Rotbuche im eigenen Garten: Standort, Pflege & Schneiden

Rotbuche (Fagus sylvatica)
Rotbuche (Fagus sylvatica)

Kein anderer Baum ist in Deutschland so häufig zu finden wie eine Buche. Ob als Baum, Strauch oder Hecke: Buchen zieren nicht nur Wälder, Parks und andere öffentliche Anlagen, sondern auch heimische Gärten. Besonders beliebt ist die Rotbuche (Fagus sylvatica), deren Laub zwar ebenfalls grün, ihr Holz jedoch rötlich ist. Mit ein wenig Fachwissen bezüglich der Rotbuchen Pflege hat man als Gartenbesitzer ewig lange Freude an seinem Gewächs – Rotbuchen können über 200 Jahre alt werden.

Der richtige Standort für die Rotbuche

Die Rotbuche stellt keine besonderen Anforderungen an ihren Standort: sie gedeiht sowohl an sonnigen als auch an schattigen oder halbschattigen Plätzen gut.

Der Boden sollte nährstoffreich und möglichst durchlässig sein, da die Rotbuche Staunässe nicht mag.

Pflege Tipps

  • Gießen: Es ist nicht notwendig, die Rotbuche zu gießen. Lediglich frisch gepflanzte Buchen sollten eine regelmäßige Wassergabe erhalten.
  • Düngen: Ein Düngen im Frühjahr fördert das Wachstum.

Da eine Rotbuche beziehungsweise eine Rotbuchenhecke sehr viel Blätter verliert, sollten diese zusammengeharkt werden. Dies kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst geschehen.

Überwallung an einer Rotbuche
Überwallung an einer Rotbuche

Rotbuche schneiden

Wie ein Schnitt zu erfolgen hat, ist davon abhängig, ob die Rotbuche als Baum, Strauch oder zur Hecke erzogen werden soll.

Der Rotbuchen Baum wird in den Wintermonaten geschnitten: sämtliche Zweige, die die Form des Baumes stören, werden entfernt. Zu diesen zählen auch die sogenannten „Wassertriebe“, also Triebe, die steil nach oben wachsen. Darüber hinaus werden quer wachsende Zweige entfernt. Auch kann die Rotbuche in der Höhe eingekürzt werden. Wichtig dabei ist, größere Schnittstellen mit einer Wundverschlusspaste zu versorgen.

Eine Rotbuche, die als Strauch kultiviert wird, wird im März vor dem Austrieb geschnitten. Dabei kann sowohl die Höhe als auch die Breite eingekürzt werden. Manch ein übermotivierter Gartenbesitzer erledigt diese Aufgabe jährlich; davon ist abzuraten: wird ein Rotbuchenstrauch zu oft geschnitten, verliert er seine natürliche Form.

Rotbuchenhecken hingegen sollten mindestens einmal im Jahr geschnitten werden. Im Hinblick auf die Brut- und Setzzeit ist März der ideale Zeitpunkt zum Rotbuchen Schneiden. Sollte die betreffende Buchenhecke noch einen weiteren Schnitt gebrauchen, kann dieser im September durchgeführt werden.

Rotbuche Vermehrung

Gemeinhin besteht die Annahme, dass man Rotbuchen durch ihre Bucheckern vermehren kann. Dies ist zwar richtig, jedoch dauert es mindestens 30 Jahre, bis eine Buche diese Eckern ausbildet. Wer so lange nicht warten möchte, kann im Sommer von seiner Rotbuche Stecklinge abschneiden und diese in die Erde setzen, wo sie Wurzeln bilden.

Rotbuche Schädlinge und Krankheiten

Die Rotbuche ist eine sehr robuste Pflanze, die weder besonders anfällig für Krankheiten noch für Schädlinge ist. Gelegentlich kann die Blattbräune auftreten, welche jedoch keine ernsthafte Gefahr für die Rotbuche darstellt.

Graphik: © Angelika Alber – Fotolia.com & © Martina-Berg – Fotolia.com


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