Primel Blume – Unsere Tipps zu Pflege, Standort und Vermehren

Primeln blühen lange bei richtiger Pflege
Primeln blühen lange bei richtiger Pflege

Die Primel (lateinischer / botanischer Name: Primula) gehört zu den beliebtesten Frühlingsblumen. Man kann sie ganzjährlich pflanzen und sie wachsen im Garten, auf dem Balkon und als Deko in der Wohnung. Bereits ab Januar beginnt ihre Blütezeit, und mit richtiger Pflege Blühen sie in den Sommer hinein.

Die Primula

Primeln sind extrem pflegeleicht und benötigen fast gar keine Aufmerksamkeit. Es gibt sie in allen erdenklichen Farben, von Weiß über Gelb, Orange, Rosa, Rot und Blau bis hin zu Violett.

Neben ihrem fröhlichen Aussehen, welches dazu beiträgt, die trübe Winterstimmung zu vertreiben, besitzen Primeln auch noch eine Heilwirkung: sie wirken extrem schleimlösend, so dass sie gerne als Ergänzungsmittel bei Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen verwendet werden.

Gartenbista-Tipp: Beachten Sie, dass einige Primelarten, beispielsweise die Becherprimel, für Tiere giftig sind. Bereits kleine Mengen können Magen-Darmbeschwerden hervorrufen.

Primel Arten

Dabei gibt es nahezu 500 Arten von den farbenfrohen Blumen. Die bekanntesten hierzulande sind:

  • die Becherprimeln,
  • die Schlüsselblumen,
  • die Aurikel,
  • die Kissenprimeln
  • und die Etagenprimeln.

Aussehen: 360°-Video von der Blume

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Primel (Primula) aussieht.

360°-Video einer Primel (Primula) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im März

Pflanzen: Standort & Boden

Primeln wachsen eigentlich überall, wo sie hingestellt werden. Ob auf Balkonen, als Bodendecker, im Steingarten oder als Beetpflanze: sie finden sich mit nahezu jeden Gegebenheiten ab. Wichtig ist nur, dass der Boden nährstoffreich ist und der Standort sonnig bis halbschattig gelegen ist. Dies gilt für alle Arten außer den Schlüsselblumen und den Aurikeln: sie benötigen trockene Bodenverhältnisse und einen vollsonnigen Standort.

Gepflanzt werden können die Blumen eigentlich ganzjährig (also auch im Winter); allerdings ist es nicht ratsam, sie in bereits gefrorenen Boden einzubringen.

Primeln Pflege

Primeln benötigen während des ganzen Sommers keinen Dünger, nur Wasser. Davon reichlich, denn sie lieben es gar nicht, wenn ihr Wurzelballen austrocknet. Deswegen regelmäßig gießen – mehr brauchen die Frühjahrsblüher nicht.

  • Gießen: Primeln benötigen viel Wasser, vor allem während der Blütezeit. Sie sollten regelmäßig gegossen werden, wobei Staunässe aber unbedingt zu vermeiden ist.
  • Düngen: Werden dem Beet, in welchem die Primeln wachsen sollen, im Frühjahr Kompost untergehoben, ist für den Rest des Jahres keine weitere Nährstoffgabe notwendig. Im Frühjahr freuen sich die Primeln über eine einmalige Gabe Kompost.
  • Schneiden: Primeln nicht zurückschneiden.
  • Blüte: Verblühte Blüten regelmäßig entfernen. Kissenprimeln im Sommer teilen. Dies fördert ihre Blütenbildung.
  • Überwintern: Sind Primeln winterhart? Die meisten Primeln sind so robust, dass sie den Winter ohne einen zusätzlichen Kälteschutz überstehen. Wer sich diesbezüglich unsicher ist beziehungsweise in Regionen, in denen harte Winter zu erwarten sind, können sie vorsorglich mit etwas Reisig abgedeckt werden.

Gartenbista-Tipp: Primeln, welche in Blumentöpfen gehalten werden, eignen sich in der Regel nicht winterhart.

Was tun, wenn die Primeln verblüht sind?

Die verblühten Blütten sollen entfernt werden. Primeln neigen dazu, nach ihrem Verblühen nicht mehr so schön auszusehen. Ihr dunkelgrünes Blattwerk reicht oft nicht aus, um ihnen ein Plätzchen im Garten zu gewähren. Doch genau das sollte man als anständiger Gartenbesitzer tun: einen Platz, möglichst halbschattig, aussuchen und dort die Primeln einpflanzen. Manche Sorten blühen dann sogar ein zweites Mal im Sommer…

Vermehren durch Selbstaussaat

Primel Blumen
Primel Blumen

Primeln vermehren sich durch Selbstaussaat. Wer dennoch die Vermehrung selbst in die Hand nehmen möchte, sollte im April/Mai Samen in einen Kasten oder einem Teilstück von einem Beet ausbringen. Die kleinen Primelpflanzen haben dann den ganzen Sommer Zeit, heranzuwachsen.

Im Spätherbst müssen sie ausgegraben und in Töpfe gepflanzt werden. Diese Töpfe sollten in einem Raum überwintern, in dem Temperaturen zwischen 10°C und 12°C herrschen. Im kommenden Frühjahr sind die Pflanzen groß genug, um wieder ins Freie zu können – und wiederum durch ihren Anblick zu erfreuen….

Krankheiten und Schädlinge

Von Krankheiten bleiben Primeln weitestgehend verschont; lediglich Pilzerkrankungen wie Grauschimmel können gelegentlich auftreten. Auch Wurzelfäule kann entstehen, wenn die Pflanzen zu viel Nässe ausgesetzt worden sind.

Schädlingsbefall hingegen kommt häufiger vor:

  • Blattälchen, deren Anwesenheit an glasigen Stellen auf den Blättern zu erkennen ist und gegen die nur ein Entfernen der betroffenen Pflanzenteile hilft;
  • Dickmaulrüssler, die einen massiven Blattfraß verursachen;
  • Gewitterfliegen, deren Anwesenheit schwer zu erkennen ist,
  • sowie Blattläuse und Spinnmilben (diese allerdings in der Regel nur, wenn die Primeln im Zimmer stehen und es dort zu warm ist).

Graphik: © Yü Lan-Fotolia.com; © liliya kulianionak – Fotolia.com


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