Elfensporn, Diascia – Pflege der dekorativen Pflanze



Diascia two flowers close upKaum ein heimischer Garten oder Balkon, der nicht den einen oder anderen Elfensporn, Diascia, beherbergt. Wen wundert es? Die kleine Zierpflanze ist sehr pflegeleicht und hat eine extrem lange Blütezeit: von Mai bis zum ersten Frost bildet sie immer wieder ihre weißen, rosafarbenen oder roten Blüten aus. Um möglichst lange Freude an der Diascia zu haben, müssen lediglich einige kleine Tipps bezüglich der Pflege berücksichtigt werden…

Elfensporn, Diascia – Steckbrief von Gartenbista

Elfensporn – Pflegetipps für Schnellleser

  • Standort: vollsonnig, windgeschützt
  • Boden: durchlässig, nährstoffreich
  • Pflanzen: ins Freiland oder in Pflanzgefäße
  • Aussaat: im Februar Vorzucht im Haus
  • Vermehrung: durch Stecklinge im Juni/Juli; alternativ im Winterquartier
  • Gießen: regelmäßig, aber mit Vorsicht; Pflanze darf nicht austrocknen; Staunässe vermeiden
  • Düngen: vor Pflanzung Humus in die Erde einarbeiten; Langzeitdünger verwenden; nicht überdüngen
  • Umtopfen: wenn Wurzeln aus dem Pflanzgefäß herausschauen, in ein größeres Gefäß umtopfen
  • Umpflanzen: bei falscher Standortwahl oder zu enger Pflanzung
  • Schneiden: Verblühtes, Vertrocknetes sowie kranke Pflanzenteile entfernen; Radikalschnitt nach der ersten Blüte fördert erneuten Austrieb; vor Überwinterung schneiden
  • Überwinterung: viele Sorten nicht winterhart; Mehrjährige vor Frosteintritt ins Haus holen; in milden Regionen mit Frostschutz im Freien lassen
  • Schädlinge: Blattläuse; Weiße Fliegen; Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule; Grauschimmel

Wissenswertes über den Elfenspornhoverfly on diascia flower

Der Elfensporn, der auch unter der Bezeichnung „Doppelsporn“ bekannt ist, ist ein Braunwurzgewächs und stammt ursprünglich aus den südlichen Gebirgen Afrikas. Während sie dank der dortigen klimatischen Verhältnisse jahrelang leben, halten sie hierzulande meistens nur einen Sommer, denn in der Regel ist der Elfensporn nicht winterhart. Inzwischen gibt es circa 50 Arten, von denen die meisten Hybriden sind; auch gibt es bereits Züchtungen, die selbst in unseren Breitengraden winterhart sind.

Diascias besitzen einen buschigen und breiten Wuchs und stehen aufrecht, scheinen jedoch immer leicht zu kippen. Aufgrund dieser Tatsache werden sie sehr gerne in Blumenampeln beziehungsweise Blumenkästen gepflanzt, wo ihr interessanter Wuchs perfekt zur Geltung kommt. Je nach Sorte werden sie bis zu 40 cm hoch und bis zu 60 cm breit.

Von Mai bis zum ersten Frost bildet der Elfensporn ständig neue, dichte Blütenrispen, die in allen möglichen Rosa- und Rottönen, Orange sowie Weiß auftreten können.

Elfensporn Sorten

  • Diascia barberae “Blackthorn Apricot”, lachsrote Blüten
  • Diascia barberae „Elliots Variety“, hellrosa Blüten mit roter Mitte
  • Diascia barberae „Pink Queen“, rosarote Blüten, winterhart
  • Diascia barberae, rosa Blüten, winterhart
  • Diascia elegans, rosa Blüten

Elfensporn braucht Sonne

Um seine vielen Blüten optimal bilden zu können, benötigt der Elfensporn einen vollsonnigen Standort. Notfalls nimmt er auch mit einem halbschattigen Standort vorlieb; keinesfalls jedoch sollte er an schattigen Orten stehen. Dort hat er nicht nur große Probleme, Blüten zu bilden, sondern kann auch nicht gut gedeihen und wächst demzufolge recht kümmerlich. Abgesehen von der Sonneneinstrahlung sollte der Standort auch noch windgeschützt sein, denn starke Winde und Zugluft verträgt der Diascia ebenfalls nicht.

