Portulaca Grandiflora, Portulakröschen Pflege

Portulaca Grandiflora, Portulakröschen – Blütenpracht für einen Sommer

Portulaca Grandiflora, Portulakröschen PflegeEin Blühwunder in bunten Farben, ideal geeignet für Balkon und Terrasse, das ist das Portulakröschen. Leuchtende Blüten von Juni bis August, oft sogar bis in den Oktober hinein, diese attraktive Sommerpflanze ist ein absolutes Highlight für jeden Balkon.

Das Portulakröschen – eine beliebte Sommerpflanze

Die attraktive einjährige Blühpflanze stammt ursprünglich aus Brasilien, Argentinien und Uruguay. Im frühen 19. Jahrhundert kam sie nach England und von dort hat sie ihren Siegeszug in die ganze Welt angetreten. Sie wird heute in vielen attraktiven Farben gezüchtet und ist eine der beliebtesten Sommerpflanzen für Balkon und Terrasse.

Mit großen, leuchtenden Blüten in kräftigen Farbtönen wie Gelb, Orange, Pink und Rot über strahlendes Weiß bis hin zu zartrosa Pastelltönen bieten die Pflanzen eine große Farbpalette und sorgen überall für bunte Akzente.

Das tun sie allerdings nur, wenn dazu die Sonne scheint, denn an trüben und wolkenverhangenen Tagen öffnet das Portulakröschen,  Portulaca Grandiflora seine hübschen Blüten nicht.

Alles Wissenswerte über das Portulakröschen auf einen Blick

  • Herkunft: die Pflanze stammt ursprünglich aus Brasilien, Uruguay und Argentinien.
  • Vorkommen: in Wildformen kommt sie heute in vielen Ländern mit frostfreiem Klima vor.
  • Verbreitung: zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam das Portulakröschen nach England und verbreitete sich aufgrund seiner schönen großen Blüten schnell unter Blumenliebhabern in ganz Europa.
  • Lebensdauer: das Portulakröschen ist eine einjährige krautige Pflanze, die nicht überwintert, sondern nach der Ausbildung von Samen im Herbst abstirbt.
  • Blüten: Die Wildform hat leuchtend purpurrote Blüten, heute wird das Portulakröschen in vielen Farben wie rot, gelb, orange, pink, pastellrosa und weiß gezüchtet.
  • Blüten Optik: die Blüten des Portulakröschens weisen einen Durchmesser von bis zu 4 Zentimetern auf und fallen vor allem durch ihre fünf leuchtend bunten Blütenblätter auf.
  • Boden: Portulakröschen sind anspruchslose Sonnenliebhaber, die gut auf kargeren, sandigen Böden gedeihen.
  • Giftigkeit: das Portulakröschen ist nicht giftig und verfügt auch über keinerlei Heilkräfte.
  • Verzehr: obwohl die Pflanze mit dem als Gemüse oder Gewürz verwendeten Portulak verwandt ist, ist sie nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.
  • Besonderheit: als sukkulente Pflanze kann das Portulakröschen längere Zeit ohne Wasser auskommen.

Portulakröschen Standort

Der ideale Standort für das Portulakröschen

PortulakröschenDas Portulakröschen liebt die Sonne. Einen idealen Standort findet es daher überall dort, wo es möglichst sonnig und warm ist. Während viele andere Blühpflanzen, die durchaus auch die Sonne lieben und brauchen, mit der heißen und prallen Mittagssonne nicht gut zurechtkommen, lässt sie das Portulakröschen, Portulaca Grandiflora im wahrsten Sinne des Wortes aufblühen.

Ohne Sonne öffnet die bunte Blühpflanze ihre Blüten nämlich nicht, sondern wartet stattdessen lieber auf besseres Wetter, um die Welt mit ihren bunten Farben zu erfreuen.

Nässe hingegen ist nicht nach dem Geschmack der sonnenliebenden Portulakröschen, schon gar nicht in Form von Regen. Ein idealer Standort ist also vollsonnig und warm und dazu möglichst regengeschützt.

Der beste Standort für das Portulakröschen auf einen Blick

  • sonnig und warm
  • liebt die Mittagssonne
  • regengeschützt

Portulakröschen pflanzen

  • Ideal für Kübel und Balkonkästen

Das Portulakröschen ist eine ideale Pflanze für Kübel und Balkonkästen und gedeiht in diesen Pflanzgefäßen prächtig.

Ton in Ton oder in passenden Farbkombinationen gepflanzt verleiht diese blühfreudige Pflanze dem Balkon oder der Terrasse einen frischen und sommerlichen Look und zieht mit den großen Blüten alle Blicke auf sich.

Etwas schwierig kann es jedoch werden, wenn das Portulakröschen mit anderen Pflanzen zusammen gepflanzt werden soll, denn die meisten sommerlichen Blühpflanzen brauchen deutlich mehr Wasser und Dünger als das anspruchslose Portulakröschen.

