Gründüngung: Pflanzen zur Bogendüngung

Häufig wird man als Gartenbesitzer mit dem Begriff „Gründüngung“ konfrontiert. Klingt interessant, klingt nach Natur – aber was verbirgt sich eigentlich dahinter?

Gründungspflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Das Prinzip der Gründüngung

Bei der Gründüngung geht es darum, bestehende Beete mithilfe von schnellwachsenden Pflanzen zu optimieren. „Optimieren“ heißt in diesem Falle

  • Boden bis in die Tiefe lockern
  • Anreichern des Bodens mit Nährstoffen und Humus
  • Bekämpfen von Bodenkrankheiten und Schädlingen.

Alles Vorgänge, die dazu dienen, die Qualität des Bodens zu verbessern – und zwar auf ganz natürliche Weise.

Doch manche Sorten können noch mehr: sie fixieren Stickstoff aus der Luft und bereichern so den Boden. Andere wiederum dienen der Wasserspeicherung. In Hanglagen wirken sie der Erosion entgegen.

Gründüngung – Anleitung

Auf abgeernteten und unkrautfreien Beeten die gewünschten Pflanzen großzügig und breitwürfig aussäen. Je nach Sorte keimen sie nach 1-2 Wochen und blühen nach 1-3 Monaten. Nun bieten sich verschiedene Möglichkeiten, wie mit der Pflanze weiter zu verfahren ist:

  1. Man entfernt sie (dies ist besonders bei jenen Pflanzen empfehlenswert, die wegen ihrem Wurzelwerk überwiegend zur Bodenauflockerung genutzt werden). Danach können sie zerkleinert und auf den Kompost gelegt werden.
  2. Man mäht sie ab und arbeitet sie oberflächlich in die Beete ein.
  3. Man mäht sie ab, legt sie auf die Beete und lässt sie dort antrocknen, bevor sie eingegraben werden.
  4. Sollen die Pflanzen als Mulch verrotten, dauert dieser Prozess in der Regel 5-10 Wochen, bei winterharten Sorten auch länger.

Der richtige Zeitpunkt ist von großer Bedeutung

Der optimale Zeitpunkt für eine Gründüngung ist das Frühjahr; allerdings kann eine diese Methode von März bis Oktober betrieben werden.

Welche Pflanzen sind geeignet? Welche nicht?

Die für die Gründüngung geeigneten Pflanzen werden in zwei Gruppen unterteilt: die winterharten und die nicht frostresistenten. Zu ersteren zählen beispielsweise

  • Inkarnatklee
  • Winterraps
  • Winterroggen.

Nicht winterhart hingegen sind:

  • Gelbsenf
  • Hafer
  • Lupine
  • Ölrettich
  • Persischer Klee

Dennoch können diese Pflanzen durchaus den Winter überstehen bleiben. Im Frühjahr dann mähen und in den Boden einarbeiten – allerdings kann es passieren, dass die Pflanzen bereits verfault sind (was in diesem Fall aber keine Rolle spielt).

Generell ist die Gründüngung eine sehr empfehlenswerte Methode, die Qualität des Bodens zu verbessern, und sollte eigentlich von jedem Gartenbesitzer in seinem Nutzgarten praktiziert werden. Auch bei Neuanlagen von Gärten sollte diese Methode keinesfalls vernachlässigt werden – schneller und einfacher ist es nicht möglich, die Bodenqualität massiv zu verbessern…

Graphik: © Johanna Mühlbauer-Fotolia.com


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