Garten: So die Bodenbeschaffenheit prüfen

SchlammAls Gartenbesitzer stößt man immer wieder auf verschiedene Aussagen bezüglich des Bodens: mal soll er nicht zu schwer sein, mal locker, mal nährstoffreich. Einleuchtend zwar, dass jede Pflanze andere Ansprüche hat, doch wie kann man selbst feststellen, um was für eine Art Boden es sich bei seiner Gartenerde handelt?

Bodenbeschaffenheit im Garten prüfen mit der Anleitung von Gartenbista:

Schlämmprobe – so geht´s!

Eine Schlämmprobe erfolgt dahingehend, indem ein Esslöffel Gartenerde in einem Glas Wasser aufgelöst wird. Die einzelnen Bodenbestandteile teilen sich auf, so dass die Zusammensetzung des Bodens angezeigt wird:

  • Humusteile schwimmen oben
  • Lehmteile bilden eine trübe Brühe und scheinen im Wasser zu schweben
  • Sandteile sinken nach einer Weile auf den Boden des Glases

Anhand der so gewonnenen Erkenntnisse ist es für einen Gartenbesitzer einfacher, die für seinen Boden geeigneten Pflanzen anzubauen beziehungsweise anzupflanzen.

Darüber hinaus ist es in manchen Fällen notwendig, den pH-Wert des Bodens zu bestimmen. Wie es geht, erfahren Sie hier.

Handprobe – so geht´s!

Auch besteht die Möglichkeit, die Bodenbeschaffenheit mit Hilfe einer sogenannten Handprobe festzustellen. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass die meisten Böden Mischungen aus verschiedenen Erdarten sind, so dass eine derartige Probe nicht unbedingt eine 100%-ige Gewissheit über die tatsächliche Bodenbeschaffenheit ergibt.

Eine Handprobe erfolgt, indem eine Handvoll trockene Erde „befühlt“ wird:

  • Humoser Boden fasst sich weich an.
  • Sandboden rieselt durch die Finger hindurch.
  • Lehmboden lässt sich kneten.

Guten / schlechten Boden verändern?

Eine grundlegende Veränderung eines Bodens ist kaum möglich, aber natürlich besteht immer die Chance einer Bodenverbesserung. Diese kann in Form einer Humusgabe erfolgen. In einigen Fällen ist es bereits ausreichend, den Boden gründlich aufzulockern und/oder zu wässern.

Ganz besonders pfiffige Gärtner hingegen zäumen das Pferd sozusagen von hinten an: sie versuchen nicht, ihren Boden irgendwelchen Pflanzen anzugleichen, sondern pflanzen jene Pflanzen, welche für ihren individuellen Boden geeignet sind…

Graphik: ©  pholidito – Fotolia.com


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