Wermut – Pflanze anbauen, pflegen und Wirkung



Wermutkraut Gemeiner Wermut AbsinthHört man den Begriff „Wermut“, so denkt man automatsch an das alkoholische Getränk hinter diesem. Kaum einer weiß, dass es sich dabei auch um eine Pflanze handelt kann – und um eine sehr gesunde obendrein! Der Wermut ist eines der besten Mittel zur natürlichen Unterstützung der Verdauung und kann ohne größere Schwierigkeiten im eigenen Garten angebaut werden.

Wermut Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Wermut Standort: Sonnig und trocken

Das Heilkraut braucht Sonne, um richtig gedeihen zu können, und sollte deshalb an einem möglichst sonnigen Standort angebaut werden. notfalls nimmt es auch mit einem halbschattigen Plätzchen vorlieb.

Der Boden sollte trocken und nährstoffarm sein. Besonders gut gedeiht der Wermut in sandigen und kalkhaltigen Böden.

Auch ist eine Kübelhaltung möglich.

360°-Video von dem Wermut (Artemisia laciniata)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie der Wermut (Artemisia laciniata) aussieht.

360°-Video von dem Wermut (Artemisia laciniata)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im Mai

Wermut Aussaat von April bis Mai

Saatgut für den Wermut Anbau ist im Fachhandel erhältlich. Die Aussaat erfolgt von April bis Mai direkt ins Freiland, wobei zu beachten ist, dass die Samen nicht mit Erde bedeckt werden dürfen.

Wer möchte, kann auch im August/September eine Aussaat machen, so dass im Folgejahr eine erneute Anzucht gewährleistet ist.

Haben die jungen Pflänzchen eine Höhe von 8 cm erreicht, sollten sie pikiert werden.

Grundsätzlich ist es so, dass nicht allzu viele Wermutpflanzen gezogen werden sollten: für einen gewöhnlichen Haushalt sind in der Regel zwei bis drei Pflanzen vollkommen ausreichend.

Wermut Pflege – Tipps

  • Gießen: Dieses Heilkraut hat nur einen geringen Wasserbedarf. Zusätzliche wassergaben sind deswegen nur an heißen Tagen notwendig.
  • Düngen: Eine Kompostgabe pro Jahr ist vollkommen ausreihend, um den Nährstoffbedarf des Wermuts zu decken.
  • Überwintern: Wermut ist winterhart und muss im Winter nur ins Haus geholt werden, wenn er in einem Kübel gehalten wird.
  • Vermehren: Wermut lässt sich sehr gut über Stecklinge vermehren. Hierfür werden im Sommer circa 10 cm lange Triebe von der Spitze eines bestehenden Strauchs abgeschnitten und in die Erde gesteckt nach kurzer Zeit bildet er Wurzeln. Den Großteil der Vermehrung erledigt der Wermut allerdings alleine: er bildet Wurzelausläufer. Wer möchte, kann diese von der Hauptwurzel trennen und an einer anderen Stelle im Garten auspflanzen.
  • Rückschnitt: Wermut hat eine Tendenz dazu, zu wuchern. Ein regelmäßiger Rückschnitt Ende Juli ist deswegen unabdingbar.
  • Verholzen: Der Wermut neigt außerdem dazu, zu verholzen. Alle vier Jahre sollte er deshalb entsorgt und gegen neue Pflanzen ausgetauscht werden.

Wermut ernten ab Juli

Die Wermut Ernte erfolgt ab Ende Juli bis in den Spätherbst hinein. Geerntet werden die frischen Blätter sowie die gelben Blütenrispen.

Nach der Ernte werden die Pflanzenteile an einem trockenen Ort getrocknet und können dann weiterverarbeitet werden.

Wermut – Wirkung

Wermutkraut wirkt aufgrund seiner Bitterstoffe unter anderem

  • appetitanregend,
  • immunsystemstärkend,
  • durchblutungsfördernd,
  • verdauungsfördernd

und wird deswegen gerne unterstützend bei

  • Verdauungsbeschwerden
  • Nierenbeschwerden
  • Leberbeschwerden

eingesetzt. Hierfür wird ein Tee hergestellt: zwei Teelöffel getrocknete Wermutblätter werden mit 200 ml heißem Wasser überzogen und 10 Minuten ziehengelassen.

Auch kann Wermut mit Branntwein angesetzt werden. So entsteht ein Getränk, welches insbesondere nach fettigem Essen die Verdauung unterstützt.

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Graphik: © Gerhard Seybert – Fotolia.com

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