Beifuß Pflanze: Aussaat, Standort, Pflege & Heilwirkung



Spätestens wenn es um das Zubereiten einer Weihnachtsgans geht und keine passenden Kräuter vorhanden sind, wünscht sich so mancher Gartenbesitzer, er hätte beizeiten Beifuß (Weiberkraut) in seinem Garten angebaut: das aromatische Kraut ist die perfekte Würze für dieses Gericht; darüber hinaus ist es pflegeleicht und lässt sich mit wenigen Handgriffen leicht selbst anbauen.

Beifuß Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista:

Beifuß Standort: anspruchlos

Der Beifuß – auch als „Wilder Wermut“ bekannt –  ist ausgesprochen anspruchslos, was die Wahl seines Standorts angeht. Auch steinige und trockene Böden stellen kein Problem für ihn dar.

Bei der Wahl des Standorts ist jedoch zu beachten, dass der Beifuss eine Höhe von 2 m erreichen kann.

Beifuß aussäen, pflanzen

Hierzulande gilt der Beifuß eher als Unkraut, so dass es recht schwierig ist, Saatgut des Beifußes zu erwerben. Falls dies doch gelingt, so muss dieses entweder im Frühling oder im Herbst ausgesät erden, und zwar direkt an Ort und Stelle.

Auch Pflanzen sind eher selten käuflich zu erwerben. Sinnvoll ist es deswegen, sich in der freien Natur auf die Suche nach Beifussgewächsen zu machen und dort eines auszugraben, dabei ist jedoch zu beachten, dass sich diese Pflanze keinesfalls auf einem Privatgrundstück befinden darf.

Alternativ kann von einem Beifuss ein Steckling abgenommen, bewässert und dann im eigenen Garten eingepflanzt werden, sobald sich Wurzeln gebildet haben.

Beifuss Pflege – Tipps

Das Heilkraut ist widerstandfähig und anspruchslos und somit nicht auf die Pflege seitens des Gartenbesitzers angewiesen.

Beifuss ernten und lagern

Die Beifuss Ernte erfolgt in der Zeit von Juli bis September. Hierbei wird das Kraut etwa eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten, zu einem Strauß gebunden und kopfüber an einem geschützten Platz getrocknet. Ist die geschehen, werden die Blüten, Blätter sowie die dünnen Stängel entfernt und in einem Gefäß an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt. Dort hält es sich sehr, sehr lange und dient als das perfekte Gewürz für Suppen, Käse, Geflügel, Wild oder Rind. Auch zu Ölen oder Essigen verarbeitet ist der Beifuss eine Bereicherung für heimische Küchen.

Beifuss Heilwirkung

Auch, wenn der Beifuss nicht jedermann bekannt ist: in der Naturheilkunde zählt er zu den wichtigsten Heilpflanzen überhaupt. Er enthält sehr viele Bitterstoffe, die die Bildung von Gallen- und Magensäften fördern. Demzufolge wird er gerne bei Appetitlosigkeit eingesetzt; darüber hinaus findet er unter anderem Verwendung bei:

  • Blähungen
  • Blasenentzündung
  • Durchfall
  • Kalte Hände und Füße
  • Menstruationsbeschwerden
  • Muskelkater
  • Neuralgien
  • Unruhe

Verwendet wird das gesamte Kraut inklusive der Wurzel. Während das Kraut zwischen Juli und September geerntet wird, kann die Wurzel im Spätherbst ausgegraben werden.

Optimal ist die Zubereitung eines Tees: ein Teelöffel Beifussblätter werden mit 250 ml heißem Wasser übergossen und circa 3 Minuten ziehen gelassen. Danach wird er abgeseiht und kann getrunken werden.

Zu beachten ist, dass Beifuss nicht überdosiert werden darf: zwei bis drei Tassen Tee täglich sind vollkommen ausreichend; nach sechs Wochen sollte unbedingt eine Pause eingelegt werden. Auch darf er nicht während einer fiebrigen Erkrankung eingenommen werden.

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Graphik: © petrabarz – Fotolia.com

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