Klee im Rasen entfernen: So geht´s!

WeißkleeKlee im Rasen erfreut vielleicht die Kaninchen, Bienen und Hummeln, den Gartenbesitzer jedoch weniger. In der Regel setzt er alles daran, die lästige Pflanze wieder los zu werden – leider nicht immer erfolgreich. Viele Hausmittel und Insider -Tipps wirken nicht wie erhofft; der Klee wächst fleißig weiter. Was hilft wirklich gegen Klee im Rasen?

Klee im Rasen wird nicht als Glückssymbol angesehen

Gemeinhin gilt ein Kleeblatt als ein Glückssymbol. Wächst es jedoch gemeinsam mit Tausenden anderen in heimischen Rasenflächen, so ist der Glücksfaktor, den es beim Gartenbesitzer hervorruft, gleich Null. Da hilft auch die Tatsache, dass die Kleeblüten eine sehr wichtige Nahrungsquelle für Insekten darstellen, nicht: der Klee muss weg!

Klee bekämpfen durch Rasen vertikutieren

Bei kleineren Kleenestern im Rasen ist es hilfreich, diesen zu vertikutieren. Dies muss allerdings öfter geschehen, als es ansonsten üblich ist, da natürlich nicht sämtliche Kleewurzeln bei einem Mal ausgerottet werden können.

Kleenester ausstechen

Eine weitere Methode, um Klee im Rasen zu bekämpfen, ist das gezielte Ausstechen der Nester. Dieses Procedere ist langwierig, mühselig, aber erfolgversprechend. Die kahlen Stellen müssen danach mit Erde aufgefüllt werden. Anschließend kann dort frischer Grassamen ausgebracht werden. Tipps zur Rasensaat finden Sie hier.

Klee durch Plastik vernichten

Eine etwas seltsam anmutende, aber dennoch hilfreiche Methode der Kleevernichtung ist der Einsatz von Plastikfolie. Diese wird über die Kleenester gespannt und einige Wochen dort gelassen. Wird sie dann entfernt, ist der Klee eingegangen. Das Gras wirkt zwar ebenso vernichtet, doch es erholt sich wieder.

Klee durch Düngen bekämpfen

KleeKlee im Rasen ist immer ein Indikator dafür, dass dieser unter Nährstoffmangel leidet. Dieses Problem kann leicht durch eine regelmäßige Düngung behoben werden. Wichtig hierbei ist, dass dies bereits geschieht, bevor der Klee – und anderes Unkraut – überhaupt gedeiht.

Durch eine kräftige und regelmäßige Düngergabe wird das Gras gestärkt, so dass es sich sehr gut gegen Unkraut durchsetzen kann. Kräftiges Gras ist dazu in der Lage, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Bei der Wahl des Düngers ist es wichtig, dass dieser viel Stickstoff und wenig Phosphate enthält. Der Grund hierfür ist einfach: Phosphat stärkt auch den Klee, so dass eine Anwendung kontraproduktiv wäre. Optimal als Rasendünger eignet sich Hornmehl, da es den Anforderungen komplett entspricht. Achtung: Bitte immer genau die Anwendungshinweise des Düngerherstellers beachten!

Wichtig ist, dass der Rasen – nicht nur nach dem Düngen – auch ausreichend gewässert wird; dies stärkt ihn zusätzlich und gibt ihm Kraft, gegen den Klee anzukämpfen.

Weißklee im Rasen entfernen

Weißklee im Rasen ist zwar nicht schön, seine Entfernung allerdings ist nicht besonders schwierig. Zu erkennen ist der Weißklee an seinen weißen bis rosa Blüten, die vielen Insekten als eine wichtige Nahrungsquelle dienen.

In der Regel hilft ein ordentliches Vertikutieren dabei, den Weißklee aus dem Rasen zu entfernen. Dies kann sowohl mit einem elektrischen Vertikutierer, als auch mit einer einfachen Harke geschehen. Wichtig ist nur, dass das Vertikutieren regelmäßig wiederholt wird.

Vorbeugend ist es sinnvoll, die Rasenfläche ein- bis zweimal pro Woche zu mähen, da dies den Klee schwächt. Sollte sich – wider Erwarten – der Weißklee als ganz besonders hartnäckig erweisen und sich nicht entfernen lassen, hilft eine Folienabdeckung: die betroffene Rasenfläche wird für einen Zeitraum von vier Wochen mit einer Plastikfolie oder einem Zelt abgedeckt. Danach ist der Klee in der Regel eingegangen – häufig allerdings auch der Rasen. Ist dies der Fall, muss an der betreffenden Stelle nachgesät werden

Hornklee im Rasen entfernen

Rasenmhkante
Hornklee (gelbe Blüten) sowie Sauerklee (rötlich-braun) sind sehr renitente Kleesorten, die sich nicht darum kümmern, ob vertikutiert wird oder nicht: sie bleiben beharrlich im Rasen. Auch Mähen hilft nicht dagegen, im Gegenteil: durch häufiges Rasenmähen vermehren sich diese beiden Kleesorten nur noch mehr.

Also bleibt einem Gartenbesitzer wohl oder Übel nichts anderes übrig, als den Klee auszustechen. Dies ist ein recht mühsames Unterfangen, welches aufs Sorgfältigste ausgeführt und regelmäßig wiederholt werden muss. Schneller und einfacher geht die Vernichtung von Hornklee und Sauerklee hingegen, wenn ein spezielles Pflanzenschutzmittel eingesetzt wird. Dieses wirkt zwar gut, in der Regel aber etwas großflächiger, so dass in der Rasenfläche kahle Stellen entstehen. Diese müssen durch eine Nachsaat von Rasen gefüllt werden.

Tipp: Klee vorbeugen!

Was kann man als Gartenbesitzer vorbeugend tun, um eine Überwucherung der Rasenfläche durch Klee zu verhindern?

  • Düngen. Ein Rasen, welcher kräftig ist, kann sich viel besser gegen Unkraut zur Wehr setzen und wird sich nicht so leicht von diesem verdrängen lassen.
  • Wässern. Klee kommt mit wesentlich weniger Wasser aus als Rasen. An trockenen Tagen, wenn der Rasen schon längst keine Kraft mehr hat zum wachsen, geschweige dann, um sich gegen den Klee zur Wehr zu setzen, gedeiht Klee weiterhin prächtig – und gewinnt so immer mehr die Oberhand über die Rasenpflanzen.

Graphik: © Axel Gutjahr – Fotolia.com; © bofotolux -Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.