Gartenkalender

Kalender

Der Gartenbista-Gartenkalender mit Gartentipps für jeden Monat des Jahres
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Gartenkalender – Inhaltsverzeichnis aller Monate

Nachfolgend finden Sie mit einem Klick Tipps und Tricks aus unserem Gartenkalender für den Gartenmonat Ihrer Wahl:

Gartenarbeit im Januar

Es ist Januar, es ist gewöhnlich recht kalt, und manch ein Gartenbesitzer hegt die Hoffnung, er könne sich in diesem Monat bequem zurücklehnen und keinerlei gartenbezogene Tätigkeiten verrichten. All jenen Hobbygärtnern, die solche Gedanken hegen, muss leider gesagt sein: Sie haben sich geirrt! Einen Garten zu hegen und zu pflegen bedeutet, das ganze Jahr in diesem tätig zu sein – also auch im Januar

Zwiebelpflanzenkontrolle

Sie hatten im vergangenen Jahr schön blühende Zwiebelpflanzen und haben diese ordnungsgemäß eingelagert? Dann vergessen Sie nicht, diese zu kontrollieren: Begonien-, Dahlien- und Gladiolenzwiebeln können durchaus auch an ihrem Überwinterungsort Schäden annehmen: lagern sie zu feucht, bilden sich Pilze; lagern sie hingegen zu trocken, gehen sie ein. Also: regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls an einem anderen Ort lagern. Und wenn Sie schon einmal dabei sind, können Sie auch gleich die Ersatzknollen abtrennen, die sich an den Gladiolenzwiebeln inzwischen gebildet haben… [weiterlesen]

Versorgung von immergrünen Sträuchern

So pflegeleicht immergrüne Sträucher eigentlich sind, in den Wintermonaten benötigen sie ein wenig Aufmerksamkeit: an frostfreien tagen sollten sie unbedingt gegossen werden, denn die Gefahr, dass ihre Wurzelballen austrocknen, ist leider auch im Winter gegeben. Des Weiteren sollten sie unbedingt von Schnee befreit werden, der sich auf ihren Zweigen befindet. Wird dieser nämlich zu schwer, brechen die Zweige ab. [weiterlesen]

Obstbäume schneiden, Bäume fällen

Wenn kein Frost herrscht, bietet es sich an, Obstbäume zu schneiden. Generell ist der Winterschnitt für diese am wenigsten kraftraubend, und im Januar kann bereits damit begonnen werden.

Auch bietet es sich an, Bäume zu fällen: sie besitzen zu dieser Zeit noch keine Blätter, dadurch hat der Gartenbesitzer eine gute Sicht auf die Tätigkeit, die er ausübt. Zum anderen verhaken sich kahle Bäume nicht so leicht wie jene, die im vollen Saft stehen.

Sollen Sträucher umgesetzt werden und die Witterung lässt ein Aus- beziehungsweise Eingraben des Wurzelballens zu, sollte dies ebenfalls im Januar geschehen. [weiterlesen]

Stecklinge von Beerensträuchern

Sie haben es im Vorjahr versäumt, Stecklinge für Johannisbeer- beziehungsweise Stachelbeersträucher zu besorgen? Kein Problem, dies geht auch noch im Januar. Einfach einen Zweig des betreffenden Strauches abschneiden und zur Bewurzelung in ein Wasserglas im Haus stellen. [weiterlesen]

Kompost ausbringen

Sollten Sie noch keinen Kompost auf Ihre Beete ausgebracht haben, so ist nun der richtige Zeitpunkt hierfür gekommen. Auch sollte unbedingt der Komposthaufen noch umgesetzt werden; der Januar eignet sich perfekt für diese Tätigkeit. [weiterlesen]

Kleinklimakontrolle

Falls Schnee liegt, können Sie nun sehr schön beobachten, an welchen Stellen dieser schnell und an welchen er langsam taut. So können sie feststellen, an welchen Stellen sich in ihrem Garten geschützte Plätze befinden, die optimal für kälteempfindliche Pflanzen sind – und dementsprechend dies bei Ihrer nächsten Bepflanzung berücksichtigen. [weiterlesen]

Allgemeine Kontrollarbeiten

Wie gut sitzt der von Ihnen an einigen Pflanzen angebrachte Winterschutz noch? Überzeugen Sie sich und befestigen Sie ihn gegebenenfalls!

Wie fest sitzen die im Herbst des Vorjahres gepflanzten Stauden noch? Hat der Frost eventuell ihre Wurzelballen nach oben gedrückt und somit die gesamte Pflanze angehoben? Kontrollieren Sie auch dies und drücken Sie gegebenenfalls den Wurzelballen in die Erde zurück.

Wie stabil beziehungsweise intakt sind Ihre Rankgitter und Spaliere? Im Januar ist der beste Zeitpunkt für einen Austausch beziehungsweise für eine Reparatur derselben, da Kletterpflanzen noch keine Blätter gebildet haben. Falls eine Erneuerung/Reparatur notwendig ist, schneiden Sie bis auf die Haupttriebe alle Triebe zurück, bevor sie die Rankhilfe abbauen. [weiterlesen]

Planung des kommenden Gartenjahres

Doch es gibt auch durchaus Tätigkeiten, die im Warmen verrichtet werden können; beispielsweise die Planung des kommenden Gartenjahres. Was soll wann und wo angepflanzt beziehungsweise angebaut werden? Habe ich alle hierfür notwendigen Sämereien im Hause oder muss ich gegebenenfalls noch welche kaufen? Noch ist Zeit dafür, dies zu erledigen, aber nicht mehr lange… [weiterlesen]


Gartenarbeit im Februar

Wissen Sie, warum ein Gartenjahr „Gartenjahr“ heißt und nicht etwa „Gartenhalbjahr“ oder „Gartenquartal“? Richtig, weil es das ganze Jahr über im Garten etwas zu tun gibt; den einen Monat mehr, den anderen Monat weniger – aber nie nichts. Dies ist auch im Februar nicht anders: der zweite Monat des Jahres ist als eine Art Intermezzo zwischen dem scheidenden Winter und dem zu erwarteten Frühjahr anzusehen, darauf sind die Tätigkeiten im Garten ausgerichtet.

