Buchsbaumzünsler erkennen und bekämpfen: So retten Sie Ihre Buchsbäume vor dem schädlichen Falter!

Befall eines Buchsbaumes mit dem BuchsbaumzünslerBuchsbäume sind nicht nur deswegen so beliebt, weil sie so dekorativ sind, sondern auch aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit. Mit einem Minimum an Pflege und Aufmerksamkeit seitens des Gartenbesitzers können sie diesem jahre- beziehungsweise jahrzehntelang Freude bereiten. Doch es gibt einen Schädling, der diese Idylle stört, und zwar gewaltig: der Buchsbaumzünsler.

Was sind Buchsbaumzünsler? Welche Schäden richten sie an?

Beim Buchsbaumzünsler handelt es sich um den gefährlichsten Schädling für Buchsbäume überhaupt: der nachtaktive weiße Falter mit dem schwarzen Flügelrand nutzt die Buchsbäume als Futterstelle für seine „Kinder“, die bis zu 5 cm langen, grünen Raupen mit schwarzen Punkten. Diese sind – wie alle Raupen – ausgesprochen gefräßig und fressen die Rinde der Zweige bis in das Holz hinein ab. Die Pflanzenteile, die sich darunter befinden, sind somit nicht mehr geschützt und sterben ab.

Buchsbaumzünsler: Befall erkennen

Ob ein Buchsbaum befallen ist oder nicht, lässt sich meistens erst an den Gespinsten erkennen, die auf und in dem gesamten Bäumchen angelegt werden. In diesen Gespinsten werden zunächst die Eier abgelegt. Später dann leben dort – gut geschützt – die Raupen, bis sie sich verpuppen. Zwei bis drei Generationen Buchsbaumzünsler wachsen jährlich heran; die letzte überwintert als Raupe in den Gespinsten und beginnt im März mit ihrer Fraßtätigkeit.

Ist eine Pflanze befallen, so ist sie meistens gelblich und besitzt kaum noch Blätter. Während die Raupen in den Gespinsten leben, halten sich die Falter für gewöhnlich auf der Unterseite der Blätter auf. Dort legen die Weibchen innerhalb ihres maximal zweiwöchigen Lebens Hunderte von Eiern.

Buchsbaumzünsler bekämpfen

Den Befall an Buchsbäumen zu erkennen, gestaltet sich zunächst schwierig, da er an den unteren Ästen der Pflanzen beginnt und die entstandenen Schäden recht gering sind. Erst in späteren Stadien – wenn auch das Pflanzeninnere betroffen ist – macht sich die Anwesenheit des Schädlings bemerkbar. Spätestens, wenn die Außenblätter eines Buchsbaums erreicht sind, kann man als Gartenbesitzer die Anwesenheit des Buchsbaumzünslers bemerken. Oft ist dann jedoch bereits ein irreparabler Schaden entstanden.

Wichtig bei der Buchsbaumzünsler Bekämpfung ist eine regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume. Nur so kann der Schädling bereits im Anfangsstadium seiner Invasion erkannt und beseitigt werden. Sind Raupen, Gespinste und/oder Larven zu erkennen, sollte ein spezielles Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Es ist leider nicht besonders sinnvoll, vorhandene Raupen einzusammeln und zu entsorgen: zwar hat man sich dieser Generation halbwegs entledigt, jedoch ist in absehbarer Zeit mit einem erneuten Befall zu rechnen.

Tipp: Nach dem Pflanzen von Buchsbäumen Gelbtafeln in diese hängen. Wenn sich in diesen keine Buchsbaumzünsler verfangen, so kann davon ausgegangen werden, dass sich auf dem Grundstück keine derartigen Schädlinge aufhalten. Kleben jedoch derartige Falter fest, sollten die Kontrollmaßnahmen per sofort eingeleitet werden.

Graphik: © Jürgen Fälchle – Fotolia.com


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