Gartengeräte im Winter: so überwintern Sie Ihr Equipment

Beginnt das Gartenjahr, müssen die Gartengeräte nicht nur parat, sondern auch einsatzbereit sein. Das bedeutet im Klartext: sauber und voll funktionsfähig. Oft genug ist es aber leider so, dass der Hobbygärtner seine Gerätschaften ganz und gar nicht in dem von ihm gewünschten Zustand vorfindet. Der Grund hierfür ist schnell gefunden: beim Procedere des „Garten winterfest machen“ im Vorjahr hat er schlicht und ergreifend vergessen, sich auch um dieses Tagesordnungspunkt zu kümmern. Damit es Ihnen nicht ebenso ergeht und sie im Frühjahr ganz entspannt in die neue Gartensaison starten können, hier einige Tipps, die zu beachten sind:

Gartengeräte überwintern mit der Gartenbista – Checkliste:

Gartengeräte: wie überwintern Spaten, Rechen & Co. am besten?

Grundsätzlich gilt, dass Gartengeräte jeglicher Art vor der Überwinterung gesäubert werden müssen. Im Falle von Spaten & Co. bedeutet dies nicht, dass sie geschrubbt und gewienert, aber zumindest von Erde und Schmutz befreit werden sollten. Für gewöhnlich reicht ein einfaches Abbürsten der Geräte; von der Verwendung von Wasser ist abzuraten, da dieses im schlimmsten Fall zur Bildung von Rost führen kann (auch, wenn die Gartengeräte als „rostfrei“ ausgewiesen sind…).

Es ist empfehlenswert, seine Gartengeräte nicht im Freien überwintern zu lassen. Durch Frost, Kälte und Niederschläge verrotten Stiele, Schäfte und komplette Geräte schneller, als manch einem Hobbygärtner lieb ist. Deswegen ist die Aufbewahrung in einem Schuppen oder einer Garage sinnvoll.

Elektrische Gartengeräte richtig überwintern

Dass Rasenmäher, Vertikutierer und andere elektrische Gartengeräte nicht im Freien überwintern sollten, versteht sich eigentlich von selbst. Nachdem sie zum letzten Mal in einem Gartenjahr verwendet worden sind, sollten sie einer gründlicheren Säuberung unterzogen werden, als es ohnehin Usus sein sollte. Im Falle des Rasenmähers beispielsweise heißt dies neben dem kompletten Entfernen von Grasresten aus dem Gerät (inklusive der Messer!), dass der Mäher innen und außen mit einem feuchten Tuch ausgewischt werden sollte.

Elektrische Heckenscheren sollten gegebenenfalls gründlich geölt werden, bevor sie in die Winterruhe geschickt werden. Achtung: Herstellerangaben beachten! Es gibt mittlerweile Heckenscheren, deren Schneideblätter nicht mehr geölt werden dürfen.

Generell gilt: keine organischen Reste wie Schnittgut, Blätter, Moos etc. in beziehungsweise an den Geräten lassen!

Gartenschlauch im Winter: was ist zu beachten?

Gartenschläuche können jahrzehntelang genutzt werden – vorausgesetzt, sie werden ordnungsgemäß behandelt. Dazu gehört an erster Stelle eine komplette Leerung des Schlauches vor Wintereinbruch. Zu diesem Zweck muss der Schlauch von Wasserhahn entfernt und im Garten lang ausgerollt werden (und zwar unabhängig davon, ob er auf einem Schlauchwagen oder Schlauchaufroller deponiert gewesen ist oder nicht).

Dann wird das Schlauchventil geöffnet. Ist dies geschehen, wird das andere Ende des Schlauches angehoben, damit sich das darin befindliche Wasser auf den Weg nach vorne machen und dort abfließen kann. Anschließend den Schlauch wieder einrollen und an einem Ort verstauen, der frostsicher ist.

Gartengeräte pflegen: Arbeitskleidung einmotten

Viele Hobbygärtner tragen bei ihrer Tätigkeit im Garten Arbeitskleidung, die natürlich – ebenso wie die „normale“ Sommerkleidung – ordnungsgemäß überwintert werden sollte. Dass diese Überwinterung in möglichst sauberen, das heißt: gewaschenen, Zustand erfolgen sollte, braucht eigentlich nicht extra erwähnt zu werden.

Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Hobbygärtner wieder ins Freie locken, möchte er ganz bestimmt nicht den Mief des Vorjahres an seinem Körper haben. Deswegen: auch Gartenkleidung inklusive Gartenschuhe und -handschuhe schön waschen beziehungsweise putzen.

Bitte Vorsicht bei Arbeitshandschuhen aus Leder: möglicherweise sind diese nicht waschbar und würden bei einer derartigen Behandlung kaputt gehen!

 Gartenbista-Tipp: fangen Sie rechtzeitig damit an, Ihr Equipment für die Überwinterung bereit zu machen, am besten im Spätherbst. Mit jedem Grad Celsius, um welches die Außentemperatur sinkt, sinkt auch der Wille, sich noch mit derartigen Tätigkeiten zu beschäftigen…

Graphik: © Regina Parsche-Fotolia.com


2 Kommentare

  1. Die Tipps sollte wirklich jeder Gartenbesitzer beherzigen. Bei mir selbst sind auch einige Gartengeräte draußen durch die Witterungen zerstört worden, weil ich in der Garage keinen Platz mehr hatte und deshalb habe ich mich letztes Jahr auch dazu entschieden, ein kleines Gartenhaus zu bauen. Ich entferne jetzt einfach nur noch Erde und andere Reste kurz mit der Bürste und lagere sie dann im Schuppen ein. Dadurch bleiben neue Geräte wirklich wie neu und man kann sie dadurch auch für viele Jahre nutzen, ohne sie austauschen zu müssen.

  2. Nicht zu vergessen: Benzin, besonders E10, kann sich nach einigen Wochen zersetzen und Vergaser und Leitungen beschädigen, daher Benzin vor der Winterpause immer aus dem Rasenmäher/Motorsäge etc ablassen.
    Bei akku-betriebenen Geräten sollten Akkus zur Sicherheit vorher aufgeladen werden und in einem frostsicheren Ort (Keller besser als Gartenhütte) gelagert werden.

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