Überreste des Winters entfernen

Gelegentlich kann es auch noch im Februar zu heftigem Schneefall kommen. Wenn der Schnee auf Zweigen und Sträuchern liegenbleibt, muss er genauso wie im Januar entfernt werden; die Gefahr, dass durch dessen Gewicht Zweige abbrechen, ist immer noch gegeben.

Des Weiteren sollten an Stauden entstandene Frostschäden beseitigt werden; dies geschieht am besten durch einen Rückschnitt der betroffenen Stauden bis aufs Holz.

Pflege der Ziersträucher

Wenn kein Schnee mehr liegt beziehungsweise kein Frost herrscht, können Ende Februar die Ziersträucher zurückgeschnitten werden. Sowohl ein Form-, als auch ein Auslichtungsschnitt sind möglich.

Die erste Düngung des Jahres

Kaum zu glauben, aber dennoch wahr: bereits im Februar sollte der Gartenbesitzer einigen seiner Pflanzen die erste Düngergabe des Jahres gönnen. Insbesondere bei Pflanzen wie Rosen ist es ratsam, diese Düngung vor dem ersten Austrieb durchzuführen. Wichtig hierbei ist, dass organischer Dünger verwendet wird.

Gartenbista-Tipp: Auch Obstbäume, wie beispielsweise Apfelbäume, freuen sich sehr über eine kleine Düngergabe.

Blumenzwiebeln stecken

Gelegentlich vergisst der eine oder andere Gartenbesitzer im Herbst, die Blumenzwiebeln für Frühlingsblüher in die Erde zu stecken. Verzichten muss er auf eine Blütenpracht dennoch nicht: wenn der Boden frostfrei ist, können diese Blumenzwiebeln durchaus noch im Februar gesteckt werden. Die Tatsache, dass einige Zwiebeln sogenannte Kaltkeimer sind und somit einmal gefroren worden sein müssen, um treiben zu können, lässt sich ganz einfach umgehen, dass diese Blumenzwiebeln einige Stunden ins Eisfach gelegt werden.

Sommerblumen pflegen

Wurden Sommerblumen zur Überwinterung ins Haus geholt, ist es im Februar an der Zeit, sich intensiv um diese zu kümmern. Dies bedeutet beispielsweise den Rückschnitt von Geranien oder den Standortwechsel von Fuchsien an ein helles Plätzchen. Auch Knollenbegonien bedürfen einer besonderen Pflege, vor allem, wenn sie geteilt werden sollen (was im Februar optimal ist…): die Knolle in zwei Hälften teilen, wobei darauf zu achten ist, dass sich an beiden Teilen kleine Triebknospen befinden. Danach werden die Knollen in eine Schale mit feuchter Erde an einen hellen, warmen Standort gestellt, wo sie sich entwickeln können.

Aussaat von Sommerblumen

Ende Februar ist es endlich soweit: die ersten Sommerblüher können ausgesät werden. Zwar nicht unbedingt ins Freiland, aber in Anzuchttöpfen oder –schalen im Haus beziehungsweise Gewächshaus. Welche Blumen konkret zu diesem Zeitpunkt ausgesät werden können, entnehmen Sie bitte den Angaben auf den Saatguttüten.

Was ist sonst noch zu tun?

Das Thema „Schädlinge“ ist auch im Februar relevant; Schnecken beispielsweise sind auch in diesem Monat aktiv. Um einem massiven Befall zur besten Erntezeit vorzubeugen, sollte eine Schneckenkontrolle regelmäßig durchgeführt werden – Prävention erspart späteren Ärger über an- beziehungsweise aufgefressene Pflanzen.
Wie sieht es mit Ihren Nistkästen aus? Befinden diese sich in solch einem Zustand, dass Gartenvögel gerne dort drin nisten werden? Falls nicht, ist jetzt die beste Zeit, die Nistkästen zu reparieren und/oder zu reinigen sowie danach aufzuhängen.


Gartenarbeit im März

Einer der arbeitsreichsten Monate für Hobbygärtner ist der März. Die Pflanzen erwachen und möchten versorgt werden, neue Pflanzen möchten entstehen. Selbst, wer in den vergangenen Wochen wetter- oder faulheitsbedingt noch nicht mit Tätigkeiten in und um den Garten begonnen hat, kommt jetzt nicht mehr drum herum.

Bodenpflege

Beete müssen vorbereitet werden, um dort demnächst mit dem Anbau beziehungsweise Anpflanzen beginnen zu können. Also: Umgraben und nach Möglichkeit Kompost in die Erde einarbeiten.

Gemüseaussaat im März

Erste Gemüsesorten können bereits ausgesät werden, und zwar direkt in die Erde:

Andere Gemüsesorten hingegen können zwar in Schalen oder Töpfe gesät, müssen aber noch im Haus/Gewächshaus vorgezogen werden:

  • Tomaten
  • Eisbergsalat
  • Kohlrabi
  • Brokkoli
  • Sellerie
  • Porree

Rasenpflege

Im März kann bereits das erste Mal der Rasen gemäht werden. Damit er in voller Pracht gedeihen kann, ist es absolut notwendig, zu vertikutieren und ihn von Moos und ähnlichen Störenfrieden zu befreien.

Gartenteich aufräumen

Herrschen am Gartenteich Temperaturen um 12°C, kann mit den dortigen Arbeiten begonnen werden. Wichtig ist es, alte Pflanzen gegebenenfalls zu entfernen beziehungsweise zu teilen.

Pflanzen im Winterquartier

Auch Pflanzen, die im Herbst zur Überwinterung in ein Winterquartier gebracht worden sind, benötigen im März gründliche Pflege. Diese besteht darin, dass diese Pflanzen zurückgeschnitten und gegebenenfalls umgetopft werden. Auch muss nun damit begonnen werden, die Pflanzen wieder regelmäßig zu gießen.