Gartenbista-Tipp: Den Elfensporn auf die Südseite des Gartens pflanzen, möglichst vor eine Mauer oder Hauswand, die Wärme speichert und der Pflanze zusätzlichen Schutz bietet.

Elfensporn braucht durchlässigen Boden

Besondere Ansprüche bezüglich der Bodenbeschaffenheit stellt der Elfensporn nicht – Hauptsache, die Erde ist durchlässig. Ist dies nicht der Fall, kann sich leicht Staunässe bilden, welche wiederum zur Wurzelfäule führt.

Um die Durchlässigkeit zu gewährleisten, sollte

  • Split,
  • Sand oder
  • Tongranulat

unter die Erde gemischt werden.

Grundsätzlich sollte der Boden nährstoffreich sein, denn je mehr Nährstoffe er enthält, desto prachtvoller gedeiht der Elfensporn.

Elfensporn pflanzenDiascia in a pot on a white background

Bei der Frage, ob es ratsam ist, den Elfensporn ins Freiland auszupflanzen, scheiden sich die Geister. Die einen vertreten die Auffassung, dass der Diascia durchaus im Blumenbeet stehen kann, wenn seinen Ansprüchen bezüglich Standort und Boden gerecht geworden ist. So kann die Zierpflanze sehr gut zur Einfassung von Beeten und Rabatten genutzt werden.

Andere hingegen sind der Meinung, dass es sich bei dem Elfensporn um eine Pflanze handelt, welche ausschließlich in Pflanzgefäßen zu kultivieren ist. Wie sich der Pflanzenfreund individuell entscheidet, bleibt ihm überlassen. Fakt ist, dass der Elfensporn in Pflanzgefäßen optimal zur Geltung kommt und in diesen prächtig gedeiht. Dabei müssen jedoch folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Pflanzgefäß muss unten Löcher zum Wasserabfluss haben
  • Drainage sollte vorhanden sein
  • Substrat mit Blähton und etwas Sand vermischen
  • Nach dem Pflanzen gründlich wässern

Elfensporn Aussaat im Februar

Der Elfensporn lässt sich sehr gut durch Aussaat kultivieren. Saatgut kann sowohl von bestehenden Pflanzen gewonnen als auch im Fachhandel erworben werden. Da bei der Aussaat eine Kulturdauer von 12 bis 16 Wochen einkalkuliert werden muss, ist es sinnvoll, bereits im Februar zu beginnen:

  • Samen circa 1,5 cm tief in mit Erde gefüllte Anzuchttöpfe geben
  • Töpfe mit Plastikfolie überziehen und an einen hellen Standort stellen, an dem Temperaturen um 20°C herrschen (keine direkte Sonne!)
  • Substrat leicht feucht halten, jedoch Staunässe vermeiden

Nach 1-2 Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge. Haben diese eine Größe von 5 cm erreicht, müssen sie pikiert werden. Optimal ist es, jeweils 3-5 kleine Pflänzchen zusammen in ein Pflanzgefäß einzutopfen; die ausgewachsene Pflanze wird nicht nur schön buschig, sondern eventuell sogar mehrfarbig.

Wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind (nach den Eisheiligen) können die jungen Elfenspornpflanzen ins Freie gebracht werden. Dort sollten sie zunächst in Halbschatten gestellt werden, damit sich die jungen Blätter an die Sonne gewöhnen können.

Elfensporn Vermehrung durch Stecklinge

Wer bereits den einen oder anderen Elfensporn besitzt, kann diesen sehr gut mithilfe von Stecklingen vermehren. Diese Methode wird besonders gerne bei einjährigen Pflanzen angewendet, da sie so eine Chance haben, in ihrem Nachwuchs weiterzuleben.

