Gartenarbeit rückenschonend

Gartenarbeit ist nicht nur – spätestens in der Erntezeit – effektiv, sondern auch gesund. Die frische Lust, die der Hobbygärtner zwangsläufig bei seinen Tätigkeiten im Freien einatmet, sowie die Bewegung an sich sind ein wahrer Jungbrunnen für Körper und Seele. Deswegen nutzen viele Hobbygärtner jede Gelegenheit, um sich in ihren Beeten „auszutoben“. Es wird gejätet, umgegraben, geharkt und gehackt… und ehe man sich´s versieht, kneift und ziept es im Rücken, in der Lende oder in den Beinen. Denn, was viele Gartenliebhaber nicht wissen (oder nicht beachten): auch bei Gartenarbeiten kommt es auf die richtige Körperhaltung an. Damit das Vergnügen, welches die Pflege des Gartens mit sich bringt, nicht plötzlich in Qualen endet, sollten einige Tipps unbedingt beachtet werden.

So vermeiden Sie Verspannungen!

Kaum zu glauben, aber wahr: selbst bei hochsommerlichen Temperaturen (ja, die gibt es wirklich!) droht eine akute Gefahr von Hexenschuss! Verschwitzte Kleidung, sei es durch anstrengende Tätigkeiten oder durch die Witterung), im Zusammenspiel mit Zugluft führt ganz schnell dazu, dass sich der unbeschwerte Hobbygärtner Verspannungen zuzieht, die bis zu einem ausgewachsenen Hexenschuss ausarten können. Zugluft lässt sich meistens nicht vermeiden; deswegen ist es immens wichtig, immer auf trockene Kleidung zu achten.

Auf die richtige Körperhaltung bei der Gartenarbeit achten!

So seltsam es auch klingen mag: ähnlich wie beim Sport ist es auch vor körperlichen Tätigkeiten im Garten sinnvoll, sich aufzuwärmen. Ein paar kleine Dehn- und Streckübungen reichen meistens schon aus, um die Muskulatur auf die bevorstehende Arbeit vorzubereiten…

Die richtige Körperhaltung ist das A und O bei der Gartenarbeit; soweit möglich, sollten sämtliche Tätigkeiten mit einem geraden Rücken durchgeführt werden. dies in Zusammenhang mit gebeugten Knien ist die gesündeste Position für den Rücken überhaupt. Warum das so ist? Ganz einfach: ein „runder“, sprich: gebeugter, Rücken kann zum einen dazu führen, dass Nerven eingeklemmt werden. Dies bringt zwangsläufig Schmerzen mit sich, die in manchen Fällen nur mit medizinischer Hilfe zu beseitigen sind. Zum anderen werden Gelenke und Wirbel extrem belastet.

Rückenschonende Gartenarbeit: was kann man tun?

  • Neben dem bereits erwähnten geraden Rücken ist ein breiter Stand mit leicht gebeugten Knien. Eine derartige Haltung lässt die Beinmuskulatur arbeiten und schont somit den Rücken.
  • Für Arbeiten in Bodennähe (wie beispielsweise jäten oder pflanzen) bietet es sich an, auf Knien zu arbeiten oder auf einem kleinen Hocker zu sitzen (breitbeinig, den Rücken gerade nach vorne beugen). Um die Knie zu schonen, ein kleines Polster unterlegen oder Knieschoner tragen.
  • Beim Heben von (schweren) Gegenständen die Kraft der Oberschenkel nutzen! Das zu hebende Gewicht ganz nahe an den Körper drücken und aus gebeugten Knien heraus mit beiden Armen anheben. Der Transport erfolgt ebenfalls dicht am Körper.
  • Das Absetzen von (schweren) Gegenständen erfolgt wiederum durch das Beugen der Knie; dabei wird der Gegenstand langsam zu Boden gesenkt.

Tipp: Während der Gartenarbeit des Öfteren sich aufrichten und strecken – entspannt die Muskeln!

Kreislauf nicht überfordern!

Doch nicht nur muskuläre Probleme können das körperliche Wohl des fleißigen Hobbygärtners beeinträchtigen, sondern auch Störungen des Kreislaufs. Insbesondere, wenn der Gartenliebhaber längere Zeit in gebückter Position mit gesenktem Kopf verbracht hat und/oder ihm die Sonne auf den Hinterkopf geschienen hat, kann es zu einem Abfall des Blutdrucks bis hin zur Ohnmacht kommen. Kein schöner Gedanke… Deswegen:

  • Nach Möglichkeit nicht in praller Sonne arbeiten
  • Wenn derartige Arbeiten unvermeidlich sind: häufige Pausen einlegen; Schatten aufsuchen
  • Ausreichend trinken
  • Bei Neigung zu Kreislaufproblemen ein feuchtes Tuch in den Nacken legen
  • Körperlich anstrengende Tätigkeiten im Hochsommer (und/oder bei entsprechenden Temperaturen) in die Morgen- beziehungsweise Abendstunden verlegen

 

Graphik: © Andreas Berheide-Fotolia.com


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