Dahlien & Gladiolen überwintern: Was ist zu beachten?

Jedes Ende bedeutet auch einen neuen Anfang – so ist es auch im Gartenjahr. Wenn die Zeit gekommen ist, um die Zwiebeln für die Frühlingsblüher fürs kommende Jahr zu stecken, heißt es gleichzeitig: Abschied nehmen von den treuen Begleitern der aktuellen Saison. Aber keine Angst vor zuviel Arbeit: die einzigen Pflanzen, deren Zwiebeln beziehungsweise Knollen nicht winterhart sind und die somit ausgebuddelt werden müssen, sind Dahlien und Gladiolen.

Gladiolen überwintern: so geht´s!

Spätestens im Oktober können die Gladiolenzwiebeln in ihre wohlverdiente Winterruhe geschickt werden, da zu diesem Zeitpunkt kaum mehr mit einer Blütenpracht zu rechnen ist. Selbst, wenn die eine oder andere noch Andeutungen macht, sie würde gerne einen Schaft produzieren, sollte man keinerlei Hoffnungen hegen, dass dieses Unterfangen erfolgreich sein wird. Viel eher besteht die Gefahr, dass die Gladiole von Nachtfrösten überrascht wird…

Zum Entfernen der Gladiolen packt man einfach die Stängel und zieht die gesamte Pflanze aus der Erde. Sollte dies nicht auf Anhieb gelingen, können die Zwiebeln alternativ natürlich auch ausgegraben werden. am geeignetsten ist hierfür ein trockener Tag, damit nicht zu viel Erde an den Blumenzwiebeln hängen bleibt. Diese sollte nämlich weitestgehend vor dem Überwintern entfernt werden. Dann werden die Stängel auf eine Länge von circa 10 cm gekürzt. Luftdurchlässige Kisten, welche mit Sägespänen gefüllt werden, damit die Gladiolenzwiebeln nicht austrocknen, sind am Besten für eine Überwinterung geeignet. Diese Kisten an einen kühlen, dunklen Ort stellen (Keller), wobei eine Raumtemperatur zwischen 8 und 12°C optimal ist. Dort bleiben die Zwiebeln, bis sie im folgenden Frühjahr wieder zum Einsatz kommen…

Generell gilt: sowohl Gladiolen als auch Dahlien sind sehr wärmeempfindlich während der Überwinterung – Sie tun ihnen also keinen Gefallen, wenn sie sie an einem warmen ort den Winter über deponieren…

Dahlien überwintern: so geht´s!

DahlienIm Gegensatz zu Gladiolen können Dahlien ganz leichte Nachtfröste vertragen. Nur sollten diese keinesfalls so intensiv sein, dass die Knolle durchgefroren ist. Um sich nicht auf ein solches Vabanquespiel einzulassen, sollte der Hobbygärtner lieber auf Nummer Sicher gehen und seine Dahlien bereits im Oktober/November ausgraben. Hierzu werden die Stängel in Bodennähe abgeschnitten, die Erde abgeschüttelt und die Knollen für einige Tage an einem warmen, trockenen Ort deponiert. Ist dies geschehen, werden sie gesäubert, das heißt, die restliche Erde wird entfernt und die Dahlienknollen werden auf ihren Gesundheitszustand hin kontrolliert. Klingt ein wenig seltsam, ist aber notwendig. Offensichtlich kranke und/oder verfaulte Knollen braucht man gar keine Chance zu geben, den Winter zu überstehen – dies wird sowieso nicht geschehen. Also besser gleich entsorgen und wirklich nur offensichtlich gesunden Knollen ein Winterquartier bereiten.

Dieses geschieht am Besten in Form von Holzkisten, welche mit Zeitungspapier ausgelegt und circa 5 cm hoch mit einem Sand-Torf-Gemisch befüllt werden. danach werden die Knollen einzeln nebeneinander dort hinein gelegt, wobei darauf zu achten wäre, dass sie sich nicht berühren. Dann werden sie komplett mit dem Erdgemisch bedeckt und bei circa 5°C in einem dunklen, trockenen Raum (Keller) gelagert, damit sie nicht faulen. Im April können sie ihr Winterquartier verlassen und ins Freiland…

Tipp: Sollten Sie verschiedene Sorten Dahlien überwintern, fügen Sie den Kisten einen Zettel mit dem Namen/der Farbe der jeweiligen Pflanze bei…

Ab März Dahlien vorziehen

Bereits im März beginnt das neue Gartenjahr für die Dahlien: die Knollen werden in einen mit Erde gefüllten Topf gesteckt und in einem kühlen Raum ans Fenster gestellt. Vorsichtig wird mit dem Gießen begonnen.

Dahlien nach dem Überwintern vermehren

Wer seine Dahlien vermehren möchte, sollte dies im Winter tun: die Knollen, von denen neue Pflänzchen gewonnen werden sollen, werden so in einen Topf mit Erde gesteckt, dass die Stängel herausgucken. Sobald sich neue Triebe bilden, werden diese entfernt, wenn sie etwa 4 cm lang sind. Bis auf das oberste Paar werden sämtliche Blätter von diesem Steckling entfernt; dann wird er in einen mit Erde gefüllten Topf gestreckt, welcher mit Folie abgedeckt wird. Wichtig ist es, diesen Topf sowohl regelmäßig zu belüften als auch zu gießen.

Dahlien pflanzen und pflegen: so geht´s!

  • Die bescheidenen Dahlien benötigen wenig Platz im Garten, um sich entfalten zu können. Wichtig ist lediglich, dass sie an einen sonnigen und möglichst windgeschützten Standort gepflanzt werden.
  • Dahlienknollen werden nach den Eisheiligen (Mitte Mai) in die Erde gebracht, welche leicht angegossen wird. Generell ist darauf zu achten, dass die Pflanzen keiner Staunässe ausgesetzt sind.
  • Dahlien haben nur einen geringen Wasserbedarf; ihre Knollen besitzen die Fähigkeit, Flüssigkeit zu speichern, so dass weder häufige noch üppige Wassergaben notwendig sind.
  • Werden verblühte Blüten abgeschnitten (bitte nur den Kopf, nicht den Stängel!), so bildet die Pflanze erneut Blüten.
  • Auch für die Vase sind Dahlien bestens geeignet. Besonders lange halten sie sich, wenn sie morgens abgeschnitten und danach für zwei Stunden bis unter die Blüte in kaltes Wasser gelegt werden.

Graphik: © M. Schuppich-Fotolia.com


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