Pilze im Rasen bestimmen und vernichten

Nelkenschwindling - Marasmius cohaerensWer kennt das nicht: scheinbar über Nacht haben sich an verschiedenen Stellen im Rasen Pilze gebildet, die nicht nur die Optik stören, sondern dem Gartenbesitzer auch Rätsel aufgeben: Wo kommen die Pilze im Rasen her? Wie kann man die Pilze im Rasen beseitigen? Wie ist ein erneutes Auftreten zu verhindern?

So bestimmen und vernichten Sie die Pilze in Ihrem Garten mit Gartenbista:

Wo kommen die Pilze im Rasen her?

Häufig werden die Pilze im Rasen als „Hundepilze“ bezeichnet, also als Pilze, welche angeblich entstehen sollen, wenn ein Hund an die betreffende Stelle uriniert hat. Theoretisch denkbar, doch in der Praxis in hundefreien Haushalten eher unwahrscheinlich: wie oft kommt es vor, dass ein fremder Hund das Grundstück betritt, sein Geschäft verrichtet und sich wieder verzieht?

Viel wahrscheinlicher ist es daher, dass es sich bei den Pilzen im Rasen entweder um eine Krankheit des Rasens handelt („Hexenringe“), oder dass sie aufgrund von Pflegefehlern entstanden sind.

Pilze im Rasen: Hexenringe

Pilze, die im Rasen wachsen und ringförmig angeordnet sind, werden als „Hexenringe“ bezeichnet. Ihr interessanter Anblick darf nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es sich bei dem Hexenring um eine Pilzkrankheit handelt, die behandlungsbedürftig ist. Verursachen können verschiedene Pilze sein, die beispielsweise dann entstehen, wenn der Boden sehr nährstoffarm und sandig ist.

Wie kann man die Pilze im Rasen beseitigen?

Wenn ein Gartenbesitzer Pilze im Rasen sieht, wird er diese spontan zertreten oder abpflücken. Beide Methoden bringen zwar kurzfristig den Effekt, dass keine Pilze mehr sichtbar sind, doch die Sporen sowie das unterirdische Pilzgeflecht bleiben weiterhin erhalten.

Im Fachhandel gibt es spezielle Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Pilzen, jedoch ist es nicht gestattet, diese auf Rasenflächen anzuwenden. So bleibt dem Gartenbesitzer nur die Möglichkeit, die betroffenen Rasenstelle(n) gründlich und regelmäßig zu wässern. Dies geschieht am besten, indem in dem betroffenen Gebiet an mehreren Stellen tief in den Boden gestochen und gerüttelt wird – vorzugsweise mit einer Grabegabel – , um das unterirdische Pilzgeflecht möglichst zu zerstören. Danach muss das betroffene Gebiet mindestens eine Woche permanent nass gehalten werden.

Diese Methode muss mehrfach wiederholt werden. Bringt sie keinen Erfolg, bleibt dem Gartenbesitzer nur noch, die betroffene Rasenfläche großflächig abzutragen und einen neuen rasen anzulegen.

Wie ist ein (erneutes) Auftreten von Pilzen im Rasen zu verhindern?

Wenn der Rasen verfilzt und der Boden nicht gut durchlüftet ist, wird die Pilzbildung gefördert. So ist es unabdingbar, eine gute Bodenpflege zu betreiben, um den Rasen vor (erneutem) Pilzbefall zu schützen. Diese beinhaltet vor allem

  • Düngen: sowohl zweimal jährlich mit einem Langzeitdünger als auch mit einem kaliumreichen Dünger im Herbst,
  • Schnittgut entfernen: Komplettes Einsammeln des Schnittguts beim Mähen,
  • Vertikutieren.

Graphik: © Tarabalu – Fotolia.com


, Kategorie: Garten

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