Unkraut bekämpfen: Tipps zur Unkrautbekämpfung im Garten

Mit den ersten Trieben, Blättern und Blüten im Garten kommen auch pflanzliche „Gäste“, welche nicht unbedingt das Herz des Gartenbesitzers erfreuen: Unkraut. Während sich andere Pflänzchen noch mühsam den Weg gen Sonne erkämpfen, steht das Unkraut bereits kräftig im Wuchs und scheint nicht besiegbar zu sein. Was kann man als Gartenbesitzer tun, um Unkraut zu bekämpfen?
Möglichkeiten zur Unkrautbekämpfung auf Gartenbista.de

Prinzipiell stehen einem Gartenbesitzer vier verschiedene Möglichkeiten offen, mit dem Unkraut in seinem Garten umzusehen:

  1. Unkraut stehen lassen
  2. Chemische Unkrautvernichtung
  3. Unkraut jäten
  4. Hausmittel

Doch welche Methode ist am sinnvollsten, und wer geht aus welcher als Sieger hervor? Der Gartenbesitzer oder das Unkraut?

Unkraut wachsen lassen?

Manch ein Gartenbesitzer entscheidet sich für die – anscheinend – einfachste Methode, mit Unkraut umzugehen: Er lässt es stehen, auch auf die Gefahr hin, dass binnen kürzester Zeit sein gesamter Garten einen reinen Feld- und Wiesencharakter hat. Hoffnungen, dass es „vielleicht nicht so schlimm mit dem Unkraut werden würde“, braucht sich niemand zu machen: es wird schlimm. Vielleicht sogar schlimmer, als manch einer sich vorstellen mag. Nicht nur, dass Unkraut häufig Samen bildet und sich somit sehr schnell und fleißig vermehrt; auch durch unterirdische Wurzelausläufer sorgt das Unkraut dafür, dass es die Herrschaft im Garten übernimmt. Die Folge: Blumen und Pflanzen werden regelrecht erdrückt beziehungsweise erstickt und gehen somit nach und nach ein. Der Sieger: das Unkraut.

Chemische Unkrautvernichtung

Im Fachhandel wird eine Reihe von Produkten angeboten, mit denen die Unkrautvernichtung ein Kinderspiel ist. Diese sogenannten Herbizide werden mit Wasser vermischt und auf das störende Unkraut gegossen. In der Regel erreicht diese Methode ihren gewünschten Erfolg: das Unkraut stirbt ab. Leider auch Pflanzen und Grashalme, die sich unmittelbarer Umgebung des betreffenden Unkrauts befunden haben. Und nicht nur das: die chemische Keule, welche zur Unkrautvernichtung eingesetzt wird, ist auch extrem schädlich für Insekten, Vögel und andere Tiere. Von daher kann es passieren, dass der entstandene Schaden größer ist als der tatsächliche Nutzen. Chemische Mittel zur Unkrautbekämpfung sollten von daher möglichst nicht eingesetzt werden, denn es gibt nur Verlierer: Unkraut, Natur, …

Unkraut bekämpfen: Jäten, jäten, jäten…

Das Schlimme an dieser Pflanzenart ist nicht einmal, dass es scheinbar überall gedeihen kann; viel dramatischer ist es, dass es unheimlich renitent zu sein scheint und sich fast einen Spaß daraus macht, den Hobbygärtner zu ärgern. Wer kennt das nicht: man geht morgens in seinen Garten und erblickt überall neues Unkraut, welches nicht nur den Anblick stört, sondern auch die „gewünschten“ Pflanzen, wie etwa Gemüse oder Zierpflanzen, in ihrem Wachstum behindert. Was tut man also als anständiger Gartenliebhaber? Man ärgert sich sehr, doch nachdem die Wut verraucht ist, macht man sich daran, das störende Unkraut zu entfernen. Oft genug ist sie nicht nur eine Sisyphos-Arbeit, sondern verursacht aufgrund der gebückten Haltung, die man zwangsläufig einnehmen muss, auch körperliche Beschwerden: in erster Linie Rückenschmerzen, aber auch Kniebeschwerden und/oder Kopfschmerzen und Schwindel können die Folge sein.

Das eigentliche Drama an der Geschichte mit dem Unkraut beginnt aber am folgenden Tag, wenn der Gartenbesitzer erneut seinen Garten betritt: wieder muss er voller Schreck feststellen, dass neues Unkraut über Nacht entstanden ist. Also ist erneut Unkraut jäten angesagt. Und so weiter und so weiter – einen ganzen Sommer lang…

Der Gartenbesitzer ackert ohne Ende, um seinen Grund und Boden schön zu halten, das Unkraut wehrt sich vehement. Wer ist der Sieger? Keiner, aber demzufolge gibt es auch keinen Verlierer…

Hausmittel zur Unkrautbekämpfung?

Gelegentlich bekommt man als Gartenbesitzer Tipps, dass Unkraut auch mit Hilfe von Hausmitteln vernichtet werden kann. Insbesondere Essig und eine Kochsalzlösung würden sich hierfür hervorragend eignen. Doch ist dies tatsächlich wahr?

Zunächst einmal ist es unerheblich, ob Essig und Salz wirksam gegen Unkraut eingesetzt werden können oder nicht, denn ein solcher Einsatz ist generell verboten. Die Konzentration dieser Substanzen im Boden ist extrem hoch und baut sich nur sehr langsam ab. Die Folge: auch bei einem derartigen Einsatz werden Insekten, Pflanzen und der Boden selbst arg belastet.

Besser, man gießt heißes Wasser über die Unkrautpflanzen. Dieses Abbrühen zerstört den Organismus der Pflanze; entfernt werden muss sie beziehungsweise ihre Reste aber dennoch.

Unkraut in Fugen oder Rillen zwischen Platten kann sehr gut mit Hilfe eines Gasbrenners, eines sogenannten „Abflämmers“, entfernt werden.

 

Graphik: © Bettina Wehmeyer – Fotolia.com


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