Blumenwiese anlegen: So geht´s!

Blumenwiese anlegen
Blumenwiese anlegen

Manch ein Hobbygärtner hält nichts davon, Pflanzen in geordneter Form in seine Beete zu setzen. Viel lieber möchte er, dass Blumen wild und frei wachsen können. In derartigen Fällen ist das Blumenwiese anlegen sinnvoll: diese wildromantische Form der Gartenverschönerung ist ein echter Blickfang für jedes Grundstück und zudem noch einfach zu pflegen.

Was ist bei der Auswahl des Standorts zu beachten?

Wichtig ist, dass das Plätzchen für die Blumenwiese eine Größe von mindestens 12 m² hat. Kleinere Flächen können zwar auch ganz nett aussehen, wenn sie derart gestaltet werden, meistens ist es jedoch so,  dass sie eher einen unordentlichen Eindruck machen, als dass sie an eine geplante Blumenwiese erinnern.

Ob der Standort sonnig oder im Schatten gelegen ist, ist unerheblich: je nach Lage werden die Pflanzen dem Standort angepasst.

Der Boden sollte recht mager sein; in nährstoffreicher Erde kann eine Blumenwiese nicht gut gedeihen. Deswegen sollte keinesfalls Kompost oder Dünger der Erde beigemischt werden. Im Gegenteil: ist der Boden nicht mager und trocken genug, sollte ihm Sand beigemischt werden. auch dar die Erde nicht zu stickstoffreich sein, da dies nur die Bildung von Unkraut fördern würde.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Blumenwiese anlegen?

Blumenwiesen sollten im April/Mai angelegt werden. Die meisten einjährigen Samen keimen sowieso erst im April, wenn es wärmer ist, so dass ein früheres Anlegen keinen Sinn machen würde.

Welche Blumen eignen sich für eine Blumenwiese?

Grundsätzlich sind alle Blumen, die fröhlich blühen und keiner besonderen Pflege bedürfen, für eine Blumenwiese geeignet, besonders die Wildblumen. Für welche Sorten man sich individuell entscheidet, ist zum einen vom Standort, zum anderen vom Geschmack des Hobbygärtners abhängig. Auch gibt es im Fachhandel bereits fertige Saatmischungen, welche dem Gartenbesitzer die Qual der Wahl erleichtern.

Blumenwiese anlegen – Anleitung

  1. Nachdem das passende Gartenstück ausgewählt worden ist, wird es umgegraben. Danach wird die Erde mit einer Harke geebnet, wobei darauf zu achten ist, dass sie schön locker und feinkrümelig ist. Wenn dies der Fall ist, kann mit der Aussaat begonnen werden.
  2. Die Aussaat selbst erfolgt per Hand: 5-10 g Saatgut pro Quadratmeter werden auf die Erde gestreut. Danach muss das Gartenstück gewalzt werden. Dies ist nicht nur deswegen wichtig, damit die Samen Kontakt zum Boden bekommen, sondern auch deshalb, damit sie nicht wegfliegen können.
  3. Schließlich wird der Boden gewässert. Bis das Saatgut keimt, ist es notwendig, die Fläche regelmäßig zu bewässern.

Pflege Tipps

Leider ist es meistens so, dass sich auf der Gartenfläche Unkraut bilden wird. Dieses kann – bei kleineren Flächen – vorsichtig herausgezogen werden. Alternativ kann gewartet werden, bis das Saatgut gewachsen ist und das Unkraut eine Höhe von etwa 20 cm erreicht hat. Dann kann ein Schnitt der gesamten Blumenwiese erfolgen; negativen Einfluss auf die dort angesiedelten Blumen hat dies nicht. Das Mähen kann wie bei einem Rasen erfolgen; die Wildblumen sind widerstandsfähig genug, dies zu überstehen.

In der Regel blühen die Blumen erstmalig im Jahr nach der Aussaat. Auch, wenn es dem Hobbygärtner das Herz bricht: im Frühsommer muss die Blumenwiese geschnitten werden. Dies fördert zum einen die Blühfreudigkeit, zum anderen bekommen so niedrigere Pflanzen das notwendige Licht. Das anfallende Schnittgut muss entfernt werden.

Ende August bis Ende September sollte dann der zweite Schnitt erfolgen. Das hierbei anfallende Schnittgut sollte auf dem Beet liegengelassen werden: das sich daran befindliche Saatgut fällt nach und nach ab, so dass die Blumenwiese im Folgejahr noch üppiger ausfallen wird.

Gartenbista-Tipp: Eine Nachsaat ist in der Regel nicht notwendig: die Blumen bilden selbst genug Samen, dass eine einmal angelegte Blumenwiese über viele Jahre hinweg ihrem Besitzer große Freude machen wird. Im Übrigen nicht nur ihm, sondern auch Bienen und anderen Insekten…

Graphik: © Jürgen Fälchle – Fotolia.com


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