Der Garten im Juli: Was es zu wissen gibt

Der Garten im Juli
Der Garten im Juli

Bauernregel im: Legst du im Juli nochmals Bohnen, wird sich im Herbst die Ernte lohnen. 🙂 Der Garten im Juli. Im Sommer braucht der Garten viel Wasser und Pflege. Die Sonne setzt den Pflanzen arg zu. Zwar zeigt der Garten in den Sommermonaten seine volle Pracht, doch wer sich jetzt Müßiggang bei der Gartenarbeit verordnet, bei dem kann es mit dem Gärtnerstolz auch schnell vorbei sein.

Der Garten im Juli: Pflegen und Wässern

Die sengende Sonne verbrennt den Rasen, lässt die Blätter an den Stauden vertrocknen, und Insekten fressen sich in allen Beeten satt. Daher heißt es im Monat Juli vor allem: pflegen und wässern.

Soweit es nicht ausreichend regnet, muss regelmäßig gegossen werden. Besonders kleinere Pflanztöpfe brauchen mehrmals am Tag Wasser. Blühende und auch fruchttragende Pflanzen können jetzt eine kräftige Nährstoff-Gabe vertragen. Vor allem die Blumenerde im Gefäß kann nach einiger Zeit keine Nährstoffe mehr an die Pflanzen abgeben. Auch verblühte Sommerblumen müssen jetzt regelmäßig abgeschnitten werden, weil die Samenbildung nach der Blüte die Pflanzen erheblich schwächt. Bei vielen Blumen ist das Abheben der erloschenen Blüte vorteilhafter für die weitere Blüte als ein Schnitt. 

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Probleme mit Schädlingen

Ein großes Problem im Juli sind auch die vielen Schädlinge. Während es bei Blattläusen oft ausreicht, sie einfach nur von den Trieben abzuwischen oder mit dem Gartenschlauch abzuspritzen, sind andere Blattvernichter durch umweltverträgliche Spritzmittel moderat zu bekämpfen. Am besten bewerkstelligt man das Ganze am Abend, nachdem die Bienen ihr Sammeln eingestellt haben.

Im Gemüsebeet ist Hochzeit für die regelmäßige Ernte. Hier gilt es, konsequent alles ab zu sammeln, sonst haben sich die Mühen des Frühjahrs nicht gelohnt. Dabei kann man auch gleich schon wieder etwas Platz schaffen. Zwar lohnen sich bei den Juli-Temperaturen keine Neuanpflanzungen, der Stress für junge Pflänzchen wäre viel zu groß.

Aussaat im Freien, Rasen-Pflege & ein Brennesselsud

Dennoch kann man etwas tun: Zur Aussaat direkt ins Freie, um im Herbst noch eine Ernte einzufahren, eignen sich jetzt

  • Spinat,
  • Rote Rüben,
  • Chinakohl,
  • Buschbohnen und
  • Knollenfenchel.

Wer jetzt auch schon Kopfsalat und Petersilie aussät, der hat im kommenden Frühjahr sehr robuste Pflanzen und eine zeitige Ernte. 

Auch der Rasen ist bei der Beanspruchung durchaus dankbar für eine ordentliche Dünger-Gabe. Der Langzeitdünger des Frühjahres ist inzwischen aufgebraucht und entfaltet keinerlei Wirkung mehr. Der Rasen wirkt trocken und grau. Wichtig ist allerdings dabei, dass eine Düngung immer nur erfolgen soll, wenn es danach auch ordentlich regnet. Weil das mit Bestimmtheit aber niemand vorauszusagen vermag, ist die Bewässerung mit Schlauch und Sprenger eine empfehlenswerte Alternative.

Gartenbista-Tipp: Brennnesselsud hilft gegen Blattläuse. Dazu 1 kg Brennnesseln auf 5 bis 10 Liter Wasser, 1 bis 3 Tage stehen lassen und unverdünnt spritzen! Ein Hausmittel ist, eine Seifenlösung herzustellen und damit zu spritzen: 100 g Kernseife auf 2 Liter Wasser plus 150 ml Spiritus.

Textquelle: Ute Kaste

Symbolgrafiken: © Romolo Tavani – Fotolia.com


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