Winterlinde (Tilia cordata): Pflege und Standort

Winterlinde (Tilia cordata)
Winterlinde (Tilia cordata)

Winterlinden (Tilia cordata) – auch Steinlinden genannt –  gehören zur Kategorie Lindenbäume (Tilia) – zusammen mit den Sommerlinden. Obwohl sie alle aus derselben Familie stammen, habe sie doch unterschiedliche Ansprüche bezüglich Standort und Pflege.

Der folgende Artikel beschäftigt sich mit der Winterlinden Pflege sowie dem richtigen Standort für Winterlinden.

Der richtige Standort

Die Winterlinde hat überhaupt keine Ansprüche bezüglich ihres Standorts. Sie gedeiht an sonnigen Plätzen ebenso gut wie an schattigen. Wärme genießt sie ebenso wie Kälte; eine Winterlinde kann somit überall im Garten gepflanzt werden.

Auch bezüglich der Bodenverhältnisse ist diese Linde sehr anspruchslos: der Boden kann nährstoffarm oder sauer sein. Optimal ist es jedoch, wenn er nährstoffreich und locker ist.

Winterlinden pflanzen

Die beste Pflanzzeit für Winterlinden ist das Frühjahr. Das Pflanzloch sollte 3-4 Mal so groß sein wie der Wurzelballen. Wird die Winterlinde eingesetzt, muss das Loch mit Erde aufgefüllt werden, welche gut festgetreten wird. Danach wird das Bäumchen gut abgegossen; auch in der Folgezeit benötigt es eine regelmäßige Wassergabe.

Winterlinde Pflege-Tipps

Ist eine Winterlinde erst einmal ausgewachsen, benötigt sie keine zusätzliche Wassergabe. Nur bei andauernder Trockenheit im Sommer sollte sie gegossen werden, wobei unbedingt darauf zu achten ist, dass sich keine Staunässe bildet – außer an heißen Sommertagen.

Nach Möglichkeit Düngen vermeiden. Insbesondere Kompost führt dazu, dass die Lindenbäume innerlich verbrennen können.

Vermehrung von Winterlinden

Winterlinden können zwar über Samen vermehrt werden, jedoch ist von dieser Methode aufgrund abzuraten: Nicht jede Frucht enthält einen keimfähigen Samen, und selbst wenn ein solcher gefunden ist, bedeutet dies nicht, dass er auch keimfähig ist. Wer es dennoch versuchen möchte, steckt einen Samen in die Erde (Blumentopf oder –beet) und achtet darauf, dass diese ständig feucht gehalten wird.

Sinnvoller ist die Vermehrung durch Stecklinge: im Frühjahr wird ein Trieb von dem Lindenbaum abgeschnitten und in die Erde gesteckt.

Lindenbaum schneiden – So geht’s

Einen Lindenbaum zu schneiden, zählt zu den einfachsten Tätigkeiten bei der Gartenarbeit: das Holz ist weich, Fehler können beim Schnitt nicht gemacht werden, und Triebe wachsen immer wieder nach.

Was sonst noch beim Lindenbaum Schneiden beachtet werden muss, erfahren Sie hier.

Krankheiten und Schädlinge

Die Winterlinde ist gegenüber Krankheiten und Schädlingen ausgesprochen resistent. Blattläuse siedeln sich zwar gerne an, gefährden aber in den seltensten Fällen den Baumbestand. Viel gefährlicher ist der Pilzbefall, meistens hervorgerufen durch zu viel Feuchtigkeit. Diesen erkennt man daran, dass sich zunächst die Blätter verfärben; später fallen sie ab. Ist dies der Fall, muss ein spezielles Pflanzenschutzmittel angewendet werden.

Graphik: © ernstboese – Fotolia.com


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