen ziehen. Diese können bereits jeweils zu zweit im März in Töpfe gesteckt werden; allerdings sollten sie im Haus beziehungsweise Gewächshaus gehalten werden. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Erde in den Anzuchttöpfen immer schön feucht gehalten wird.

Blumenkohl pflanzen

Egal, woher die kleinen Blumenkohlpflänzchen stammen: von Mitte April bis in den Juni hinein können sie ins Freie gebracht werden, und zwar in Reihen. Dabei sollte ein Abstand von jeweils 50 cm zwischen den einzelnen Pflanzen sowie den Reihen eingehalten werden. Wichtig ist, dass der Blumenkohl immer ausreichend Wasser erhält; Staunässe ist aber unbedingt zu vermeiden!

Tipp: Pflanzen Sie ihren Blumenkohl reihenweise im Abstand von zwei Wochen; so erhalten sie den ganzen Sommer und Herbst hindurch bis weit in den Oktober hinein frische Blumenkohlköpfe!

Blumenkohl als zweijähriges Gemüse

Blumenkohl lässt sich auch sehr gut zweijährig anbauen. Der Vorteil liegt darin, dass dadurch bereits ab April frischer Blumenkohl aus dem eigenen Garten geerntet werden kann. Wer dies gerne möchte, sät entweder im Juni oder Juli Blumenkohl aus, oder pflanzt junge Pflänzchen im August direkt in die Erde an einem windgeschützten Standort aus.

 

Blumenkohl Ernte

Acht bis zwölf Wochen nach dem Anpflanzen können die Blumenkohlköpfe geerntet werden. Erkennen lässt sich der optimale Erntezeitpunkt an dem Zustand der einzelnen Röschen: sind diese geschlossen, ist der Kohl perfekt reif für eine Ernte; sind sie hingegen offen oder sogar schon ausgewachsen, ist der Zeitpunkt definitiv überschritten. Bei der Ernte sollte der Kohlkopf komplett mit Strunk aus der erde gezogen werden. es ist ratsam, diesen Strunk nicht auf dem Kompost zu entsorgen, da sich in ihm gelegentlich Schädlinge und/oder Pilze befinden.

Blumenkohl ist sehr vielseitig verwendbar; tolle Rezepte finden Sie hier.

Am besten schmeckt Blumenkohl natürlich, wenn er quasi direkt aus der Erde in den Kochtopf wandert. Ist dies allerdings nicht möglich, kann der Kohl auch prima eingefroren werden, wobei er vorher blanchiert werden sollte.

Blumenkohl Schädlinge und Krankheiten

Die Raupen des Kohlweißlings lieben Blumenkohl ebenso wie anderen Kohl. Um gegen diese anzukämpfen, muss entweder ein Pflanzenschutzmittel eingesetzt oder selbst hand angelegt werden: jede einzelne Raupe entfernen.

Die Kohlfliege legt ihre Eier in den Wurzelhals der Kohlpflanze. Ihre Maden fressen die Wurzeln auf, was letztendlich zum Tod des Blumenkohls führt. Um dies zu verhindern, sollten Schutznetze über die Blumenkohlbeete gespannt werden.

Gegen Erdflöhe, die auch Blumenkohl schädigen können, nützen derartige Netze allerdings gar nichts. Hiergegen hilft nur ein ausreichendes Gießen sowie gelegentliches Hacken der Beete.

Wie bei allen Kohlsorten, ist auch beim Anbau von Blumenkohl die Kohlhernie ein Problem. Betroffene Pflanzen wachsen schlecht und welken leicht. Blätter und Stiele vergilben und verkümmern irgendwann. Entfernt man diese Pflanzen, stellt man fest, dass deren Wurzeln verdickt und knollig sind.

 

Graphik: © Omika-Fotolia.com


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