Die Stecklingsvermehrung erfolgt im Juni/Juli, wobei sie auch im Winterquartier noch praktiziert werden kann; hierfür werden die Stecklinge im Spätherbst geschnitten

  • Circa 10 cm lange Stecklinge abschneiden und in ein Pflanzgefäß stecken
  • Als Faustregel gilt: drei bis fünf Stecklinge für eine gewöhnliche Topfpflanze, 10-12 Stecklinge für eine Blumenampel
  • Plastiktüte über das Pflanzgefäß stülpen
  • An einen hellen Standort stellen, an dem Temperaturen um 20°C herrschen
  • Regelmäßig, aber mäßig gießen
  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden

Nach etwa drei bis vier Wochen bilden sich die ersten Wurzeln; die Plastiktüte kann nun entfernt werden. Die jungen Diascia-Pflanzen dürfen nun an einen geschützten Standort ins Freie; den Winter über sollten sie jedoch zwingend im Haus verbringen.

Gartenbista-Tipp: Während der Anzuchtphase regelmäßig die Stecklinge kontrollieren; es kommt gelegentlich zur Fäulnis eines Stecklings, der dann umgehend entfernt werden muss.

Elfensporn Pflege TippsDiascia (Elfensporn) im Garten, Nahaufnahme

  • Gießen: Um das richtige Maß beim Gießen zu finden, bedarf es etwas Fingerspitzengefühl: der Elfensporn darf niemals austrocknen, jedoch verträgt er keine Staunässe und mag es auch nicht, in nasser Erde zu stehen. So sollte die Zierpflanze erst dann gegossen werden, wenn die oberste Erdschicht bereits angetrocknet ist. Im Sommer kann dies allerdings morgens und abends der Fall sein, so dass eine regelmäßige Kontrolle des Pflanzsubstrats notwendig ist.
  • Düngen: Bezüglich der Düngegabe verhält es sich ähnlich wie beim Wasserbedarf: Elfensporn hat zwar einen recht hohen Nährstoffbedarf, jedoch kann zu viel Dünger dazu führen, dass seine Wurzeln verbrennen. Aus diesem Grund ist es ratsam, Langzeitdünger zu verwenden, beispielsweise in Form von Düngestäbchen. Auch sollte das Pflanzsubstrat bereits vor der Pflanzung mit Humus vermischt werden, wobei zu beachten ist, dass dann die erste Düngung erst nach frühestens sechs Wochen erfolgen darf.
  • Umtopfen: bei richtiger Haltung wächst und gedeiht der Elfensporn fantastisch, was wiederum dazu führt, dass sein Pflanzgefäß zu klein wird. Zu erkennen ist dies an Wurzeln, die aus dem Topf beziehungsweise der Ampel herausschauen. Ist dies der Fall, muss der Diascia umgetopft werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Wurzelballen nicht beschädigt wird.
  • Umpflanzen: Auch im Freiland kann es notwendig sein, dass der Elfensporn einen anderen Standort benötigt. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn er in starker Konkurrenz zu anderen Pflanzen steht, oder es offensichtlich ist, dass der momentane Standort seinen Ansprüchen nicht gerecht wird. Beim Umpflanzen sollte ein optimaler Standort mit genügend Platz zu Nachbarpflanzen gewählt werden.

Gartenbista-Tipp: Sollte Flüssigdünger verwendet werden, so wird dieser geringer dosiert, als vom Hersteller angegeben.

Elfensporn schneiden?

Es ist nicht notwendig, den Elfensporn zu schneiden, jedoch ist dies absolut empfehlenswert. Zum einen sollten verblühte Blüten abgeschnitten werden, denn je mehr Kraft die Pflanze in die Samenbildung steckt, desto weniger neue Blüten bringt sie hervor. Zum anderen ist ein Radikalschnitt nach der ersten Blüte möglich: der Elfensporn wird dadurch zum erneuten Austrieb angeregt und wächst umso üppiger. Darüber hinaus wird folgendes entfernt:

  • Kranke Triebe
  • Vertrocknete Äste und Zweige
  • Vertrocknete Blätter

Insbesondere vor dem Einzug in ein Winterquartier sollte der Elfensporn zurückgeschnitten werden.

