Zecken & Zeckenbiss

Sie lauern überall und warten auf ihre Opfer. Die Zecken. Ob in Hecken, Sträuchern oder auf Gräsern; in Wäldern, auf Wiesen, an Feldrändern – selbst heimische Gärten bleiben nicht von der Invasion der gefürchteten und ungeliebten Spinnentierchen verschont. Aber warum haben diese Insekten solch ein schlechtes Image? Und ist dieses gerechtfertigt? Welche Gefahr geht wirklich von ihnen aus?

Zecken: Quickfacts

Weltweit gibt es über 800 Arten von Zecken; in Deutschland ist der Gemeine Holzbock die am häufigsten vorkommende Art. Die zur Gruppe der Spinnentiere gehörenden Parasiten sind Blutsauger, die vom Blut ihrer Wirte leben. Eine vollgesogene Zecke kann das 200-fache ihres Ursprungsgewichts erreichen.

Ein Zeckenweibchen kann bis zu 3000 Eier legen, aus denen zunächst Larven schlüpfen. Auch diese saugen bereits, und zwar bevorzugt an kleineren Säugetieren. Danach verkriechen sie sich für mehrere Wochen, bis sie sich zur Nymphe entwickelt haben. Diese wiederum suchen sich ebenfalls einen Wirt, trinken Blut und beginnen dann mit der zweiten Reifephase; diese beenden sie als fertige Zecke.

Wie gefährlich ist ein Zeckenbiss für den Menschen?

Zecken übertragen Krankheiten, die teilweise für den Menschen sehr gefährlich werden können:

  • Borreliose (das Bakterium kann jedes Organ sowie das Nervensystem befallen)
  • FSME (Viruserkrankung, welche zu Hirnhautentzündung führen kann)

Allerdings ist zwar jede dritte Zecke infiziert, doch längst nicht jeder Biss führt zwangsläufig zu einer Infektion. Auch gibt es Regionen, in denen verbreitet infizierte Zecken vorkommen und andere, in denen kaum mit diesen zu rechnen ist. Welches Gebiet als infektiöse Zeckenhochburg gilt und welches nicht, erfahren Sie hier.

 Wie kann man sich schützen?

Während Haustiere wie Hunde und Katzen im Allgemeinen durch eine regelmäßige Behandlung mit Präparaten wie Frontline gegen Ungezieferbefall geschützt werden können, ist dies beim Menschen schon schwieriger. Normale Insektenabwehrmittel helfen in der Regel nicht, um einen Angriff von Zecken erfolgreich abzuwehren. Spezielle Präparate sind in Apotheken erhältlich; diese empfehlen sich ganz besonders bei Aufenthalten in Gebieten, in denen Zecken stark verbreitet sind. Ansonsten gibt es speziell gegen FSME Impfungen; gegen Borreliose allerdings nicht.

Natürliche Feinde der Zecken

Schlechte Nachrichten für alle, die auf eine natürliche Reduzierung des Zeckenbestandes hoffen. Diese wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht eintreten, denn die Zecken haben kaum natürliche Feinde. Lediglich einige Vögel fressen sie; allerdings ist die Menge der dadurch vernichteten Parasiten kaum erwähnenswert. Auch Miniwespen tragen ein wenig zur Vernichtung der Zecken bei: sie legen ihre Eier direkt in dem Spinnentierchen ab.

Wer meint, dass Gefahr durch Zecken ausschließlich im Frühjahr und Sommer droht, der irrt leider: Zecken beißen auch im Herbst, so dass generell – bei Mensch und Tier – nach einem Aufenthalt im Freien eine Kontrolle erfolgen sollte.

Graphik: © Butch-Fotolia.com


, Kategorie: Garten

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