Doppelcarport bauen: Baugenehmigung erforderlich?

carportWohl dem Hausbesitzer, der eine Garage sein Eigen nennen kann! Die Fahrzeuge sind nicht nur sicher vor Vandalismus und Diebstahl, sondern auch vor Witterungseinflüssen geschützt. Doch nicht jeder hat das Privileg, einen solchen Einstellplatz zu besitzen. Eine sehr gute Alternative hierzu bilden die Carports, welche zwar nicht unbedingt Diebe abschrecken, ansonsten aber einen guten Schutz für die Autos bilden. Da viele Haushalte nicht nur ein Auto, sondern gleich mehrere besitzen, bietet es sich an, gleich ein größeres Carport zu bauen: ein Doppelcarport.

Was ist ein Doppelcarport?

Bei einem Doppelcarport handelt es sich um einen Unterstellplatz aus Holz (viel seltener aus Metall oder Kunststoff), in dem im Gegensatz zu einem Einzelcarport gleich zwei Fahrzeuge Platz finden. Häufig wird solch ein Carport durch eine zusätzliche Abstellfläche für Gartengeräte, Werkzeuge etc. und/oder einen Abstellraum ergänzt.

Doppelcarports gibt es sowohl mit als auch ohne Mittelpfeiler; für welche Variante man sich individuell entscheidet, bleibt jedem Hausbesitzer selbst überlassen. Wichtig ist generell die Größe: ein Doppelcarport sollte mindestens 6,55 m breit und 5,95 m lang sein – ohne Abstellraum. Sollte ein solcher noch integriert werden, sollte die Konstruktion mindestens 7,45 m lang sein. Die Höhe kann differenzieren zwischen 2,15 und 2,70, je nach Höhe des untergestellten Fahrzeugs. Grundsätzlich gilt: je höher ein Auto ist, desto höher sollte auch das Carport sein.

Doppelcarport selber bauen

Im Internet sowie im Fachhandel finden sich jede Menge Bauanleitungen für Doppelcarports. Wer sich ein solches Projekt zutraut, kann mit wenig Aufwand solch einen unterstellplatz selbst bauen. Auch sind Fertigbausätze käuflich zu erwerben, welche nur noch Schritt für Schritt zusammengesetzt werden müssen.

Wichtig beim Carport selbst Bauen ist es, dass die Wände der Konstruktion nicht zu dünn sind. Ist dies der Fall, so kann ein Carport schneller altern und verwittern. Auch ist es immens wichtig, auf eine richtige Entwässerung des Carports zu achten. Dies bedeutet, dass gewähröleistet sein muss, dass Regenwasser ungehindert vom Dach des Carports abfließen können. Je steiler ein solches Dach ausgerichtet ist, desto besser kann solch eine Entwässerung geschehen. Demzufolge ist ein Satteldach eher zu empfehlen als ein Flachdach. Am Rand des Dachs muss zudem eine Regenrinne angebracht werden.

Wem es jedoch zu mühsam ist, ein Doppelcarport selbst zu bauen, der kann – im Vergleich zu einer Garage relativ preisgünstig – ein fertiges Carport kaufen.

Braucht man eine Baugenehmigung für ein Doppelcarport?

Grundsätzlich ist es so, dass jede bauliche Veränderung einer Baugenehmigung bedarf. Dies bedeutet, dass auch für die Errichtung eines Carports/Doppelcarports eine solche Genehmigung erforderlich ist. Dies gesetzlich zu regeln ist allerdings Ländersache, und diese Länder sind sich bezüglich der Genehmigungspflicht uneins. Während einige Bundesländer eine Baugenehmigung vorschreiben, ist diese für andere vollkommen irrelevant. Und nicht nur das: selbst eine unterschiedliche Regelung von Stadt zu Stadt beziehungsweise Kommune zu Kommune ist möglich. so kann es passieren, dass manch ein kleines Carport ohne Baugenehmigung errichtet werden darf, während für ein Doppelcarport eine solche Erlaubnis erforderlich ist.

Sinnvoll ist es also, sich vor Baubeginn zu informieren, welche gesetzlichen Bestimmungen individuell herrschen. Ist ein Carport ohne eine erforderliche Baugenehmigung errichtet worden, kann es passieren, dass es wieder abgebaut werden muss…

Graphik: © Thomas Aumann – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.