Japanische Zierkirsche – Pflege, Standort und Schneiden

zarte KirschblütenZu den schönsten Blühpflanzen im Frühling gehört zweifelsfrei die Japanische Zierkirsche. Dieses Gewächs sollte nicht mit einem Kirschbaum verwechselt werden: es handelt sich dabei nicht um eine Kirsche, sondern um ein Ziergehölz, welches von April bis Juni unzählige rosa oder weiße Blüten bildet. Japanische Zierkirschen wachsen in der Regel als Baum; es gibt jedoch einige Arten, die als Sträucher wachsen. Zierkirschen brauchen ein wenig Pflege, doch wenn einige Tipps beherzigt werden, hat man als Gartenbesitzer jahrzehntelange Freude an ihnen…

Japanische Zierkirsche Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Japanische Zierkirsche Standort: sonnige Plätze

Japanische Zierkirschen nehmen mit jedem Standort vorlieb; besonders gut gedeihen sie jedoch an besonders sonnigen Plätzen in heimischen Gärten.

Schön für diese Gehölze ist es, wenn der Boden tiefgründig und nährstoffreich ist.

Die Wahl des Standorts ist ausschlaggebend für die gesundheitliche Konstitution einer Zierkirsche: geeignete Böden sowie sonnige Plätze sorgen dafür, dass eine dort gepflanzte Zierkirsche weniger krankheitsanfällig ist.

Pflanzen im Frühjahr

Die beste Pflanzzeit für Zierkirschen ist das Frühjahr. Dabei ist zu beachten, dass das Pflanzloch ausreichend groß sein muss. Optimal ist es, die Wurzel des Baumes vor dem Einpflanzen zu wässern und das Pflanzloch mit humusreicher Erde aufzufüllen.

Tipp: Nach dem Pflanzen wird die Erde gut festgetreten und angegossen.

Pflege – Tipps

  • Gießen: Zierkirschen mögen weder zu nasse Böden (Wurzelfäule!) noch zu trockene. Aus diesem Grund sollte das Gießverhalten den jeweiligen Bodenverhältnissen und Witterungen angepasst werden, was bedeutet, dass in der Regel eine zusätzliche Wassergabe nur an heißen Sommertagen notwendig ist.
  • Düngen: Gedüngt werden müssen Zierkirschen nicht.
  • Überwintern: Japanische Zierkirschen sind winterhart und bedürfen keines besonderen Winterschutzes.

Schneiden

Der erste Schnitt…

Das A und O der Zierkirschen Pflege ist der richtige Schnitt: dieser sorgt nicht nur für eine schöne Optik des Gehölzes, sondern verhindert auch das Entstehen von Krankheiten. Auch bilden Zierkirschen, die nicht geschnitten werden, keine Blüten mehr.

Der erste Schnitt bei jungen Zierkirschen erfolgt erst im dritten oder vierten Jahr nach ihrer Pflanzung. Optimal ist es, dies im Winter oder im Frühling nach der Blüte zu tun. Ansonsten sollte die Zierkirsche jährlich geschnitten werden.

Rückschnitt…

Der Rückschnitt dient dazu, der Zierkirsche ihre Form zu geben und ihre Blühfreudigkeit zu erhalten. Hierbei werden alle alten Triebe sowie jene, die die Form stören, mit einer scharfen Astschere entfernt.

Auch die verzweigten Seitentriebe sollten eingekürzt werden, dasselbe gilt für nach innen sowie senkrecht wachsende Äste.

Wichtig ist, größere Wunden mit einem Wundverschlussmittel zu verschließen, da durch diese Bakterien und Pilze in das Gehölz eindringen können.

Krankheiten

Die Zierkirsche wird häufig von der Spitzendürre (Monilia) heimgesucht. Diese äußert sich im Absterben der Triebspitzen. Ist dies der fall, müssen die befallenen Pflanzenteile abgeschnitten und entsorgt werden (nicht auf dem Kompost!). Bei schweren Fällen ist der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels unabdingbar.

Graphik: © chulja – Fotolia.com


15 Kommentare

  1. Guten Morgen,
    ich erinnere mich, dass meine Großeltern, die leider verstorben sind, in ihrem Garten eine japanische Zierkirsche stehen hatten, deren Blüten mich schon als Kind fasziniert hatten. Ich hätte auch gerne eine Japanische Kirsche im Garten, kann aber bei meinen Großeltern nicht mehr nachfragen, ob es sich um eine Giftpflanze handelt. Vielleicht kann mir hier jemand meine Frage beantworten: Ist die japanische Zierkirsche giftig für Hunde oder Katzen?

    1. Hallo,
      die Früchte der Zierkirsche sind ungenießbar für Mensch und Tier, aber nicht direkt giftig.
      Sie bestehen fast nur aus einem harten Stein und werden weder einem Hund noch einer Katze schmecken.
      Der Geschmack der Zierkirschen ist nicht zu vergleichen mit einem Geschmack einer richtigen Kirsche.
      Aus diesem Grund ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass Kinder massenhaft Zierkirschen essen und sich aufgrund der Menge den Magen verderben.

    2. Hallo Inka,
      von deiner Zierkirsche geht keine Gefahr aus für Hunde oder Katzen. Auch für Kinder ist die Zierkirsche nicht giftig. Die Früchte sind ungenießbar, aber man kann sich an ihnen nicht vergiften. Deshalb kannst du ohne Bedenken eine Zierkirsche in deinen Garten pflanzen. Ich wünsche dir und deinen Haustieren viel Freude mit dem neuen Baum.