Stauden teilen

Der beste Zeitpunkt, um Stauden zu teilen, ist kurz vor deren Austrieb. Dies gilt allerdings nur für jene Stauden, die im Sommer beziehungsweise Herbst blühen. Frühjahrsblüher hingegen sollten im Herbst geteilt werden.

Vor der Teilung werden sämtliche alten Stängel eine Handbreit über der Erde abgeschnitten. Dann werden die Stauden ausgegraben, ihre Wurzelballen mit einem Spaten oder Messer geteilt, und die so neu entstandenen Pflanzen können wieder in die Erde. Vor dem Einbringen der Pflanze sollte etwas Kompost in das Pflanzloch gegeben werden.

Rosenpflege

Auch für die Rosen beginnt das Gartenjahr: ihr Winterschutz muss entfernt werden. Auch ist es ratsam, sie im März zurückzuschneiden.

Pflanzen!

Pflanzen, Pflanzen, Pflanzen ist das Motto im März… Zum einen müssen die Zweijährigen an ihren endgültigen Standort ausgepflanzt werden.

Zum anderen ist jetzt die letzte Gelegenheit, um noch Bäume und Sträucher zu pflanzen – auch wenn dies in manchen „Fachhandeln“ anders dargestellt wird. Bodendecker sollten ebenfalls in die Erde.

Für die Optik des Gartens am Bedeutendsten ist allerdings die Tatsache, dass es ab März die ersten Blühpflanzen zu kaufen gibt: Stiefmütterchen und Bellis sind nicht nur ausgesprochen pflegeleichte Pflanzen, sondern erfreuen jeden mit ihrem wunderschönen Anblick und ihren fröhlichen Farben.

Was ist sonst noch zu tun?

  • Ziergehölze müssen geschnitten werden
  • Der Heidegarten benötigt einen Rückschnitt
  • Pflanzen, Bäume und Sträucher düngen (dringend erforderlich nach dem Winter!)
  • Blüten- und Fruchtreste von Erdbeerpflanzen entfernen
  • Unkraut entfernen

Wenn Ihnen diese Tätigkeiten noch zu wenig sind, schauen Sie sich in Ihrem Garten um: Sie werden an jeder Ecke etwas finden, das erledigt werden muss…


Gartenarbeiten im April

Wohl einer der schlimmsten Monate für Gartenbesitzer ist der April: zum einen sind bereits jede Menge Gartenarbeiten vonnöten, andererseits steht diesen häufig eine Macht entgegen, die nicht durch Menschenhand zu beeinflussen ist: das Wetter. Die Unbeständigkeit des sprichwörtlich bekannten Aprilwetters führt oft genug dazu, dass geplante – und aus des Gartenbesitzers Sicht auch notwendige – Tätigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen.

Ist es wiederum zu warm, kann es leicht passieren, dass die Keimlinge vertrocknen. Sollte das Wetter jedoch gnädig sein und Arbeiten im Freien möglich machen, so ist der April randvoll mit Aufgaben für den Gartenbesitzer, welche es zu erledigen gilt, denn – auch wenn man es kaum glauben mag – es sind nur noch ein paar Wochen, bis die Hauptsaison beginnt.

Gartenarbeit im April.
Gartenarbeit im April.

Gemüse im Haus vorziehen

Viele Gemüsesorten können bereits im April im Haus oder Gewächshaus vorgezogen werden. Zu diesen gehören unter anderem Tomaten, Gurken, Chinakohl und Paprika. Diese Pflanzen sollten so lange im Haus gehalten werden, bis nicht mehr mit Nachtfrösten zu rechnen ist. Anhaltspunkt hierfür sind die Eisheiligen, welche Mitte Mai beendet sind.

Gemüseaussaat im April

Doch es gibt durchaus Gemüsesorten, die bereits im April direkt ins Freiland ausgesät werden können, da ihnen leichte Spätfröste nichts ausmachen. Zu ihnen zählen Karotten, Radieschen, Erbsen, Rettich, Weiß- und Wirsingkohl, Frühkartoffeln sowie die Wurzelpetersilie. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass von „leichten“ Frösten die Rede ist.

Ein langer und eisiger Winter, wie der im Jahre 2013, bei dem Anfang April ausschließlich Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen, ist sicher nicht dazu geeignet, mit irgendeiner Aussaat zu beginnen. Nicht nur, dass die zarten Keimlinge vermutlich vor Schreck erfrieren würden, wenn sie die Eisluft erschnuppern. Auch ist es undenkbar, Saatgut in die Erde zu bringen, wenn dieses gefroren und somit knochenhart ist.

Rasenpflege

Beginnt die Vegetationsperiode, muss der Rasen erstmalig im Gartenjahr gemäht werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Grashalme dabei nicht kürzer als 5 cm geschnitten werden sollten. Nur so ist gewährleistet, dass sich die (noch zarten Halme) schnell regenerieren können. Ob bereits das alljährliche Frühjahrsvertikutieren bereits im April stattfinden kann, ist abhängig von den individuellen Wetterbedingungen. Sollte dies möglich sein, nicht vergessen, den Rasen nach dem vertikutieren zu düngen!

Beete vorbereiten

Auch, wenn diese erst zu einem späteren Zeitpunkt bepflanzt beziehungsweise zur Aussaat genutzt werden sollen: die Beete können in jedem Fall bereits im April auf ihr späteres Dasein vorbereitet werden. Dies bedeutet im Einzelnen, dass sie umgegraben werden sollen. Des Weiteren sollte Kompost der Erde beigemengt werden. Unkrautjäten – der Schrecken der meisten Gartenbesitzer – ist ebenfalls angesagt: die robusten Unkräuter haben die Angewohnheit, die meist zarten und kleinen jungen Keimlinge einfach zu verdrängen beziehungsweise zu ersticken. Deshalb, auch wenn´s schwerfällt: wehret den Anfängen; raus mit dem Unkraut!

Was ist noch zu tun?

