Verschiedene Osterbräuche weltweit

Osternest mit Eiern und Osterhase
Osternest mit Eiern und Osterhase

In wenigen Tagen beginnt das Osterfest. Sein Datum variiert jährlich, da es sich traditionell nach dem ersten Frühlingsvollmond richtet und den darauffolgenden Sonntag zum Ostersonntag bestimmt. Es gilt als das bedeutendste Fest des Christentums. Entsprechend beladen ist das Fest mit Traditionen und Bräuchen. Diese haben allerdings nicht ausnahmslos ihren Ursprung in der christlichen Kirche. 

Osterbräuche weltweit: das Osterlamm und die Ostereier

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Das Osterlamm und seine Schlachtung entstammen einem Ritual des Judentums, was dort anlässlich des Pessach-Festes feierlich vollzogen wird. Doch auch schon im Altertum war das Lamm als Opfertier beliebt. Christen sehen diese Opferung vordergründig als Symbol für den Tod ihres Messias, der sich für sie opferte.

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Die Ostereier und ihre Einfärbung haben auch eine sehr lange Tradition. Das Ei ist ein weit verbreitetes Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit, schon Sumerer und Römer verwandten kunstvoll gestaltete Eier als Grabbeigabe. In den Mythen vieler Völker findet sich das Ei als Symbol für die Entstehung der Welt. Die heute noch beliebte Einfärbung und das Verschenken der bunten Eier, ist wohl im Zusammenhang mit der an Ostern endenden Fastenzeit zu erklären. Bis dahin kochte man die gelegten Eier, um sie haltbar zu machen und verzierte sie für das Fest. An Ostern durfte ihr Verzehr wieder beginnen. Das Suchen ist allerdings erstmals vor etwas mehr als 300 Jahren erwähnt worden.

Der Osterhase versteckt die bunten Eier, so wollen es die traditionellen Geschichten zum Fest. Wohl auch erst vor dreihundert Jahren ist der Brauch im

  • Elsass,
  • in der Pfalz
  • und am Oberrhein entstanden.

Gartenbista-Tipp: Das Ganze gilt doch eher als Symbolik. Der Hase kam regelmäßig im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer und damit den Menschen ganz nah. Deshalb wird ihm gleichzeitig auch das Ablegen der bunten Eier angedichtet. So ganz durchsetzen konnten sich diese oder andere Erklärungen aber nie. Noch heute finden sich Gebiete in Deutschland, wo der Hase als Eierbringer keine Rolle spielt.

Die Bedeutung des Osterfeuers

Das Osterfeuer hat gerade in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Doch ist dieser Brauch bedeutend älter als das Christentum. Heidnische Völker begrüßten damit den Frühling und seine stärker strahlende Sonne. Der Kult sollte

  • Fruchtbarkeit,
  • Wachstum
  • und eine reichliche Ernte

für das kommende Jahr sichern. Die Christen nahmen später das Feuer am Ostersonntag als Symbolik für die

Osterbräuche weltweit: das Osterfeuer
Osterbräuche weltweit: das Osterfeuer

brennende Dornenhecke, in der Mose erschienen sein soll und seine zehn Gebote verkündete.

Die Osterkerzen werden traditionell am Osterfeuer entzündet und feierlich in das nahe stehende Gotteshaus getragen. In manchen Regionen Süddeutschlands wurden so auch lange Zeit die Herdfeuer aller Häuser neu entfacht. Im Weserbergland hingegen werden traditionell am Ostersonntag, nach Einbruch der Dunkelheit,

brennende Osterräder vom Berg in das Tal geschickt.

Osterwasser: ein Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit

Das Osterwasser entstammt ebenfalls den heidnischen Bräuchen. Das Wasser stand immer schon als Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit. Die Christen übernahmen das Ritual für in der Osternacht geschöpftes Wasser. Es verspricht

  • Gesundheit,
  • Leben
  • und  bleibende Jugend.

Es diente lange Zeit als Taufwasser für die gesamte Gemeinde.  Auch das Vieh wird noch heute mancherorts traditionell damit bespritzt. Das festliche Schmücken der Brunnen, als Zeichen der Huldigung des Wassers, ist ebenfalls ein noch heute gelebter Brauch in vielen Gegenden. Ohnehin lebt die Tradition an Ostern in vielen Bräuchen fort, deren Aufzählung hier nur beispielhaft erfolgen konnte.

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Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © vulkanismus, Vaternam – Fotolia.com


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