Zecken: Krankheiten & Schutz

Wie Zecken Krankheiten übertragen.
Wie Zecken Krankheiten übertragen.

Zecken: Krankheiten & Schutz. Die Zecken gehören in jedem Sommer zur Drohkulisse. Ihre Bisse sind gefürchtet. Der Umgang mit der Gefahr ist nicht selten auch hysterisch, denn die Gefahr der Übertragung einer schwer kalkulierbaren  Infektionskrankheit wird sofort mit jedem Biss vermutet. Doch statistisch betrachtet besteht die Gefahr einer FSME-Infektion „nur“ bei einem von 10.000 Stichen, die Gefahr einer Borreliose hingegen bei einem von 100 Stichen. Dies aber auch nur, wenn die Zecke ein bis zwei Tage Zeit zum Saugen hatte.

Wie Zecken Krankheiten übertragen

Gegen eine FSME-Erkrankung kann heute schon erfolgreich vorsorgend geimpft werden. Für die  Behandlung der Infektion selbst stehen allerdings keine hilfreichen Medikamente zur Verfügung. Dagegen fehlt bis heute eine vorbeugende Impfung gegen Borreliose, die aber dafür gut mit Antibiotika behandelbar ist.

Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland jährlich rund 50.000 bis 100.000 Personen an dieser letztgenannten bakteriellen Infektion durch einen Zeckenbiss. Natürlich beruhigen solche Zahlen nicht und haben die Zecke deshalb auch zum gefährlichsten Tier unserer Breiten werden lassen.

Die Gefahr lauert vornehmlich auf hohen

  • Naturwiesen,
  • Lichtungen
  • oder im Unterholz.

Die Zecke wartet auf einen Wirt und hält sich mit ihren Widerhaken sofort an jedem vermeintlichen Opfer fest. Unbedeckte Arme und Beine sind hierbei am anfälligsten.

Bevor dem Wirt saugend Blut entzogen wird, sondert sondert die Zecke aber ein Betäubungsmittel ab. Dadurch wird das betroffene Hautareal schmerzunempfindlich und der Biss selbst von den wenigsten auch wahrgenommen. 

So kann man Zeckenbisse vermeiden

Um den Infektionen auch sonst vorzubeugen, wird immer wieder auf die Kleidung und das Schuhwerk hingewiesen. Diese sollten Arme, Beine und Füße gut abdecken und weitgehend undurchlässig sein. Zusätzlich wird in letzter Zeit der Einsatz von Schwarzkümmel-Öl empfohlen.

Der Geruch des darin enthaltenen pflanzlichen Wirkstoffs Thymoquinon, ein ätherisches Öl, scheint den Zecken offenbar arg zuzusetzen. So vermeiden sie es wohl nachweislich, die Verwender von Schwarzkümmel-Öl als Wirt auszuwählen. Ob nun eingenommen oder auf der Haut aufgetragen, beide Methoden sollen äußerst wirksame „Abwehrwaffen“ sein. 

Schwarzkümmel-Öl ist auch bei Tieren wirksam

Ein Paar Tropfen des Öls in Hundefutter, Trinkwasser oder auf das Fell geben.
Ein Paar Tropfen des Öls in Hundefutter, Trinkwasser oder auf das Fell geben.

Was beim Menschen funktioniert, ist hiernach wohl auch für Hunde und Pferde empfehlenswert. Natürlich muss hier etwas akribischer auf die Dosis geachtet werden. Doch die fehlenden Holzböcke nach diversen Spaziergängen oder Ausritten sollten einen Beleg für die Wirksamkeit liefern.

Bei einem Hund genügen wenige Tropfen des Öls in

  • das Futter
  • bzw. Trinkwasser.

Man kann natürlich auch vor dem Gassi-Gehen ein paar Tropfen auf das Fell geben. Letztere Methode empfiehlt sich ebenso bei Pferden. Allerdings in verdünnter Version aufgesprüht. Positiver Nebeneffekt ist, dass auch andere Plagegeister das weite suchen.

Gartenbista-Tipp: Vorsicht – Bei Katzen darf Schwarzkümmel-Öl keine Anwendung finden! Katzen fehlt ein Enzym, das die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe abbauen kann. Diese gehören aber zu den Hauptbestandteilen der ätherischen Öle im Schwarzkümmel-Öl.  Die fehlende Abbaumöglichkeit des Katzen-Organismus birgt die Gefahr von schweren Vergiftungen. Deshalb muss man auf Schwarzkümmel bei den Stuben-Tigern komplett verzichten.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Smileus, Chalabala – Fotolia.com


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