Spanischer Ginster – fantastischer Duft im Frühjahr

Der Spanische Ginster bietet gelbe Blütenpracht im Überfluss und einen überwältigenden Duft

Spanischer GinsterSpanischer Ginster ist ein Zierstrauch, der in den Frühlingsmonaten durch seine leuchtend gelbe Blütenpracht auffällt. Er ist auch bekannt als Pfriemenginster oder Binsenginster. Er ist der einzige seiner Art innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler und gehört trotz seines Namens und seiner optischen Ähnlichkeit mit anderen Ginsterarten botanisch nicht zur Gattung der echten Ginster.

Vorsicht, Spanischer Ginster ist giftig

Spanischer Ginster ist stark giftig. In allen oberirdischen Pflanzenteilen ist das Gift Cytisin enthalten und die Blüten enthalten außerdem das toxische Alkaloid Spartein. Zu den Vergiftungserscheinungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Nierenschäden und Atemlähmung. Eine Vergiftung mit Spanischen Ginster kann tödliche Folgen haben, vor allem Kinder sollten daher vor dem Spielen mit der Pflanze gewarnt werden.

Auch auf viele Tiere wirkt spanischer Ginster hoch toxisch, wenn Sie ihn fressen. Hunde, Katzen, Kaninchen, Schafe und Pferde können schwere Vergiftungserscheinung bis hin zum Tod erleiden. Pflanzen Sie den Spanischen Ginster im Garten nicht in die Nähe von Fischteichen, denn die Fische können durch in das Wasser gefallene Samenkörner tödlich vergiftet werden.

Das müssen Sie wissen über den Spanischen Ginster

  • Spanischer Ginster ist ein pflegeleichter Blühstrauch. Ein Zurückschneiden des Ginsters ist maximal einmal im Jahr erforderlich. Ansonsten benötigt der Strauch keine weitere Pflege.
  • Spanischer Ginster ist sehr anspruchslos, er benötigt lediglich einen sonnigen Standort und kommt auch gut mit Trockenheit und mageren, nährstoffarmen Böden klar.
  • Aufgrund seiner Giftigkeit sollten Sie immer Handschuhe tragen, wenn Sie den Spanischen Ginster schneiden.
  • Ist der Spanische Ginster winterhart? Der Strauch ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet und kann empfindlich auf Kälte reagieren. Er ist in Deutschland nicht uneingeschränkt winterhart.
  • Nässe verträgt der Spanische Ginster nicht gut, Sie sollten ihn an einem trockenen und heißen Standort einpflanzen.

Spanischer Ginster im Garten

Spanischer Ginster wird schon seit vielen Jahrhunderten als Zierstrauch kultiviert. Es sind Varianten mit gefüllten und ungefüllten Blüten im Handel erhältlich. Der Spanische Ginster gehört zu den sogenannten Rutensträuchern und wirft bereits im Frühsommer nach der Blüte seine Blätter ab. Lediglich die nackten grünen Zweige dienen dann noch der Photosynthese.

Die Pflanze vermeidet durch das frühe Abwerfen des Laubs das Verdunsten von Wasser über die Blätter und ist dadurch besser an die bevorzugten heißen und trockenen Standorte angepasst.

 

Foto: © E. Schittenhelm – Fotolia.com



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