Hühnerhaltung im eigenen Garten: Was ist dabei zu beachten?

Chickens on traditional free range poultry farmKein anderes Ei schmeckt so gut wie ein frisch gelegtes. Dies wissen auch die Gartenbesitzer, und so kommt mancher von ihnen auf die Idee, sich Hühner im eigenen Garten zu halten, um so an das tägliche Frühstücksei zu gelangen. Nun ist die Haltung von Hühnern nicht vergleichbar mit der eines Hamsters oder Meerschweinchens, welches diskret in einem Käfig sitzt, und so stellt sich die Frage: Ist die Hühnerhaltung im eigenen Garten überhaupt gestattet? Und falls ja: was ist dabei zu beachten?

Hühner im eigenen Garten halten – Tipps von Gartenbista:

Grundsätzlich ist es gestattet, im eigenen Garten Hühner zu halten. Dabei sind allerdings einige Kriterien zu beachten, die sich sowohl auf die Tierhaltung an sich als auch auf die Nachbarschaft beziehen.

Zu beachten ist außerdem, dass sich die Genehmigung zur Hühnerhaltung ausschließlich auf weibliche Hennen bezieht: Hähne dürfen in Wohngebieten generell nicht gehalten werden, da ihr Krähen als Lärmbelästigung angesehen wird.

Hühnerhaltung mit Nachbarn absprechen

Auch, wenn Hühner lieb und harmlos aussehen: sie können ganz schön laut werden. Ihr Gegacker kann solch einen Geräuschpegel erreichen, dass es die Nachbarn stören kann. Aus diesem Grund sollten diese um Erlaubnis gefragt werden. Sind sie gegen eine Hühnerhaltung, sollte man besser deren Wunsch respektieren – Ärger ist vorprogrammiert.

Wie viele Eier legt ein Huhn?

Im Durchschnitt sind von einer Henne 200 Eier jährlich zu erwarten, allerdings ist die Legefreudigkeit abhängig von der jeweiligen Rasse. Zwerghühner beispielsweise legen weniger Eier als große Rassen.

Für ausreichend Auslauf sorgen!

Selbst wenn die Nachbarschaft mit der Hühnerhaltung einverstanden ist: es ist notwendig, dass ausreichend Platz für die Hühner vorhanden ist. Der Auslaufplatz sollte mindestens 10 Quadratmeter groß sein und von allen Seiten geschlossen sein. Sinnvoll ist es, dass dieser Auslauf auch von oben geschlossen ist, damit die Hühner nicht auf die Idee kommen, davonzufliegen.

Optimal ist es natürlich, wenn den Hühnern Freilauf gewährt werden kann, so dass sie nach Herzenslust scharren und picken können, wo sie möchten.

Wie sollte der Hühnerstall aussehen?

Abgesehen von dem Auslauf, den die Hühner brauchen, benötigen sie natürlich einen Hühnerstall. Dieser sollte mindestens drei Quadratmeter groß sein, wenn man vier Hennen halten möchte. Je mehr Tiere es sein sollen, desto größer sollte der Hühnerstall sein. Zu beachten ist allerdings, dass Gruppen von vier bis fünf Hennen optimal sind.

Das Hühnerhaus sollte sowohl erhöhte Sitzstangen als auch Futternäpfe, Wasserschüsseln und Nester enthalten. Damit der Boden nicht feucht wird, muss das Häuschen erhöht stehen, mit Einstreu versehen und zudem komplett gegen Kälte im Winter isoliert sein.

Der Hühnerstall kann sowohl fest als auch mobil sein. Feste Ställe haben den Nachteil, dass der Boden um sie herum irgendwann arg zerstört sein wird; mobile Ställe hingegen werden einfach an eine andere Stelle geschoben.

Hühnerhaltung im eigenen Garten: Was ist noch zu beachten?

  • Futter, Wasser sowie die Einstreu müssen vor Wildvögeln geschützt werden.
  • Hühner sind ein wenig krankheitsanfällig. Aus diesem Grund besteht die gesetzliche Pflicht, das zuständige Veterinäramt darüber zu informieren, dass man Hühner hält.
  • Stall und Auslauf müssen immer sauber gehalten werden.
  • Generell sollte auf eine artgerechte Tierhaltung geachtet werden.

Graphik: © monticellllo – Fotolia.com


1 Kommentar

  1. Ich lese immer wieder, dass Hühner so viel Lärm machen. Ich kann das absolut nicht nachempfinden. Ich finde, sie sind sehr schweigsame Tiere. Wer sich da über Lärm beschwert muss echt gute Ohren haben. 🙂

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