Hausmittel gegen Moosbefall – Moos entfernen

Moos entfernen
Moos entfernen

Die meisten Haus- und Gartenbesitzer sind nicht gerade erfreut, wenn sich auf ihrem Rasen oder ihren Gehwegen ein Moosbefall bemerkbar macht. Sie setzen alles daran, dieses Moos wieder loszuwerden – mehr oder minder erfolgreich. Fugenkratzer, Spachtel und Bürsten erzielen den erhofften Erfolg, benötigen aber viel Zeit und Kraft seitens des Gartenbesitzers. Ein spezieller Moosentferner aus dem Fachhandel wirkt, jedoch möchte manch einer lieber Hausmittel zum Moos entfernen einsetzen. Die Vor- und Nachteile derartiger Mittel erfahren Sie hier.

Hausmittel gegen Moos: Cola

Gegen hartnäckiges Moos auf Gehwegen oder Terrassen hilft Cola. Diese enthält Phosphorsäure, auf welche Moos empfindlich reagiert.

Die Cola wird unverdünnt angewendet und hinterlässt keinerlei Flecken auf den Steinen. Der Nachteil liegt allerdings darin, dass sich Cola nur für kleinere Flächen sowie Fugen zur Moosentfernung eignet. Auf größeren Steinflächen würde sie nur für eine Verklebung sorgen, die zwar das Moos beseitigt, jedoch die Steinflächen nahezu unbegehbar macht. Darüber hinaus lockt die süße Brause Ameisen und andere Insekten an.

Moos entfernen mit Waschsoda

Waschsoda ist Natriumkarbonat, welches optimal zur Moosentfernung eingesetzt werden kann. Hierfür wird das Soda in heißem Wasser gelöst und auf die betroffenen Stellen an den Steinflächen aufgesprüht. Einwirken lassen, danach mit einer Fugenbürste oder einem Schrubber abbürsten.

Sollte sich bereits eine dicke Moosschicht auf den Steinplatten gebildet haben, sollte diese zunächst mit einem Schaber entfernt werden, bevor die Sodamischung aufgesprüht wird.

Hausmittel: Essig

Auch Essig sorgt dafür, dass das unerwünschte Moos vernichtet wird. Hierfür wird einfach Essig (pur oder als Gemisch) auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Nach zwei Tagen ist das Moos verbrannt und kann leicht mit einem Schaber oder einer Bürste entfernt werden.

Hochdruckreiniger gegen Moosbefall

Auch wenn ein Hochdruckreiniger nicht unbedingt als ein Hausmittel anzusehen ist: umweltfreundlich ist sein Einsatz auf jeden Fall. Sein Wasserstrahl spritzt das Moos einfach weg. Der Nachteil liegt allerdings darin, dass durch den starken Strahl die Fugen gleich mit weggespült werden und somit wieder aufgefüllt werden müssen.

Gasbrenner gegen Moosbefall

Auch ein Gasbrenner hilft, Moos zu vernichten. Leider fühlt sich durch die dabei entstandene Hitze das Moos besonders wohl und gedeiht nach dieser Behandlung besser als jemals zuvor, so dass eine erneute Behandlung unabdingbar ist.

Gartenbista-Tipp: Es muss nicht immer Chemie sein. Es gibt durchaus andere Möglichkeiten, gegen hartnäckiges Moos auf Terrassen und anderen Steinflächen vorzugehen. Probieren Sie es aus!

Graphik: © hubb67 – Fotolia.com


4 Kommentare

  1. Warum Moos abtöten? Verschiedenste Moose haben wunderbare Grünvarianten die den Garten enorm bereichern… Vielerorts wird angeraten auf tote Betonflächen Joghurt aufzutragen um die Fläche zu be“grünen“! Wenn ich kein Moos haben will, muss ich die Licht- und Feuchtigketsbedingungen verändern… Alles in der Natur hat seinen bevorzugten Standort … Wenn ich partout an schattigen, feuchten Flächen Trockenheit und Sonne liebende Pflanzen setzen will, dann bin ich als Gärtner ungeeignet …jedes Lebewesen (ich betrachte auch Pflanzen als solche) ist optimal für einen bestimmten Standort geschaffen.Wenn ich die optimalen Bedingungen schaffe, wird es mir tausendfach gedankt: mit üppigem Wuchs, wunderbaren Blüten und Düften!

    1. Liebe Renate, dein Kommentar trifft nicht den Kern der Ausgangssituation. Es geht hier darum, wie man Moos auf versiegelten Flächen umweltverträglich verhindern beziehungsweise entfernen kann .

  2. Hallo, ich bin auch ein Freund der Natur und ich habe noch nie Unkrautvernichter / Pestizid oder sonst was eingesetzt. Aber es gibt 2 Fälle da muß man reagieren:

    1. Wenn durch das Moss / Algen die Gehwegplatten rutschig werden dann ist Gefahr im Verzug, z.B. im Eingangsbereich der auch von Gästen und der Post benutzt wird. Hier geht Sicherheit klar vor. Das Problem habe ich bisher immer mit Essig und einem Schrupper gelöst.

    2. Wir haben ein Wärme-Verbund-System als Wärmedämmung. Die ist zudem Altweiß gestrichen. Wenn man nichts daran tut, ist die Wand nach ein paar Jahren komplett grün, da die Feuchtigkeit durch fehlende Wärmeverluste des Hauses nicht mehr abtrocknet. Insbesondere an der Nordwand. Auch hier muß man handeln und alle paar Jahre die Wände mit einem ökologisch verträglichen Mittel reinigen. Nach meiner Auffassung ist das aber eher ein konstruktives Problem das eigentlich die Architekten / Bauingenieure anders lösen müssen. Aber davon habe ich leider nichts mehr.

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