Elfensporn ÜberwinterungSet-2

In seiner afrikanischen Heimat herrscht ein gemäßigtes, mildes Klima; dieses können heimische Gärtner der kleinen Zierpflanze nicht bieten. Demzufolge heiß es spätestens beim ersten Frost, Abschied von dem Elfensporn zu nehmen, denn winterliche Temperaturen bedeuten den sicheren Tod der Pflanze.

Inzwischen gibt es jedoch bereits Hybriden, die mehrjährig sind. Bei diesen handelt es sich meistens um Stauden, die zwar den Winter über in der Regel nicht im Freien verbringen dürfen, im kommenden Frühjahr jedoch erneut austreiben werden. Dies wird allerdings nur geschehen, wenn eine ordnungsgemäße Überwinterung stattfindet:

  • Im Spätherbst ausgepflanzten Elfensporn ausgraben und in ein Pflanzgefäß oder einen Balkonkasten mit Blumenerde setzen
  • Pflanzgefäß an einen hellen Platz im Haus stellen, an dem Temperaturen um 10°C herrschen
  • Mäßig gießen: Substrat darf nicht austrocknen, jedoch darf sich auch keine Staunässe bilden

Darüber hinaus gibt es einige Hybriden, die in milden Regionen im Freien überwintern dürfen. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Pflanzgefäß an geschützten Standort stellen, gegebenenfalls auf einen Holz- oder Styropurblock
  • Frostschutz aus Reisig oder Stroh über die Pflanze legen
  • Mäßig gießen

Gartenbista-Tipp: Je kühler der Elfensporn überwintert, desto geringer ist sein Wasserbedarf.

Elfensporn Schädlinge und Krankheiten

  • Blattläuse: Wie viele Gartenpflanzen bleibt auch der Elfensporn meistens nicht von Blattläusen verschont. In der Regel ist der Befall jedoch nicht so stark, dass seitens des Gartenbesitzers eingegriffen werden muss. Falls doch, so sollten die betroffenen Pflanzen zunächst mit einem Gemisch aus Wasser und Spülmittel eingesprüht werden. Hilft dies nicht, ist der Einsatz eines speziellen Pflanzenschutzmittels unabdingbar.
  • Weiße Fliege: Weiße Fliegen treten vermehrt bei Pflanzen auf, die in Pflanzkästen gehalten werden. Der Einsatz von Gelbtafeln hat sich sehr gut bewährt: die Schädlinge bleiben daran kleben und können so nicht mehr die Pflanzenteile angreifen.
  • Schnecken: Ein Schneckenbefall tritt in der Regel nur bei ausgepflanzten Diascias auf. Es ist sinnvoll, die Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren und die Schnecken einzusammeln. Wird der Befall zu stark, muss ein spezielles Pflanzenschutzmittel, beispielsweise Schneckenkorn, eingesetzt werden.
  • Wurzelfäule: Die Wurzelfäule entsteht durch Staunässe, welche wiederum in übermäßigem Gießen oder undurchlässiger Erde ihre Ursache hat. Betroffene Pflanzen sollten umgehend in durchlässige Erde umgetopft und weniger gegossen werden.
  • Grauschimmel: Auch dieser Pilz wird durch zu viel Nässe verursacht. Es ist zwingend notwendig, betroffene Pflanzenteile zu entfernen und zu entsorgen (nicht auf dem Kompost!), zudem sollte danach ein spezielles Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Nützt dies alles nichts, muss die Pflanze umgehend entsorgt werden, bevor sie noch andere ansteckt.

 

Graphiken: © – Harald Biebel – Fotolia.com; Stefan Körber – Fotolia.com; 7monarda – Fotolia.com; Simone van den Berg – Fotolia.com; jeans – Fotolia.com

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