Der Garten im Herbst: warum der Herbst die beste Pflanzzeit ist

Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, hegt manch ein Hobbygärtner die Hoffnung, dass dasselbe auch für das Gartenjahr an sich zutreffend ist. Nach monatelanger Gartenarbeit sei es jedem gegönnt, in die wohlverdiente Winterpause zu gehen, doch bevor es soweit ist, sollte sich der Gartenbesitzer Gedanken darüber machen, ob nicht der eine oder andere Strauch, Baum oder eine Staude ein- beziehungsweise umgepflanzt werden sollte. Denn – so angenehm das Arbeiten im Garten im Sommer ist – die beste Zeit für derartige Tätigkeiten ist nun mal der Herbst.

Die beste Pflanzzeit ist der Herbst

Pflanzen jeglicher Art, insbesondere Containerpflanzen, können ganzjährig in die Erde gebracht werden – vorausgesetzt, es herrscht kein Frost. Doch die optimale Jahreszeit zum Pflanzen ist der Herbst. Von Ende August bis in den November hinein sollten Pflanzen jeglicher Art, fast alle Stauden, Kräuter, Gehölze sowie Blumenzwiebeln für Frühlingsblüher eingepflanzt werden. Laubabwerfende Gehölze können sogar noch im Dezember in die Erde gebracht werden.

Pflanzzeit Herbst: ökologische Vorteile

Warum ist der Herbst die beste Pflanzzeit? Mit dieser Frage wird sich manch ein Gartenbesitzer beschäftigen. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig und in erster Linie ökologischer, aber auch persönlicher Natur. Die ökologischen Vorteile garantieren ein besseres Anwachsen der neuen Pflanzen:

Der Gartenboden bietet im Herbst optimale Voraussetzungen, um neue Pflanzen aufzunehmen. In den Herbstmonaten ist in der Regel die im Sommer herrschende Hitze vorbei; die Temperaturen sind auf ein gemäßigtes Maß gesunken, aber der Boden hat genügend Wärme gespeichert. Doch nicht nur das: er ist weder zu stark ausgetrocknet noch zu sehr durchfeuchtet (längere Regenperioden ausgenommen…), was ihm eine gute Durchlässigkeit verschafft. Die Wurzeln haben es somit leichter, sich einzuwurzeln, sprich: sich im Boden zu verankern.

Pflanzt man im Herbst, haben die neuen Pflanzen noch genügend Zeit, sich vor Wintereinbruch einzuwurzeln; selbst den Winter über bilden sie dann sogenannte Feinwurzeln, und wenn das folgende Frühjahrda ist, stehen sie als feste verwurzelte Pflanze da und der neue Vegetationszyklus kann beginnen.

Auch die Luftfeuchtigkeit im Herbst sorgt dafür, dass neu gepflanzte Gewächse das perfekte Umfeld zum Anwachsen haben.

Persönliche Vorteile für den Gartenbesitzer

Der im Herbst zu erwartende Regen tut sein Übriges dazu; nicht nur die Luftfeuchtigkeit wird dadurch optimal. Auch die Tatsache, dass dank des Regens dem Gartenbesitzer das regelmäßige Gießen erspart bleibt, sorgt für Begeisterung, erspart  es ihm doch Zeit und Arbeit. Pflanzt man hingegen im Frühjahr oder gar im Sommer, ist es unabdinglich, seine Pflanzen mit Wasser zu versorgen.

Doch nicht nur die Arbeitserleichterung sollte eine Rolle bei der Entscheidung für die Herbstpflanzung spielen. So weiß beispielsweise der Gartenbesitzer im Herbst noch ganz genau, an welcher Stelle seines Gartens er eine Veränderung wünscht – Monate später, im folgenden Frühjahr nämlich, könnte die Erinnerung an eventuelle Lücken oder unschön anmutende Stellen im garten bereits verblasset sein…

Und mal ehrlich: wann gibt es mehr Auswahl an Pflanzware als im herbst? Der Fachhandel hat nämlich schon längst auf die Vorteile einer Herbstpflanzung reagiert: ob Stauden oder Gehölze, es gibt zu keiner Jahreszeit eine größere Auswahl von diesen Pflanzen als im Herbst. Überzeugen Sie sich selbst…

 

Graphik: © sborisov-Fotolia.com


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