Gartenbista-Tipp: gute Partner für das Portulakröschen mit ähnlichen Ansprüchen an Sonne, Wasser und Nährstoffe sind die Mittagsblume, das Mittagsgold und das Kapkörbchen.

  • Anpflanzung im Beet

Eine Anpflanzung im Beet ist natürlich auch möglich, vorausgesetzt, man weist ihr ein regengeschütztes, sonniges Plätzchen zu. Vor allem in Steingärten und Kiesgärten oder als Beeteinfassung kann man das Portulakröschen oft sehen.

  • Anforderungen an den Boden

Was den Boden angeht, stellt das Portulakröschen keine großen Ansprüche. Es kommt mit jeder Art von Garten- und Pflanzerde gut klar und es liebt sandige Böden.

Schwereren Böden sollte daher immer ein guter Teil Sand zugemischt werden. Ein magerer, sandiger Boden kommt auch dem geringen Nährstoffbedarf des Portulakröschens entgegen.

Portulakröschen Pflege

In der Pflege ist das Portulakröschen, Portulaca Grandiflora sehr anspruchslos. Solange es genügend Licht und Sonne und nicht zu viel Wasser bekommt, wird es den ganzen Sommer über in schönen und bunten Farben blühen.

Die Abneigung gegen Wasser betrifft nicht nur den Regen, sondern auch das Gießen. Trockenphasen kann die Pflanze gut verkraften, Staunässe hingegen verträgt sie überhaupt nicht. Sie sollte daher nur moderat gegossen werden, die Erde kann zwischen dem Gießen ruhig antrocknen.

Gartenbista-Tipp: Eine Drainageschicht aus kleinen Kieselsteinen am Boden des Pflanzgefäßes hilft dabei, Staunässe zu vermeiden.

  • Woran erkennt man, dass das Portulakröschen dringend Wasser benötigt?

Leidet das Portulakröschen an Wassermangel, ist das am besten an den Blättern zu erkennen. Die sonst kräftigen, leicht fleischigen Blätter beginnen schlaff herabzuhängen. Spätestens jetzt sollte das Portulakröschen gegossen werden, damit es die Wasserreserven in den Blättern wieder auffüllen kann.

  • Düngen Sie das Portulakröschen ca. alle 2 Monate mit Flüssigdünger

Als Dünger ist ein Flüssigdünger, der etwa alle zwei Monate einmal dem Gießwasser zugegeben wird, völlig ausreichend. Mehr Dünger würde der anspruchslosen Pflanze eher schaden als nützen.
Ganz nach dem Motto weniger ist mehr, verzeiht es das Portulakröschen, Portulaca Grandiflora eher, wenn die Düngung ganz weggelassen wird, als wenn es überdüngt wird.

  • Die richtige Wahl des Standorts das Wichtigste, um sich an einer Blütenpracht erfreuen zu können

Mehr Pflege braucht das Portulakröschen im Allgemeinen nicht.
Das Wichtigste ist die Wahl des passenden Standortes, am besten regengeschützt in der Vollsonne und die Pflanze wird den gesamten Sommer über ihre schönen bunten Blüten präsentieren. Nur bei zu viel Regen oder Gießwasser wird sie schnell unansehnlich und stirbt ab.

Portulakröschen schneiden

Muss das Portulakröschen zurückgeschnitten werden?

Portulaca Grandiflora PflegeEinen Rückschnitt braucht das Portulakröschen als einjährige Pflanze nicht. Sollte sie jedoch zu üppig und ausufernd wachsen, kann sie mit einer scharfen Gartenschere jederzeit zurückgeschnitten werden.

So wird auch die Blütezeit etwas in die Länge gezogen, da sich die Triebe durch das Zurückschneiden verästeln und mehr Blüten bilden. Verblühte Pflanzenteile sollten regelmäßig entfernt werden, es sei denn, man möchte Saatgut für das nächste Jahr gewinnen.

Portulakröschen Vermehrung

So kann das Portulakröschen vermehrt werden

Das Portulakröschen ist eine einjährige Pflanze, das bedeutet, dass das Portulakröschen nach der Blüte und der Ausbildung von Samen abstirbt.

Wer also für das nächste Jahr neue Portulakröschen haben möchte, der kann im Spätsommer nach der Blüte die Samen des Portulakröschens sammeln und bis zum nächsten Frühjahr aufheben. Dabei ist allerdings etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn die grau-schwarzen Samenkörner sind weniger als einen Millimeter groß.

Vermehrung des Portulakröschen mit Samen

Die Samen sollten bis zum nächsten Frühjahr an einem dunklen, trockenen Ort bei Zimmertemperatur gelagert werden. Wer nicht selbst sammeln möchte, kann das Saatgut natürlich auch im Handel zu kaufen.