    3. Die Japanische Zierkirsche ist keine richtige Kirsche und hat deshalb auch keine zum Verzehr geeignete, saftige Früchte. Trotzdem handelt es sich nicht um eine giftige Pflanze, sondern um eine sehr schöne Zierpflanze, die ich mir auch schon vor einigen Jahren angeschafft habe. Jedes Jahr bin ich von der Blütenpracht beeindruckt. Ich kann es gut verstehen, wenn du von der japanischen Zierkirsche fasziniert bist.

    4. Die Japanische Zierkirsche ist für Haustiere und auch für Menschen ungiftig.

      Du brauchst dir also wegen einer eventuellen Vergiftung deiner Hunde und Katzen keine Sorgen machen.

      Es gibt im Pflanzenreich und im Tierreich einige Beispiele dafür, dass ein auffälliges Erscheinungsbild mit Giftigkeit einhergeht, dabei denke ich z. B. an Pfeilgiftfrösche.

      Dies ist aber bei der Japanischen Zierkirsche zum Glück nicht der Fall.

  2. Guten Abend,

    ich mache mir Sorgen um meine japanische Zierkirsche.

    Sie bekommt hässliche braue Blätter und sieht dabei nicht sehr gesund aus.

    Warum bekommt meine japanische Zierkirsche braune Blätter?

    Kann ich etwas gegen diese braunen Blätter tun, oder muss ich es einfach hinnehmen, dass sich die Blätter so auffällig verfärben?

    1. Hallo,
      ich vermute mal, dass es sich bei den braunen Blättern um Spitzendürre handelt. Wenn die Krankheit erst einmal ausgebrochen ist, dann hilft es nicht, den Baum mit einem Mittel einzusprühen, dann hilft nur noch das Entfernen der betroffenen Äste. Du solltest die Äste großzügig raus schneiden, damit sich die Krankheit nicht noch weiter ausbreitet.

    2. Hallo,
      wahrscheinlich handelt es sich um einen Pilzbefall. Die Äste sollten umgehend entfernt werden und ich würde sie so entfernen, dass bis in das gesunde Holz geschnitten wird, damit kein Rest der Pilze übrig bleibt. Das entfernte Holz gehört nicht auf den Kompost, denn dort würde der Pilz überleben und könnte sich erneut in deinem Garten ausbreiten. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Bekämpfung.

    3. Hallo Quadrox,
      deiner Beschreibung nach zu urteilen ist deine Japanische Zierkirsche vermutlich an Spitzendürre erkrankt. Um die Krankheit einzudämmen rate ich dir, alle befallenen Zweige großflächig abzuschneiden. Die Zweige sollten außerhalb deines Gartens entsorgt werden, damit sich die Krankheit nicht erneut ausbreiten kann. Ich wünsche dir viel Erfolg.

    4. Guten Morgen,
      ich tippe auf Monilia.
      Wenn es sich um einen schweren Befall deines Baumes handelt, dann würde ich dir zum Spritzen mit einem Pflanzenschutzmittel aus dem Gartenfachhandel raten.
      Außerdem würde ich die befallenen Äste entfernen und die Äste so entsorgen, dass es nicht zu einer erneuten Ansteckung kommen kann.
      Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Behandlung deiner Zierkirsche.

  3. Hallo,
    ich finde es optisch sehr ansprechend, wenn man im Garten Bäume mit auffälligen Blüten hat. Vor einiger Zeit habe ich ein Bild von einer japanischen Zierkirsche in einem größeren Kübel gesehen. Könnte ich eine japanische Zierkirsche auch direkt in meinen Garten pflanzen, oder sollte ich sie wegen der Überwinterung lieber in einen Kübel pflanzen? Kann die japanische Zierkirsche Frost vertragen, oder ist sie nicht winterhart?

    1. Hallo Elfi,
      die Japanische Zierkirsche gehört zu den winterharten Pflanzen. Du benötigst also keinen Kübel für die Pflanzung, weil du den Baum direkt in den Garten pflanzen kannst. Als beste Zeit zum Pflanzen gilt bei der japanischen Zierkirsche der Frühling, weil sie dann noch das ganze Jahr über Zeit zum Anwachsen hat, bevor der erste Winter auf sie zukommt.

    2. Hallo,
      die Japanische Zierkirsche wächst im Laufe der Jahre zu einem großen Baum heran. Als Kübelpflanze ist sie deshalb meiner Meinung nach nicht geeignet, weil die Wurzeln viel Platz brauchen, die sie im Kübel nicht haben. Der Baum ist frosthart und kann das ganze Jahr über im Garten stehen, wegen der Minustemperaturen musst du dir keine Sorgen machen, die Blühpflanze kommt damit gut klar.

    3. Guten Morgen,
      ich bin seit vielen Jahren stolzer Besitzer einer Japanischen Zierkirsche, die auf einem sonnigen Platz in der Mitte meines Rasens steht.
      Mit Minustemperaturen hat dieser Baum keine Probleme.
      Die Japanische Zierkirsche ist winterhart und verträgt den Frost, ohne dass sie mit Matten oder Mulch geschützt werden müsste.
      Allerdings muss ich sagen, dass die Winter nicht mehr so kalt werden wie noch vor einigen Jahrzehnten.

  4. Hallo Elfi,
    die Japanische Zierkirsche gehört zu den winterharten Bäumen und benötigt keinen besonderen Schutz, um niedrige Temperaturen unbeschadet zu überstehen. Du solltest den Baum unbedingt in den Garten pflanzen, wo er ungestört wachsen kann und ausreichend Platz für die Wurzelbildung hat. Als Kübelpflanze ist die Japanische Zierkirsche eher ungeeignet.

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