Aubergine anbauen: Was Sie über Aussaat, Pflanzen, Pflege und Ernte wissen sollten

Aubergine anbauen im Garten
Aubergine anbauen im Garten

Aubergine anbauen ist viel leichter, als manch einer glauben mag. Wenn Sie das Gemüse – im Gewächshaus oder im Garten – selbst säen bzw. pflanzen wollen, denken Sie daran, dass das Gemüse vor allen Wärme und Sonne braucht. Auch ein paar Tipps zum Anbau und Pflegen müssen beachtet werden.

Aubergine anbauen am richtigen Standort

Auberginen bevorzugen einen humosen Boden an einem sonnigen Standort für den Anbau. Ohne Wärme und Sonne können Auberginen nicht so gut gedeihen.

Aussaat und Anzucht im Gewächschaus / unter Glas

Optimal ist es, die Auberginen Aussaat zunächst in einem Gewächshaus oder unter Glas zu beginnen, gerne auch in Saatkisten im Haus. Dies kann bereits im März geschehen. Spätestens Ende April sollte das Saatgut allerdings in die Erde gebracht werden. Dabei sollte das Saatgut circa 2 cm tief in die Saatkisten gesteckt und mit Erde bedeckt werden.

Liegen die Temperaturen um die 25°C, haben die kleinen Auberginenpflanzen bereits nach 14 Tagen eine derartige Höhe (circa 12-15 cm) erreicht, dass sie in einzelne Töpfe umgepflanzt werden können.

Pflanzen von Auberginen im Freiland

Da Auberginen Kälte hassen, sollten sie erst nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden – am besten erst Ende Mai. Der Abstand zwischen den einzelnen Auberginenpflanzen sollte ringsherum 40 cm betragen.

Da die Auberginen einen Drang danach haben, in die Höhe zu wachsen, sollte ihnen unbedingt eine Stütze in Form von Stäben gebaut werden.

Pflege des Anbaus

  • Pilzbefall: Auberginen sind leider etwas anfällig gegenüber Pilzbefall. Dieser kann ein wenig eingedämmt werden, wenn die Pflanzen generell nur von unten gegossen werden.
  • Düngen: Eine Düngegabe ist nicht zwingend nötig. Falls dies notwendig erscheinen sollte, bitte darauf achten, dass nur Naturdünger verwendet wird; keinesfalls chlorhaltiger Dünger, denn Auberginen reagieren sehr empfindlich auf Chlor.
  • Schnitt: Ab Juni sollten sämtliche Triebe, die sich oberhalb der zweiten Blüte befinden, abgeschnitten werden. Dies sorgt zwar für eine Reduzierung der Anzahl der Früchte, dafür aber auch für eine Kräftigung der Auberginenpflanze und für größere Früchte.

Auberiginen ernten und lagern

War der Aubergine-Anbau erfolgreich, beginnt je nach Sorte die Auberginenernte im August/September und endet vielerorts erst mit Eintritt der Nachtfröste. Das Besondere bei der Auberginenernte ist, dass die Auberginen bereits geerntet werden, bevor sie vollends ausgereift sind. Nur im halbreifen Zustand sind die Samen noch weich und weiß; später erweisen sie sich als sehr störend beim Verzehr…

Am besten schmecken Auberginen frisch aus dem Garten. Im Kühlschrank halten sie sich circa eine Woche – außer, wenn Tomaten oder Äpfel neben ihr liegen: diese Früchte vertragen sich so gar nicht miteinander; die Aubergine beginnt zu schrumpfen.

Vermehrung durch Samen

Auberginen sind voller Samenkörner, welche sich sehr gut entfernen, trocknen und im Folgejahr für den Auberginen Anbau verwenden lassen. Wer dies tun möchte, sollte die eine oder andere Auberginenfrucht nicht zum korrekten Erntezeitpunkt ernten, sondern länger an der Auberginenpflanze belassen. So hat der Samen genügend Zeit, sich zu entwickeln. Ist dies geschehen, wird die Aubergine vorsichtig aufgeschnitten, der Samen entnommen und an einem trockenen, möglichst warmen Ort solange ausgelegt, bis er vollständig getrocknet ist. Danach kann das Saatgut in einem Gefäß den Winter über aufbewahrt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Verticullium-Welke kann dafür sorgen, dass Auberginenpflanzen eingehen. Sie beginnt zunächst am Blattrand und setzt sich zur Blattmitte fort. Die Blätter der betroffenen Pflanze werden hellgrün, verfärben sich später gelblich und fallen ab. Hier hilft nur der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels.

Auch Weiße Fliegen, Blattläuse und Spinnmilben können Ihren Aubergine-Anbau gefährden. Allerdings ist es höchst selten notwendig, gegen sie mit einer chemischen Keule vorzugehen – oft hilft bereits der Einsatz von Brennnesseljauche.

Gartenbista-Tipp: Die Ernte war erfolgreich und Sie besitzen jede Menge Auberginen? Was jetzt tun mit ihnen? Tolle Rezepte für Auberginen finden Sie hier.

Graphik: © DLeonis – Fotolia.com


, Kategorie: Gemüse

2 Kommentare

  1. Kampf dem Giersch an einer Hecke – Nach 2-jähriger erfolgloser Bekämpfung mit dicker Unkrautfolie jetzt Dachpappe (ohne Nähte!) mit Kiesbelag.

    1. Würdest den Giersch auch besser essen, als ihn zu bekämpfen. Der schmeckt nämlich super als Salat… Bei der Hecke ist ausserdem sein typischer Lebensraum, (Pflanzensoziologisch ein Aegopodion) da wird er immer wieder kommen…

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