Rosmarin Pflege, Standort, Vermehrung und Überwintern



Rosemary.Zu den ältesten Küchenkräutern zählt der Rosmarin, der nicht nur zur Verfeinerung von Speisen dient, sondern auch als Naturheilmittel gegen Kopfschmerzen angewendet werden kann. Der Rosmarin Anbau im eigenen Garten ist sehr einfach und auch für Anfänger geeignet; problematisch ist lediglich die Überwinterung des Krautes: es ist nicht winterhart. Werden jedoch einige Tipps beherzigt, hat man jahrelang Freude an seinem Rosmarin im Kräutergarten

Roasmarin Pflege – Steckbrief von Gartenbista:

Rosmarin Standort: sonnig!

Der Rosmarin stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und liebt deshalb die Sonne. Der Standort sollte demzufolge so gewählt werden, dass der Pflanze dieser Wunsch erfüllt wird. Lediglich nach der Überwinterung sollte der Standort noch nicht so sonnig sein, damit sich der Rosmarin langsam an die Umstellung gewöhnen kann. Optimal für Kräuter ist ein Plätzchen an einer Südwand, da diese Wärme speichert und abgibt.

Der Boden sollte locker, trocken und nährstoffreich sein. Vor dem Pflanzen kann gerne etwas Humus der erde untergemischt werden.

360°-Video vom Rosmarin

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie kriechender Rosmarin (Rosmarinus officinalis ‚Prostratus‘) aussieht.

360°-Video vom Rosmarin (Rosmarinus officinalis ‚Prostratus‘) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Oktober

Rosmarin Pflege – Tipps

  • Gießen: Der Rosmarin hat keinen hohen Wasserbedarf; zwischen den einzelnen Wassergaben darf die Erde ruhig etwas antrocknen. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bildet. Auch fallen die Nadeln bei zu hohen Wassergaben ab. Wird der Rosmarin im Topf gehalten, kann dieser in einen Wassereimer getaucht werden. Auch hierbei ist es wichtig, dass überschüssiges Wasser abläuft.
  • Umtopfen: Rosmarin neigt dazu, schnell zu wachsen. Demzufolge ist relativ häufig ein Umtopfen notwendig, wenn er im Topf gehalten wird. Dieses sollte im Frühjahr nach der Winterruhe geschehen.
  • Düngen: Eine Düngegabe im Frühjahr ist sinnvoll, wobei dies nur bei Pflanzen notwendig ist, die im Beet stehen.

Rosmarin Überwinterung

Rosmarin ist nicht winterhart und muss deswegen zwingend in ein Winterquartier gebracht werden. In diesem sollten Temperaturen zwischen 5°C und 10°C herrschen. Darüber hinaus muss es hell sein.

Eine gelegentliche Wassergabe ist beim Überwintern notwendig, damit der Rosmarin nicht austrocknet. Sollte in dem Winterquartier trockene Luft herrschen, muss die Pflanze zudem mit Wasser besprüht werden.

Das immergrüne Kraut kann nach langen Trockenperioden oder nach der Überwinterung braune oder vertrocknete Zweige aufweisen. Diese sind zu entfernen, können allerdings noch verwendet werden. Ansonsten ist es nicht notwendig, den Rosmarin zu schneiden beziehungsweise zu beschneiden.

Die eigentliche Ernte kann vom Frühjahr bis in den Herbst absolviert werden, wobei immer ganze Zweige abgenommen werden sollten.

Rosmarin Krankheiten und Schädlinge

Im Freien ist der Rosmarin gegen Krankheiten und Schädlinge weitestgehend immun. Im Winterquartier hingegen können Spinnmilben und Läuse auftreten; vor allem dann, wenn die Luftfeuchtigkeit zu gering ist.

Rosmarin Verwendung

Die Blätter beziehungsweise Triebspitzen des Rosmarins können sowohl frisch als auch getrocknet zur Verfeinerung von Speisen und Salaten verwendet werden.

Stellt man einen Sud her, so kann dieser in der Naturmedizin gegen Kopfschmerzen angewendet werden. Hierfür wird ein Teelöffel getrockneter beziehungsweise einige Nadeln frischer Rosmarin in eine Tasse gegeben und mit heißem Wasser übergossen. Nach 10 Minuten abseihen.

Graphik: © gitusik – Fotolia.com

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