Kürbis Anbau, Pflanzen & Ernte

Halloween steht vor der Tür, und so manch ein Gartenbesitzer wünscht sich, er hätte eher an dieses Ereignis gedacht und Kürbisse angepflanzt. Zu spät – doch fürs kommende Jahr sollte er es nicht versäumen rechtzeitig mit dem Kürbisanbau zu beginnen.

Kürbisse gibt es in über 700 verschiedenen Sorten, wobei zwischen Zier- und Gemüsekürbissen unterschieden wird. Während erstere meistens wesentlich kleiner, dafür aber sehr schön anzusehen sind, können die Gemüsekürbisse ein Gewicht von 70 kg erreichen – doch so groß sollen sie meistens gar nicht werden.

Kürbis-Anbau beginnt mit der Aussaat

Da Kürbisse Frost nicht so sehr schätzen, sollten sie unbedingt in einem Topf im Hause vorgezogen werden. Hierfür bieten sich zwei Möglichkeiten: entweder es werden mehrere Kürbissamen gemeinsam in einen Topf gesteckt, maximal 1,5 cm tief. Sobald die Jungpflänzchen anfangen, zu wachsen, müssen sie allerdings umgepflanzt werden, und zwar einzeln. Diese Arbeit kann man sich ersparen, indem von Anfang an je nur ein Kürbissamen pro Topf gesteckt wird (und zwar mit der Spitze nach unten!). Die Erde immer schön feucht halten. Nach circa einer Woche bilden sich die ersten Triebe.

Wichtig ist auch, dass die Raumtemperatur nicht unter 20 °C liegen sollte – ansonsten dürfte es schwierig werden, den Kürbissamen einen Keim zu entlocken…

360°-Video von dem Kürbis (Curcubita)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie der Kürbis (Curcubita) aussieht.

360°-Video von dem Kürbis (Curcubita) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Mai

Was ist noch zu beachten?

Vor den Eisheiligen (Mitte Mai) sollten Kürbisse keinesfalls ins Freie gepflanzt werden, egal, ob es sich um selbstgezogene oder im Fachhandel gekaufte Pflanzen handelt. Ausnahmen sind die frostharten Sorten, welche bereits ab April ins Freiland gepflanzt werden können. Alle anderen sollten langsam an das Leben im Freien gewöhnt werden: tagsüber rausstellen, abends wieder ins Warme.

Um richtig gut gedeihen zu können, benötigen Kürbisse als sogenannte Starkzehrer einen nährstoffreichen Boden. Deswegen ist es sehr empfehlenswert, die Pflanzen alle vier Wochen zu düngen.

Kürbisse lieben einen sonnigen Standort. Bei der Wahl des passenden Beetes ist unbedingt zu beachten, dass Kürbisse sehr, sehr viel Platz benötigen; circa 1 – 1,5 m2 pro Pflanze. Optimal wäre beispielsweise, seine Kürbisse auf einem Komposthaufen anzupflanzen: zum einen wäre eine ausreichende Nährstoffversorgung garantiert, zum anderen können sich die Pflanzen dort in aller Ruhe ausbreiten.

Kürbisse pflanzen

Ist der richtige Standort zum Kurbisse anbauen gefunden, sollte ein Loch in der Größe des bisherigen Pflanzgefäßes gegraben werden. Dieses Loch gut wässern, dann das Kürbispflänzchen einsetzen. In der Folgezeit immer darauf achten, dass die Pflanzen schön feucht gehalten werden – aber bitte nicht nass, denn ansonsten faulen die Früchte. Damit dies keinesfalls geschieht, sollten bereits unter die jungen Früchte Steine gelegt werden.

Kürbispflanzen schneiden

Im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsepflanzen, ist es beim Kürbis nicht gewünscht, mehr als zwei Früchte zu erhalten. Um eine vermehrte Anzahl zu vermeiden, sollten ab Juni konsequent alle Nebentriebe abgeschnitten werden.

Kürbis ernten: gewusst wie!

Nun scheint es so, dass Kürbisse ins Unendliche wachsen können, wenn man ihnen keinen Einhalt gebietet, sprich: sie erntet. Zwischen Ende August und Mitte November sollte diese Ernte geschehen. Aber woher weiß man als Gartenbesitzer, wann der Kürbis reif ist? Zum einen erkennt man dies an der leuchtenden orangenen Farbe des Kürbisses und seinem holzigen Stiel. Wer sich dennoch unsicher ist, sollte ein Ohr an die Frucht legen und ganz zart drauf klopfen. Ertönt ein hohler Klang („Plop“), ist der Kürbis reif!

Nach der Ernte den Kürbis waschen und trocken lagern (bei circa 12°C).

Krankheiten und Schädlinge sind eher selten

Generell sind Kürbisse sehr robuste und widerstandsfähige Pflanzen. Dennoch kann es gelegentlich passieren, dass sie von Viren befallen werden. Eine derartige Erkrankung äußert sich in der Regel darin, dass die Blätter Flecken bekommen, verkümmern und absterben.

Auch vor Mehltaubefall sind Kürbisse sind gefeit.

Blattläuse und Schnecken sind sehr angetan von Kürbispflanzen, insbesondere von den jungen Trieben. Doch der von ihnen verursachte Schaden ist nicht so dramatisch wie jener, welcher durch Mäuse entsteht. Feldmäuse fressen die Früchte und höhlen den Kürbis quasi von unten her aus. Wenn der Gartenbesitzer dies bemerkt, ist es meistens für eine Rettung schon zu spät. Wühlmäuse hingegen fressen die Wurzeln der Kürbispflanzen, so dass diese nicht wachsen können.

 

Doch nicht nur zu Dekorationszwecken, sondern auch für interessante und abwechslungsreiche Mahlzeiten werden Kürbisse gerne verwendet. Tolle Rezepte finden Sie beispielsweise hier.

 

Graphik: © ecco-Fotolia.com


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