Etwa ab März kann das Portulakröschen auf einer hellen sonnigen Fensterbank vorgezogen werden. Die Samenkörner, die zur Keimung eine konstante Temperatur von etwa 18 °C benötigen, werden in Anzuchtschalen gepflanzt.

Etwa ab Mai, wenn keine Fröste mehr anstehen, kann das Portulakröschen nach draußen in Balkonkästen, Terrassenkübel oder Pflanzschalen oder auch ins Beet gepflanzt werden.

Dabei sollten die Pflanzen in einem Abstand von etwa 15 Zentimetern gepflanzt werden, damit jede Pflanze genügend Platz hat sich zu entfalten und die Pflanzen sich nicht gegenseitig überwuchern und sich so das Sonnenlicht wegnehmen.

Wer keine Gelegenheit hatte, das Portulakröschen vorzuziehen, kann die Samen ab Mai auch direkt ins Freiland setzen.

Vermehrung über Kopfstecklinge

Natürlich ist es auch möglich, im Blumenhandel vorgezogene Portulakröschen zu kaufen und Zuhause einzupflanzen. Diese kann man später über Kopfstecklinge vermehren, das heißt, es wird eine Triebspitze mit einigen Blättern abgeschnitten und in ein Glas Wasser gestellt, bis sich Wurzeln bilden.

Man kann den Steckling aber auch gleich in lockere, nährstoffarme Erde einpflanzen. So lassen sich aus einer selbstgezogenen oder gekauften Pflanze leicht viele bunt blühende Portulakröschen ziehen, doch auch diese werden, wie alle einjährigen Pflanzen, nach dem Sommer absterben.

Portulakröschen Krankheiten und Schädlinge

Das Portulakröschen ist eine robuste Pflanze, die eher wenig anfällig ist für Krankheiten und Schädlinge. Was ihr wirklich zu schaffen macht, ist zu viel Nässe durch Regen oder zu häufiges Gießen.

Die sukkulente Pflanze kann viel Wasser speichern und übersteht auch Trockenzeiten problemlos, doch bei Staunässe beginnen ihre Wurzeln sehr schnell zu faulen und meist erholt sich die Pflanze davon nicht mehr.

Gartenbista-Tipp: Um Staunässe zu vermeiden, sollte in Pflanzgefäße unbedingt eine Drainage in Form einer Schicht Kies eingebracht werden.

Blattläuse sind die einzigen Schädlinge, für die das Portulakröschen eine gewisse Anfälligkeit zeigt. Sie lassen sich jedoch gut mit natürlichen Mitteln bekämpfen. Am besten ist eine regelmäßige Kontrolle, denn ein geringer Blattlausbefall lässt sich problemlos mit Wasser wegspülen.

Nur mit Chemie kommt man hingegen der sogenannten Umfallkrankheit bei, die das Portulakröschen als Keimling befallen kann. Diese Erkrankung wird durch Bodenpilze hervorgerufen, gerade beim Vorziehen des Portulakröschens sollte man daher auf Hygiene achten und am besten Anzuchtbehälter aus Plastik verwenden, die vor Gebrauch mit heißem Wasser ausgespült werden sollten.

Gartenbista-Tipp: Auch vor dem Auspflanzen sollten alle Balkonkästen und Pflanzgefäße einmal gründlich mit heißem Wasser gereinigt werden.

Die ideale Sommerpflanze für alle, die es gern bunt haben

Wer im Sommer gern üppige, bunte Blühpflanzen um sich hat, der ist mit dem Portulakröschen genau richtig beraten. Vor allem Balkonbesitzer werden an dieser attraktiven Pflanze, die wie geschaffen ist für den Balkonkasten, viel Freude haben.
Das Portulakröschen verursacht so gut wie keine Arbeit, da es in der Pflege sehr anspruchslos ist.

Alles was sie braucht, ist ein warmes, vollsonniges Plätzchen, das allerdings eher regengeschützt liegen sollte. Wird das Düngen oder das Gießen einmal vergessen, so verzeiht sie das wesentlich eher als ein Zuviel an Wasser und Dünger.

Zu viele Nährstoffe und zu viel Wasser, das sind auch die einzigen Dinge, die man bei der Pflege eines Portulakröschens wirklich falsch machen kann, denn davon geht die Pflanze schnell ein.

Alles in allem ist das Portulakröschen daher auch bestens für Anfänger oder Gärtner-Muffel geeignet. Als einjährige Pflanze muss es zwar jedes Jahr neu ausgepflanzt werden, aber wer sich nicht die Arbeit einer Selbstanzucht aus eigenen oder gekauften Samen machen will, kann sich ganz einfach im Handel vorgezogene Pflanzen kaufen, die ab Frühjahr überall preiswert zu finden sind.

 

Fotos: © afe207, anatchant, Kozyrev Anton – Fotolia.com


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