Gartenbegriffe – kleines Gartenlexikon

Gartenbegriffe - kleines Gartenlexikon
Gartenbegriffe – kleines Gartenlexikon

Bei der Suche nach Tipps und Tricks zur Gartenpflege und –gestaltung wird man häufig als Gartenbesitzer mit Begriffen konfrontiert, die einem nicht so recht geläufig sind.

Gartenbista bietet Ihnen deshalb eine Übersicht der populärsten dieser Begriffe von A – Z, wobei dies als eine Art „lebendiges Lexikon“ zu verstehen ist, das heißt, dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gartenbista-Wiki sozusagen…Schauen Sie einfach immer vorbei, wenn Ihnen etwas unklar ist!

 

Ableger

  • Ein Pflanzenteil, welches von einer bestehenden Pflanze entfernt und zur Anzucht einer neuen Pflanze genutzt wird. Ein Ablege kann – je nach Sorte der Pflanze – in einem Wassergefäß bewurzelt als auch als Steckling direkt in die Erde gesteckt werden.

Absenken

  • Bezeichnung für die Vermehrungsmethode von Pflanzen, bei der Teile (beispielsweise Ranken) der Mutterpflanze in die Erde gesteckt werden, ohne sie vorher abzuschneiden.

Anhäufen

  • Mehr Erde um eine Pflanze herum deponieren als notwendig ist. Das Anhäufen ist in den Fällen ratsam, in denen die Pflanze vor Witterungseinflüssen geschützt werden soll.

Anzuchttöpfe

  • Kleine Gefäße, meistens im Fachhandel erhältlich, die zur Aussaat und Anzucht von Pflanzen verwendet werden.

Ausdünnen

  • …auch als „Pikieren“ bekannt. Unter „Ausdünnen“ versteht man das Entfernen von Keimlingen, damit die restlichen genügend Platz für ihre Entwicklung haben.

Ausgeizen

  • Entfernen von jungen Trieben bei einer Pflanze, um sie an einem unkontrollierten Wuchern zu hindern. Insbesondere bei Gemüsepflanzen wie Tomaten, Weinreben und Gurken ist dieses Procedere sinnvoll, damit die Pflanzen ihre Kraft in die Bildung von Früchten und nicht von Trieben und Blättern stecken.

Ausläufer

  • Ableger, der parallel zum Boden wächst. Diese Ableger können von der Ursprungspflanze abgetrennt und an einer anderen Stelle wieder eingepflanzt werden.

Beschneiden

  • Spricht man bei Pflanzen vom „Beschneiden“, so ist damit das sorgfältig durchdachte Entfernen von Pflanzenteilen gemeint.

Blattknoten

  • Ein „Blattknoten“ bezeichnet die Stelle, an der ein Blatt oder eine Blattknospe aus dem Stiel einer Pflanze ausstritt.

Bluten

  • Ungewollter Saftverlust einer Pflanze beziehungsweise eines Baumes nach dem Schneiden.

Bodendecker

  • Sammelbegriff für Pflanzen, die mit dem Ziel gepflanzt werden, den Boden zu bedecken.

Breitwürfige Aussaat

  • Auswerfen von Samenkörnern direkt auf die Erde.

Einjährige Pflanzen

  • Pflanzen, die eine gesamte Vegetationsperiode in einem Jahr vollenden und nicht winterhart sind.

Direktsaat

  • Aussaat, die direkt an gewünschten Ort und Stelle erfolgt.

Erziehungsschnitt

  • Schnittmethode, um  junge Pflanzen (speziell Bäume) in eine ganz bestimmte Form zu bekommen.

Flechte

  • Pilz- oder Algenwuchs; insbesondere an alten Bäumen oder Steinen.

Freilandsaat

  • Aussaatmethode, bei der das Saatgut direkt im Freiland in die Erde gebracht wird und nicht in Gewächshäusern oder Ähnlichem vorgezogen wird.

Fungizid

  • (Chemisches) Mittel zur Pilzbekämpfung.

Herbizid

  • (Chemisches) Mittel zur Unkrautvernichtung.

Honigtau

  • Klebrige, honigartige Absonderungen von saugenden Insekten; kann zu Pilzbefall führen.

Immerblühende Pflanzen

  • Blühpflanzen, die fast ganzjährig blühen.