  • Kompost umsetzen
  • Düngeregeln beachten: Düngen ist toll, wenn aber in der Anpflanzphase zu viel Dünger der Erde beigefügt wird, wird das Wachstum der Pflanzen dadurch verhindert – oder zumindest verringert
  • Zwiebeln für Sommerblüher stecken
  • Frostharte Lilien auspflanzen
  • Kübelpflanzen ins Freie stellen
  • Erste Sommerblumen in Kästen pflanzen (natürlich nicht bei eiszeitlichen Temperaturen…)
  • Immergrüne Sträucher pflanzen
  • Gartenteich reinigen
  • Blütenreste von Frühjahrsblühern wie Tulpen und Narzissen entfernen
  • Buchsbäume zurückschneiden

… all jene Gartenbesitzer, die wetterbedingt nicht ihre geplanten Tätigkeiten verrichten konnten, können sich aber trösten: das Gartenjahr ist noch lang genug, um alles wunschgemäß erledigen zu können … nur eben etwas später.


Gartenarbeit im Mai

Der Mai – wohl die schönste Jahreszeit überhaupt, um im Garten tätig zu sein. Es ist nicht mehr beziehungsweise noch nicht kalt, nass und windig (sollte es zumindest nicht sein…), aber auch noch nicht so heiß, dass man sich gar nicht bewegen und schon überhaupt nicht körperlich anstrengen möchte. Außerdem benötigt der Garten gerade im Mai ganz besondere Aufmerksamkeit – zumindest jene Gärten, in denen Nutz- oder Zierpflanzen angebaut werden sollen.

Aussaat, Aussaat, Aussaat!

Aussaat heißt die Devise für die Gartenarbeit im Mai. Wenn die Eisheiligen (11. – 15. Mai) vorbei sind, können auch jene Gemüse- und Zierpflanzensorten im Freiland ausgesät werden, denen es bislang noch zu kalt gewesen ist. Dies bedeutet jede Menge Arbeit für einen Gartenbesitzer; doch an Ausruhen ist nicht zu denken: wer nichts sät, kann nichts ernten…

Vorgezogene Pflanzen ins Freie bringen

Auch Pflänzchen, welche im Haus vorgezogen worden sind, können im Mai ins Freiland gebracht werden. Dabei ist es empfehlenswert, sie zunächst etwas abzuhärten. Dies bedeutet im Klartext, die jungen Pflänzchen sollten erst einmal nur tagsüber mitsamt ihren Anzuchttöpfen oder Kästen ins Freie gebracht und abends wieder ins Haus geholt werden. Auch sollten sie keinesfalls der prallen Mittagssonne ausgesetzt werden, s olange sie noch klein und zart sind.

Sommerblüher ins Freie bringen

Im Mai muss man bereits für eine üppige Blütenpracht im Sommer vorsorgen: Gladiolenzwiebeln müssen gesteckt werden; Knollenbegonien, Dahlien und Trompetenbäume müssen ebenfalls (wieder) in die Erde.

Kompost umsetzen

Der Mai ist die beste Zeit, um den Kompost umzusetzen, um die Verrottung zu beschleunigen.

Kräuter ins Freie bringen

Auch Kräuter, welche bisweilen ihr Dasein in Töpfen fristeten, können nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden. Auch eine Direktsaat ins Freiland ist ab diesem Zeitpunkt möglich.

Gießen!

Leider wird häufig vergessen, dass mit dem Säen beziehungsweise dem Pflanzen von Pflanzen die Gartenarbeit keinesfalls erledigt ist. Eine ausreichende Wasserversorgung ist das A und O für eine erfolgreiche Anzucht und ein gesundes Wachstum. Bitte dennoch darauf achten, dass das Gießen zwar regelmäßig, aber nicht übertrieben großzügig geschieht – Pflanzen wollen lediglich trinken, nicht ertrinken…

Bodenpflege

Auch die Bodenpflege sollte keineswegs missachtet werden. Bodenpflege bedeutet in diesem Fall, dass die Erde nach Möglichkeit häufig gehackt werden sollte. Dies sorgt nicht nur für eine lockere Konsistenz, sondern verlangsamt auch das Wachstum von Unkraut.

Unkraut vorbeugen

Mulchen kann ebenfalls dazu beitragen, das Wachstum von Unkraut zu reduzieren. Alleine schon das Ausbringen von Rindenmulch auf die Beete kann dazu beitragen, das Unkraut daran zu hindern, seine Spitzen neugierig in die Welt heraus zu strecken.

Was ist sonst noch zu tun?

  • Rasen aussäen
  • Sträucher wie Flieder, Goldregen und Hibiskus schneiden
  • Stauden teilen
  • Abgeblühte Stauden schneiden
  • Kletterpflanzen in die Erde bringen

Gartenarbeit im Juni

Der Juni ist wohl der Monat, in dem Gartenarbeit am meisten Spaß macht: es ist in der Regel noch nicht so richtig heiß wie in den folgenden Monaten, aber auch nicht mehr kalt und verregnet wie in den vorherigen. Auch die Gartenarbeit an sich ist nicht so schwer wie in anderen Monaten, wenn beispielsweise viel Umgraben und Beete Vorbereiten angesagt ist.

Rasenpflege

Die Rasenpflege wird im Juni ganz großgeschrieben. Dazu zählt nicht nur das regelmäßige Mähen der Rasenfläche(n), wobei diese Regelmäßigkeit von jedem Gartenbesitzer individuell festgelegt wird: der eine mäht alle fünf Tage, der andere alle zwei Wochen.

Auch die Bewässerung des Rasens muss gewährleistet sein: auch hier muss individuell geschaut werden, wie hoch der Wasserbedarf eines Rasens ist, denn zu viel Wasser ist ebenso tödlich für ein sattes Grün wie zu wenig

Letzter Termin für Aussaat!!!

Noch ist etwas Zeit, für das aktuelle Jahr Gemüse beziehungsweise Kräuter auszusäen. Einige Gemüsesorten gedeihen besonders gut, wenn sie erst im Juni angebaut werden. Paradebeispiel hierfür ist die Rote Bete: Knollen, welche spät im Jahr ausgesät und somit erst sehr spät geerntet werden, sind die aromatischsten.

