Hochbeet anlegen: So geht´s!

Hochbeet richtig anlegen
Hochbeet richtig anlegen

Immer mehr Gartenbesitzer möchten anstelle normaler Beete ein Hochbeet anlegen. Ob für den Gemüseanbau oder mit Blühpflanzen bestückt – solch ein Beet ist nicht nur ein echter Blickfang, sondern bietet zudem noch viele Vorteile. Darüber hinaus ist der Aufbau, die Befüllung und das Bepflanzen nicht besonders schwierig.

Vor- und Nachteile vom Hochbeet vor dem Anlegen bedenken

In einem Hochbeet herrscht im vergleich zu normalen Beeten ein für Pflanzen günstigeres Klima. Dieses entsteht dadurch, dass im Inneren die organischen Materialien verrotten und dabei Wärme erzeugen. Diese Wärme wiederum wirkt sich sehr positiv auf das Wachstum von Zier- und Nutzpflanzen aus. Auch Starkzehrer gedeihen in Hochbeeten besonders gut.

Gartenabfälle sollten also in dem Hochbeet eingearbeitet werden, damit die Verrottung stattfinden kann. Demzufolge ist der beste Zeitpunkt zum Hochbeet Anlegen der Herbst, weil dann die meisten verwertbaren Gartenabfälle vorhanden sind.

Hochbeete eignen sich sehr gut für ältere und körperbehinderte Menschen, da diese sich nicht so tief bücken müssen.

Doch ein Hochbeet bringt auch Nachteile mit sich, die nicht verschwiegen werden sollten. So muss ein solches Beet häufiger und intensiver gegossen werden als andere Beete, da es insbesondere in den Sommermonaten schnell austrocknet.

Wühlmäuse und andre Nagetiere nutzen Hochbeete gerne als Unterschlupf. Leider nagen sie die Wurzeln der Pflanzen an, was nicht im Sinne des Gärtners ist. Um dies zu verhindern, sollten unten in das Hochbeet Gitter gelegt werden.

Hochbeet Größe und Standort

Prinzipiell kann ein Hochbeet an jedem Platz im Garten angelegt werden. Um einen optimalen Ertrag zu erzielen, sollte der Standort jedoch gegen Süden gelegen sein.

Die Größe des benötigten Platzes ist natürlich abhängig von der geplanten Größe des Hochbeetes. In der Regel liegt diese bei 1,20 m x 2 m, wobei dies jedem Gartenbesitzer selbst überlassen bleibt.

Zu beachten ist jedoch, dass zu große Hochbeete schwierig zu bearbeiten sind: der mittlere Teil eines riesigen Hochbeetes wird kaum zu erreichen sein… Wer also viel anbauen möchte, sollte lieber auf mehrere Hochbeete zurückgreifen, anstatt eines überdimensional groß zu gestalten.

Hochbeet anlegen: So geht´s!

Wenn Sie ein Hochbeet selber bauen wollen, benötigen Sie dafür:

  • Maschendraht in der Größe des Hochbeets
  • Vier Seitenwände aus Holz, Kunststoff, Blech, Beton etc.
  • Füllmaterial

Vorbereitungen zum Anlegen des Hochbeets

Ist der Standort festgelegt worden, wird in der Größe des geplanten Hochbeets die Erde circa 25 cm tief ausgehoben.

In diese Grube wird feiner Maschendraht gelegt, damit Wühlmäuse keine Chance haben, heimlich von unten her das Hochbeet zu entern und das angebaute Gemüse zu verzehren.

Ist dies geschehen, kann mit der eigentlichen Errichtung des Hochbeets begonnen werden.

Hochbeet bauen

Hochbeet aufbauen
Hochbeet aufbauen

Die vier Seitenwände werden so aufgestellt, dass sie einen Kasten ergeben.

Je nach Material werden sie zusammengeschraubt, mit Klemmen befestigt oder – sofern es sich um Beton handelt – in der Erde versenkt.

Zu beachten ist, dass die Seitenwände eine maximale Höhe von 80 cm haben sollten, damit das Beet noch gut und leicht zu bearbeiten ist.