Immergrüne Pflanzen

  • Sammelbegriff für Pflanzen, die ganzjährig ihre grünen Blätter behalten.

Insektizid

  • (Chemisches) Mittel zur Bekämpfung von schädlichen Insekten.

Kappen

  • Bezeichnung einer Schnitttechnik, bei der Zweige sehr tief in den Stamm zurückgeschnitten werden mit der Option, dass sich dort neue Triebe bilden können.

Keimlinge

  • Pflanzen kurz nach deren Keimung aus Samen; deswegen auch als „Sämlinge“ bezeichnet.

Knolle

  • Pflanzenstiel, der stark einer Zwiebel ähnelt und unter der Erde wächst.

Kompost

  • Organisches Material aus verrotteten pflanzlichen und tierischen Stoffen, welches in die Gartenerde eingearbeitet wird und ihrer Verbesserung dient.

Konifere

  • Sträucher und Nadelbäume, die ihre Samen in Zapfen bilden.

Kopfdüngung

  • Verteilen von Kompost oder Düngemitteln um eine Pflanze herum (oder auf eine Rasenfläche).

Molluskizid

  • (Chemisches) Mittel zur Vernichtung von Schnecken.

Mulchen

  • Art der Kopfdüngung zur Verbesserung der Bodenstruktur.

Pflanzenschutzmittel

  • Mittel zum Schutz der Pflanze gegen Krankheiten oder Schädlinge.

Pikieren

  • Entfernen von Keimlingen, um den restlichen genügend Platz für ihre Entwicklung zu geben. Auch das Verpflanzen von Setzlingen aus ihren Anzuchttöpfen in ein anderes Gefäß beziehungsweisen ins Freiland wird als „Pikieren“ bezeichnet.

Rhizom

  • Gemeinhin als „Wurzelstock“ bezeichnet. Ein Rhizom ist aber eigentlich ein Pflanzensprossachsensystem, welches unterirdisch oder dicht über dem Boden wächst.

Rückschnitt

  • Schnittmethode, bei der Bäume und Sträucher radikal fast bis auf den Boden zurückgeschnitten werden, damit von unten her neue Triebe entstehen.
  • Sämling
  • Junge Pflanze, die erst einen Stiel besitzt (wird häufig auch als „Keimling“ bezeichnet, obwohl sich dieser noch in einem Entwicklungsstadium zuvor befindet).

Seitentrieb

  • Trieb, welcher von dem Haupttrieb einer Pflanze abweicht.

Selbstbefruchter

  • Bezeichnung für Pflanzen, die keinen „Partner“ für die Befruchtung benötigen, sondern Samen durch Befruchtung mit ihren eigenen Pollen erzeugen können.

Starkzehrer

  • Pflanze, die einen hohen Nährstoffbedarf besitzt.

Steckling

  • Ableger einer Pflanze, der zu deren Vermehrung einfach in die Erde gesteckt wird, ohne vorher bewurzelt werden zu müssen.

Stützen

  • Abstützen von Pflanzen mit Stöcken oder Ähnlichem, um ihnen beim geraden Wuchs zu helfen.

Stutzen

  • Entfernen von Triebspitzen zur Kontrolle der Blütenbildung.

Umpflanzen

  • Versetzen einer Pflanze von einer Stelle des Gartens an eine andere.

Umtopfen

  • Versetzen einer Pflanze von ihrem bisherigen Pflanzgefäß in ein anderes, meist größeres.

Vorziehen

  • Anzucht von Pflanzen in Töpfen, Kästen oder Schalen. Erst wenn die Keimlinge eine bestimmte Größe erreicht haben, werden sie ins Freiland gepflanzt.

Winterharte Pflanzen

  • Pflanzen, die frostresistent sind und dadurch den Winter überleben.

Wurzelballen

  • Verbindung aus Erde und Wurzeln, die bei Pflanzen zu finden sind, die in einem Pflanzbehälter gezüchtet worden sind.

Wurzelnackte Pflanzen

  • Pflanzen, die direkt in der Erde gezüchtet werden.

Zweijährige Pflanzen

  • Pflanzen, die zwei Jahre zur Vollendung ihres Lebenszyklus benötigen.

 

Graphik: © Stuart Miles-Fotolia.com


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