Gartenbista-Tipp: Wichtig ist es, mit der Aussaat für das Wintergemüse zu beginnen, wie beispielsweise Blumenkohl oder Weißkohl.

Aussaat der Zweijährigen

Im Juni können die sogenannten „ Zweijährigen“ ausgesät werden, die im folgenden Jahr blühen sollen. Zu diesen zählen unter anderem Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Malven, Fingerhut und Nelken.

Heckenpflege

Kalendarisch ist der Juni der beste Monat, um Hecken in Form zu schneiden. Allerdings ist hierbei zwingend zu beachten, dass diese hecken vorher auf nistende Vögel hin kontrolliert werden müssen. Ist irgendwo ein Gelege zu sehen, sollte dringend Abstand von Schnittplänen genommen und die Heckenschere im Schuppen gelassen werden.

Erdbeeren schützen

Die Früchte der Erdbeersträucher sind inzwischen so groß geworden, dass sie eines besonders Schutzes bedürfen: es ist sinnvoll, Stroh unter die Erdbeeren zu legen, so dass die Früchte nicht direkt auf der Erde liegen. Dies schützt sie zum einen vor Fäulnis, zum anderen vor Krankheiten.

Stauden schneiden

Sollte es gewünscht sein, dass die Stauden im Herbst noch einmal blühen, so müssen sie im Juni zurückgeschnitten werden.

Stichtag Johannistag

Der Johannistag (24.06.) ist der Stichtag für Rhabarber und Spargel: am diesem Datum sollten diese Pflanzen nicht mehr geerntet werden. Dies hat auch einen Grund: die Pflanzen tanken Sonne über die neuen Triebe, welche sie bilden. Diese Sonne bringt ihnen Kraft und Energie. Würden ihnen jetzt ihre Triebe ständig weiter entfernt werden, könnten sie nicht genügend Sonne aufnehmen und würden somit schwach bleiben.

Gute Gärtner nehmen also den 24.06. generell als markantes Datum, um derartige Pflanzen in Ruhe wachsen zu lassen.

Was ist noch zu tun?

  • Tomaten ausgeizen
  • Pflanzen regelmäßig gießen
  • Reste von verblühten Rhododendronblüten entfernen
  • Verblühte Blütenstände von Stauden regelmäßig entfernen

Gartenarbeit im Juli

Ein Gartenbesitzer ruht nie – auch nicht im Juli, wenn viele andere Menschen gemütlich am See, am Strand oder auf dem Balkon liegen…Arbeit im Garten steht immer an: im Juli ist diese unter dem Oberbegriff „Versorgung der Pflanzen“ zusammenzufassen. Doch auch gibt es bereits einiges zu ernten…

Sehr auffällig an der Gartenarbeit im Juli ist die Tatsache, dass es zwar immer etwas zu tun gibt, es sich dabei aber nicht um außergewöhnliche Tätigkeiten handelt. Leider auch nicht um solche, die man großartig sieht: ein umgegrabenes Beet zeigt, wie fleißig ein Gartenbesitzer war; ein gegossenes Beet hingegen tut dies nicht…

Gießen

Gerade in heißen Julis ist es ungemein wichtig, Pflanzen und Rasenflächen regelmäßig zu gießen. Dabei sollten verschiedene Tipps beachtet werden.

Rasenpflege

Der Rasen sollte natürlich auch im Juli nicht vernachlässigt werden. Ein regelmäßiges Gießen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Auch sollte im Sommer der Rasen etwas länger als 5 cm gehalten werden, weil er sich durch diese Länge selbst besser Schatten spenden kann und somit weniger Wasser benötigt.

Gartenbista-Tipp: Außer Wasser und gegebenenfalls etwas Dünger sollte man seinem Rasen im Hochsommer keinen Strapazen aussetzen, also ist weder Vertikutieren noch Rasen Lüften angesagt.

Nachsaat und Aussaat

Im Juli können noch einige Gemüse- beziehungsweise Kräutersorten nachgesät werden, wie beispielsweise Buschbohnen, Möhren, Spinat und Chinakohl. Darüber hinaus kann jetzt bereits die Aussaat für die Herbst- und Winterernte von Rettich geschehen.

Staudenpflege

Große Stauden können sehr gut im Juli geteilt werden. Hierfür werden die Stauden ausgegraben, ihr Wurzelballen geteilt und die beiden neu entstandene Pflanzen sofort wieder in die Erde gesetzt. Möglich ist es auch, einfach einen Teil des Wurzelballens auszustechen, während sich die Staude noch in der Erde befindet.

Ernten

Endlich ist auch ein Ertrag dessen zu sehen, was in den Monaten zuvor angebaut worden ist: im Juli werden einige Gemüse- und Obstsorten reif und können somit geerntet werden: Tomaten, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Zucchini, Kirschen, Heidelbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren, um nur einige zu nennen. Auch Knoblauch ist unter Umständen schon reif. Wenn sein Grün gelb wird, kann er geerntet werden.

Gartenbista-Tipp: Optimal ist es, Gurken und Zucchini mit jeweils dreitägigem Abstand zu ernten; dies erhöht den Ertrag.

Narzissenzwiebeln lagern

Narzissenzwiebeln, welche in Horsten in der Erde sind, können im Juli aus dieser geholt werden (bitte vorsichtig ausgraben!). Optimal ist es, sie in einer Kiste mit feuchtem Sand an einem kühlen Ort, beispielsweise im Keller, zu lagern. Im September verlassen sie diesen Platz, um wieder in die Erde zu kommen.

Sommerflieder Pflege

Verblühte Blütenstände des Sommerflieders immer sofort entfernen; so bilden sich bis in den Herbst hinein immer wieder neue Blüten.

Was ist sonst noch zu tun?