Aufbau der Schichten und Befüllung

  • Wenn die Wände stehen, wird in den so entstandenen Kasten die unterste Füllschicht getan. Dabei handelt es sich um groben Strauch- oder Baumschnitt, der zur Belüftung der zweiten Schicht dienen soll.
  • Diese wiederum besteht auf gehäckseltem Strauchschnitt, Laub sowie Grünabfällen. Damit sich dieses feine Material nicht auf und davon macht (sprich: durch den groben Schnitt hindurchrieselt), werden ausgestochene Grasnarben mit dem Gras nach oben auf das grobe Schnittgut gelegt und gut angedrückt.
  • Das letzte Drittel der Füllung besteht aus Erde. Hierfür wird vorzugsweise Gartenerde mit Blumenerde vermischt; Komposterde eignet sich ebenfalls hervorragend für ein Hochbeet.

Gartenbista.de-Tipp: Welches Volumen die einzelnen Schichten haben sollten und wie viel Erde Sie zum Befüllen des Hochbeets benötigen, können Sie schnell und einfach mit unserem online Hochbeet Rechner berechnen.

Bei der obersten Schicht sollte darauf geachtet werden, dass sie gleichmäßig und glatt abschließt.

Hochbeet kaufen – als Alternaltive zu selber bauen

Wer sich dazu entscheiden hat, ein Hochbeet zu kaufen und nicht selbst zu bauen, der sollte sich im Vorfeld über einige Kriterien Gedanken machen.

Zunächst ist die Höhe von Bedeutung: ein Hochbeet sollte zwischen 0,80 m und 1,20 m sein. Die individuelle Höhe richtet sich nach der individuellen Größe des Hobbygärtners. Keinesfalls sollte das Beet höher sein, da es ansonsten nicht bequem zu bearbeiten ist.

Aus demselben Grund sollte ein Hochbeet auch nicht breiter als 1,30 m sein.

Auch der Standort für ein Hochbeet muss sorgfältig gewählt und möglichst vor dem Hochbeet Kaufen festgelegt werden. Sinnvoll ist es, das Beet an einem sonnigen Platz zu stellen.

Gartenbista-Tipp: Beim Hochbeet Kaufen sollte darauf geachtet werden, dass das Hochbeet innen mit Folie ausgekleidet ist, um es vor Fäulnis zu schützen. Ist dies nicht der Fall, sollte eine Teichfolie gekauft werden, welche innen an die Wände genagelt wird.

Hochbeet anlegen und bepflanzen: Was ist noch zu beachten?

Bepflanzung
Richtige Bepflanzung

Da verfaulte Pflanzenreste sofort wieder der Erde im Hochbeet zugeführt werden, bilden sich immer wieder neue Nährstoffe. Eine zusätzliche Düngegabe ist – zumindest in den ersten Jahren nach dem Anlegen des Hochbeets – nicht notwendig. Wenn dies dann doch der Fall sein sollte, ist es ratsam, im Frühjahr das Beet mit Kompost aufzufüllen.

Wer die Fruchtfolge nicht einhält, wird nicht viel Freude an der Ernte haben. Es muss unbedingt im ersten Jahr Starkzehrer, im zweiten Jahre ebenfalls stark- und Mittelzehrer und im dritten Jahr Schwachzehrer angebaut werden. So heißt es im Allgemeinen. Doch ist das wirklich so? erfahrungsgemäß ist die Fruchtfolge nicht von Bedeutung, wenn das Hochbeet jährlich mir frischem Kompost aufgefüllt wird. Ist dies nicht der Fall, muss sie beachtet werden.

Nach sechs bis acht Jahren sind die Nährstoffe in einem Hochbeet derart verbracht, dass ein Anbau nicht mehr erfolgversprechend ist. Aus diesem Grund sollte nach dieser Zeit das Hochbeet abgebaut und komplett neu aufgeschichtet werden.

Graphik: © D. Ott – Fotolia.com; Andrea – stock.adobe.com ; schreiberVIS – stock.adobe.com


, Kategorie: Garten

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