  • Boden lüften (Beete aufhacken)
  • Den Rosen regelmäßig Verblühtes entfernen
  • Pfingstrosen nach der Blüte düngen
  • Erdbeeren für das Folgejahr pflanzen
  • Samen sammeln von den ersten verblühten Blüten

Gartenarbeit im August

Der August – für Gartenbesitzer einer der schönsten Monate überhaupt. Zum einen kann er nun in vollen Zügen die Zeit in seinem Garten genießen, relaxen, sich sonnen etc.; zum anderen ist der August der Monat, in dem der Lohn für die Mühe der vergangenen Monate fällig ist: die Ernte. Sehr viele Gemüse- und Obstsorten sind im August erntereif, so dass sich eine Vielzahl der gärtnerischen Tätigkeiten auf Pflück- und Erntearbeiten bezieht. Das heißt jedoch nicht, dass es sonst nichts zu tun gibt.

Gartenarbeit im August.
Gartenarbeit im August.

Gehölze pflanzen

Der August ist die beste Jahreszeit zum Pflanzen von immergrünen Gehölzen wie Kirschlorbeer oder Buchsbäumchen. Die Pflanzen haben bis zum Wintereinbruch noch genügend Zeit, um einzuwurzeln. Bitte das Gießen nicht vergessen!

Pflanzenpflege

Verwelkte Blüten sollten unbedingt regelmäßig entfernt werden. Nicht alleine wegen der schönen Optik – in abgestorbenen Pflanzenteilen siedeln sich sehr gerne Schädlinge an, welche auf alle anderen Pflanzen übergehen können.

Hecken schneiden

Stark wachsende Hecken wie Hainbuchen oder Lebensbäume können im August ein wenig gestutzt werden. Gemäß dem Naturschutzgesetz ist es auch im August noch nicht gestattet, einen radikalen Heckenschnitt vorzunehmen – es könnten sich dort immer noch bewohnte Vogelnester befinden. Ein Entfernen überschüssiger Triebe ist jedoch gestattet, allerdings ist es ratsam, sich auch hierbei vorher zu vergewissern, dass sich in der betreffenden Hecke keine Vogelnester befinden – zu sehr könnten sich brütende Vögel erschrecken, wenn ihnen plötzlich ihr natürlicher Sichtschutz genommen wird.

Gemüseaussaat

  • Anfang August ist der letzte Termin, um Chinakohl auszusäen.
  • Mit der Aussaat von Feldsalat, welcher im Winter geerntet werden soll, wird im August begonnen.
  • Dasselbe gilt für Porree.
  • Radieschen und Rettich können ebenfalls noch ausgesät werden.
  • Wintersteckzwiebeln können noch in die Erde gebracht werden.
  • Auch Kräuter können im August noch nachgesät werden.

Obstbaumpflege

Der August ist der beste Monat, um den Obstbäumen ihren Sommerschnitt zu verpassen. Dabei geht es primär darum, störendes Holz zu entfernen. Wunden an den Obstbäumen, die dabei entstehen können, sollten sofort mit einem Wundverschlussmittel versorgt werden.

Ab August benötigen Obstbäume keinen Dünger mehr.

Kakteenpflege

Viele Kakteen verbringen den Sommer über im Freien. Da sich im August das Jahr jedoch dem Ende neigt, denken die Kakteen schon mal über ihre Winterruhe nach. Um diese zu gewährleisten, sollten sie nicht mehr gedüngt und noch sparsamer als sonst gegossen werden.

Was ist sonst noch zu tun?

  • Falls noch nicht geschehen, können die Ableger von Erdbeerpflanzen noch in die Erde.
  • Blüten von Tomaten sollten nun entfernt werden. Sie würden es nicht mehr schaffen, zu Tomaten heranzuwachsen, und die Pflanzen benötigen ihre gesamte Kraft für die bereits vorhandenen Tomaten.
  • Das Gießen sollte keinesfalls vernachlässigt werden.
  • Bodenpflege in Form von Aufhacken des Bodens ist unerlässlich.
  • Brokkoli und Endivien können gepflanzt werden.

Gartenarbeit im September

Der Monat September ist als eine Art Scheideweg zwischen Sommer und Herbst anzusehen – dies macht sich auch bei der Gartenarbeit bemerkbar. Zum einen sind noch einige „sommerliche“ Tätigkeiten zu verrichten, zum anderen muss auch das Augenmerk auf die nahende kalte Jahreszeit gerichtet und der Garten bereits im September darauf vorbereitet werden.

Rosenpflege im September.
Rosenpflege im September.

Ernten, ernten, ernten…

Der Lohn der Arbeit vergangener Monate ist auch im September noch zu erwarten: viele Gemüse- und Obstsorten können nun geerntet werden. Zu diesen zählen unter anderem Knoblauch, Kartoffeln, Kiwis, Quitten, Birnen, Äpfel und Pflaumen.

Was ist zu pflanzen?

Der September ist ein optimaler Monat, um mit dem Pflanzen von Gehölzen zu beginnen. Auch frühblühende Stauden sollten jetzt in die Erde; sie wurzeln sehr, sehr gut, da in der Regel der Boden noch warm von dem vergangenen Sommer ist, aber keine allzu große Hitze mehr befürchtet werden muss.

Rasenpflege

Auch der Rasen benötigt im September noch ein wenig Pflege: empfehlenswert ist die Düngung mit einem speziellen Herbstdünger, welcher die Rasenpflanzen widerstandsfähiger macht und sie somit den Winter besser überleben können.

Auch für eine Neuaussaat von Rasen eignet sich der September optimal: in dem noch warmen Boden keimt das Saatgut sehr gut; dadurch, dass keine Hitze mehr zu erwarten ist, besteht keine Gefahr, dass die jungen Graspflanzen verbrennen.

Rosenpflege

Im September sollten die Rosen noch einmal kräftig gedüngt werden, und zwar mit Kalium. Dieser sorgt dafür, dass die Triebe besser verholzen können und die Pflanzen resistenter gegenüber Frost werden.

Gartenteichpflege

Auch wenn man es kaum wahrhaben möchte: die ersten Blätter fallen bereits im September von den Bäumen – und landen unter anderem auch im Gartenteich. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Gartenteich mit einem Netz abzudecken.

Was ist auszusäen?

Zweijährige Blühpflanzen müssen im September ausgesät werden, damit sie bis zum Frosteintritt noch ein wenig Zeit haben, zu wachsen.

Auch um die Lebensmittel für das kommende Frühjahr sollte man sich als Gartenbesitzer kümmern: Spinat und Feldsalat werden ebenfalls im September ausgesät.

Sommerstaudenpflege

Sommerstauden können geteilt werden, sobald sie verblüht sind. Hierfür werden sie kurz über der Erde abgeschnitten und ausgegraben. Mit einem Spaten wird nun der Wurzelballen geteilt. Vor dem Einpflanzen der neu entstandenen Pflanzen empfiehlt es sich, die Wurzelspitzen ein wenig einzukürzen.

Igel versorgen!

Igel beginnen bereits im September mit der Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Wer möchte, kann ihnen dabei behilflich sein und ihnen ein Igelhaus oder einen Laubhaufen zur Verfügung stellen.

Was ist noch zu tun?

  • Blumenzwiebeln von Frühjahrsblühern in die Erde stecken
  • Brombeersträucher schneiden
  • Erdbeeren düngen
  • Himbeersträucher lichten

Gartenarbeit im Oktober

Das Gartenjahr neigt sich so langsam dem Ende zu – dies zeigt sich deutlich in der Optik des Gartens: Blätter verfärben sich und fallen von den Bäumen, die Blühfreude von Pflanzen hält sich bereits sehr in Grenzen, der Rasen wächst kaum noch…

Höchste Zeit also, Abschied vom Sommer zu nehmen. Dennoch sind einige Gartenarbeiten zu verrichten.

Gemüse im Oktober ernten.
Gemüse im Oktober ernten.

Sommerstauden pflegen

Sommerstauden heißen deswegen so, weil sie den Sommer über blühen – und den Winter über ruhen möchten. Damit sie dies auch tun können, müssen sie in Bodennähe abgeschnitten werden. Die abgeschnittenen Pflanzenteile können sehr gut auf den Kompost gebracht werden, am besten in kleingeschnittener Form.

Laub harken

Alle Jahre wieder: die Blätter fallen von den Bäumen und bleiben überall liegen, wo es ihnen gerade gefällt. Solange dies unter den Bäumen und Sträuchern selbst geschieht, können sie gerne dort liegenbleiben: sie wärmen die Bäume und verrotten langsam. Im kommenden Frühjahr werden sie so zum perfekten natürlichen Dünger für die Bäume und Sträucher.

Laub, welches auf Rasenflächen fällt, ist hingegen zwingend zusammenzuharken, und zwar so gründlich wie möglich. Rasen, der sich unter Laubmassen befindet, kann sehr leicht den Winter über faulen, und wird somit im Folgejahr nicht unbedingt durch ein üppiges Grün bestechen.

Rasenpflege

Der Rasen sollte im Oktober unbedingt noch einmal gemäht werden. Dieser Schnitt kann ruhig etwas großzügiger als üblich erfolgen: die Grashalme dürfen etwas kürzer als 4 cm sein. Dabei ist es wichtig, dass die Maht ordentlich zusammengeharkt wird, da ansonsten den Winter über das sich darunter befindende Gras faulen könnte.

Gemüse ernten

Im Oktober können – je nach Witterung – noch verbliebenes Sommergemüse geerntet werden: Tomaten, Gurken, Bohnen, Zucchini. Auch die Kürbisernte kann erfolgen.

Unkraut jäten

Auch, wenn man es nicht wahrhaben möchte: Das Unkrautjäten ist auch im Oktober noch angesagt, und dies aus gutem Grund: viele Unkrautsorten nutzen die Faulheit mancher Gärtner und werfen im Oktober ihre Samen ab. Diese überwintern in der Erde und keimen dann im kommenden Frühjahr, so dass das neue Gartenjahr so beginnt wie das Alte geendet hat: mit einem Garten voller Unkraut.

Pflanzen in die Erde bringen

Der Herbst ist die beste Pflanzzeit für diverse Pflanzen: Beerengehölze, Rosen, Bäume, Hecken und Sträucher. Auch Zweijährige sollten spätestens im Oktober in die Erde gebracht werden. Warum der Herbst hierfür die optimale Jahreszeit ist, erfahren Sie hier.

Beete freiräumen

Beete, welche nicht mehr benötigt werden, sollten im Oktober endgültig freigeräumt werden. Dies bedeutet: einjährige Pflanzen werden entfernt und auf dem Kompost entsorgt. Danach werden die Beete gehackt und Kompost in die Erde eingearbeitet.

Bäume und Sträucher schneiden

Bäume und Sträucher sollten niemals bei Frost geschnitten werden. Der Oktober bietet somit noch eine gute Gelegenheit für den Baum- und Strauchschnitt. Holz, welches krank, alt oder tot ist, sollte entfernt werden.

Gartenbista-Tipp: Wichtig ist, die Wunden danach bitte mit Wundverschlusspaste verschließen!

Hecken schneiden

Von Oktober bis Februar wachsen Hecken in der Regel nicht – eine gute Gelegenheit also, sie innerhalb dieses Zeitraumes zu schneiden. Im Oktober kann bei immergrünen Hecken sowohl ein radikaler Rückschnitt als auch ein zarter Formschnitt erfolgen.

Was ist noch zu tun?

  • Winterzwiebeln und Knoblauch stecken.
  • Gemüsebeete von Spinat, Feldsalat und Co sind unkrautfrei zu halten.
  • Dahlien und Gladiolenzwiebeln müssen ausgegraben und ins Haus geholt werden.
  • Obstsorten wie Äpfel und Birnen können geerntet werden.
  • Pflanzen, die nicht winterhart sind, müssen zur Überwinterung ins Haus geholt werden.
  • Kompost zum letzten Mal im aktuellen Gartenjahr umsetzen.
  • Fallobst entfernen, da Schädlinge dies gerne zum Überwintern benutzen und somit einen guten Ausgangspunkt im kommenden Frühjahr haben, die Bäume zu befallen.

Gartenarbeit im November

Wenn der November gekommen und es draußen stürmisch, nass und kalt ist, haben viele Gartenbesitzer insgeheim die Hoffnung, dass sich die Gartenarbeit erledigt hat. Dies ist leider nicht so. Arbeit liegt im Garten immer an, und auch die – meistens nicht so angenehmen – Witterungsbedingungen ändern nichts daran. Selbst wenn es stürmt, regnet oder sogar schneit: wenn der Garten noch nicht fertig für die Winterruhe ist, müssen diesbezügliche Tätigkeiten erledigt werden.

Winterschutz im November.
Winterschutz im November.

Winterschutz anbringen

Wenn uns Menschen kalt ist, ziehen wir uns warme Kleidung an. Pflanzen würden dasselbe tun; da sie dazu aber nicht in der Lage sind, obliegt es den Gartenbesitzern, für einen optimalen Winterschutz zu sorgen – zumindest bei jenen Pflanzen, die einen solchen benötigen. Mehr zum Thema „Winterschutz“ erfahren Sie hier.

Bodenpflege

Wenn noch nicht erledigt, muss im November noch etwas Bodenpflege betrieben werden. Dies bedeutet: Beete umgraben und Kompost einarbeiten. Optimal ist es, wenn auf den Beeten halb verfallenes Laub liegt: dieses kann wunderbar als Kompost verwendet und untergegraben werden.

Rosen pflanzen

Wer noch die eine oder andere wurzelnackte Rose pflanzen möchte, kann dies im November noch tun. Hierfür werden die Wurzelspitzen der Rose zurückgeschnitten. Dann kommt die Rose in einen Wassereimer, bevor sie in das Pflanzloch darf. Dieses muss so tief sein, dass die Veredlungsstelle mindestens 2 cm tief unter der Erdoberfläche liegt, und sollte mit Hornspänen oder Kompost angereichert werden.

Rosenpflege

Schnell noch Rosen anhäufeln, bevor der erste Frost kommt… Optimal ist es, dieses Häufchen 10 – 15 cm hoch zu machen. Danach Rindenmulch oder Tannenreisig um die Rosenstöcke herumlegen – der Winter kann kommen…

Laub entsorgen

Laub, welches sich auf dem Rasen befindet, muss dringend zusammengeharkt werden, da es dort extreme Schäden hinterlassen kann. Unter Bäumen und Sträuchern kann es getrost liegen bleiben; es bildet dort einen sehr guten Winterschutz. Deshalb kann auch das zusammengeharkte Laub sehr gut unter Bäumen ausgelegt werden – oder auf den Kompost gebracht werden.

Gehölze pflanzen, Hecken pflanzen

Der November eignet sich hervorragend dazu, um robuste Gehölze (beispielsweise Forsythien) oder Hecken zu pflanzen. Diese Pflanzen wurzeln noch vor Wintereinbruch ein, allerdings ist es ratsam, ihnen einen Winterschutz zu verpassen.

Was ist noch zu tun?

  • Blumenzwiebeln für Frühjahrsblüher stecken
  • Dahlien ins Haus holen
  • Ziergräser zusammenbinden
  • Gartengeräte winterfest machen
  • Wintergemüse mit Vlies abdecken

Gartenarbeit im Dezember

Dezember ist einer der Monate, die eigentlich viel zu kalt sind, um sich großartig im Freien aufzuhalten – geschweige denn, um sich mit irgendwelchen Gartenarbeiten zu befassen. Dieser Hoffnung geben sich viele Gartenbesitzer hin, doch leider ist es so, dass es auch im Dezember Gartenarbeit gibt. Nicht in dem Maße wie in den warmen Monaten, aber komplett vernachlässigen darf man seinen Garten auch im letzten Monat des Jahres nicht.

Barbarazweige schneiden.
Barbarazweige schneiden.

An Blütenpracht fürs Folgejahr denken …

Noch ist es nicht zu spät: auch im Dezember können noch Blumenzwiebeln für Frühjahrsblüher gesteckt werden – natürlich nur, wenn noch kein Frost da ist.

Gehölze pflanzen

Im Dezember können sehr gut wurzelnackte Gehölze gepflanzt werden. Sie wachsen nicht nur sehr gut an, sondern sind meistens um diese Jahreszeit sehr günstig im Fachhandel zu erwerben.

Bodenpflege

Auch wenn es draußen noch so kalt ist: die Beete, auf denen im kommenden Jahr etwas angebaut beziehungsweise angepflanzt werden soll, sollten unbedingt umgegraben werden. Der Frost, der zu erwarten ist, sprengt die Krume der Erdschollen auf, was dazu führt, dass im Frühjahr der Boden sehr schön locker und somit optimal zu bearbeiten ist.

Barbarazweige schneiden

Nicht vergessen: am 04.12. ist Barbaratag. An diesem Tag können Zweige von (Obst.) Bäumen abgeschnitten werden, die dann exakt an Heiligabend blühen. Wie das genau geht, erfahren Sie hier.

Was ist noch zu tun?

  • Gartenteich kontrollieren und eisfrei halten.
  • Koniferen zusammenbinden und sie dadurch vor Schneeschäden schützen.
  • Vögel füttern (auch Winterfütterung ist Tierschutz!).
  • Nicht vergessen, die Pflanzen zu gießen. Leider vertrocknen viele Pflanzen den Winter über, weil niemand es für notwendig erachtet hat, ihnen Wasser zukommen zu lassen…
  • Pflanzen vor Frost, beispielsweise mit Reisig, schützen, falls dies noch nicht geschehen ist.

Symbolgrafiken: Roman, LianeM, Laura Pashkevich, lavizzara, Romolo Tavani, Mediteraneo, Dusan Kostic, luckybusiness, costadelsol, Dusan Kostic, Татьяна-Максименко, Thomas-Oswald- Fotolia.com

17 Kommentare

    1. Sehr geehrte Damen und Herren,
      ich interessiere mich sehr für Gartenarbeit und würde mich deshalb über einen gratis Gartenkalender freuen.

      Vielen Dank im Voraus

      Gudrun Richter

  1. Blätter und Stiele der Bartnelken werden komplet gelb?? Was kann ich tun. Stehen das erste Jahr und haben bisher wunderschön geblüht.

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