Winterkresse, Barbarakraut – Pflege, Standort und Aussaat



Yellow fieldsDas Echte Barbarakraut gehört – genau wie das Mittlere Barbarakraut – zu jenen Arten der Winterkresse, die sowohl in der Naturmedizin als auch in der Naturküche Anwendung finden. Die kleine Pflanze gilt als extrem anspruchslos und wird gerne in heimischen Gärten angebaut – der Erfolg ist garantiert.

Wintekresse, Barbarakraut Steckbrief von Gartenbista.de

Barbarakraut Standort: anspruchlos

Die Winterkresse ist bei der Auswahl ihres Standorts nicht wählerisch: sie wächst in der freien Natur an Feldrändern, Böschungen, Bahndämmen, Wiesen,… nahezu überall. Besonders wohl fühlt sie sich jedoch an einem sonnigen bis halbschattigen Plätzchen mit einem fechten und nährstoffreichen Boden.

Das Barbarakraut kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen. Als Unterpflanzung anderer Pflanzen ist es somit nicht geeignet, steht aber gerne in der Nähe anderer Kräuter.

Barbarakraut Aussaat von Frühjahr bis Herbst

Die Aussaat des Barbarakrauts erfolgt direkt an Ort und Stelle und ist vom Frühjahr bis in den Herbst hinein möglich. Früh im Jahr ausgesäte Pflanzen können bereits Ende desselben Jahres geerntet werden; Pflanzen der späteren Aussaat hingegen im Frühjahr des Folgejahres.

Das Barbarakraut wird in Reihen ausgesät, wobei diese einen Abstand von 20 cm zueinander haben sollten. Da es sich bei diesem Wildkraut um einen Lichtkeimer handelt, sollte das Saatgut nur leicht mit Erde bedeckt werden.

Barbarakraut Pflege – Tipps

  • Pflanzen: Die Winterkresse braucht etwas Platz, um sich gut entwickeln zu können. Aus diesem Grund müssen die kleinen Pflanzen auf einen Abstand von circa 10 cm zueinander ausgedünnt werden, wenn sie eine Höhe von 5-8 cm erreicht haben.
  • Überwintern: Barbarakraut ist zweijährig, also winterhart. Dennoch sollte man dem Wildkraut die kalten Temperaturen ein wenig verschönern, in dem man ihm einen Winterschutz in Form von Reisig gibt.
  • Düngen: Eine zusätzliche Düngegabe ist nicht notwendig, insbesondere auf organische Dünger sollte komplett verzichtet werden.
  • Gießen: Das Barbarakraut sollte regelmäßig gegossen werden; insbesondere an heißen Tagen. Ausnahmen bestehen jedoch für jene Pflanzen, die am Rande eines Gartenteichs wachsen: bei diesen ist in der Regel keine zusätzliche Wassergabe notwendig.
  • Vermehrung: Die Winterkresse ist selbstaussäend. Wer also einmal einen Barbarakraut Anbau gestartet hat, braucht sich in den kommenden Jahren keine Sorgen über dessen Bestand zu machen.

Barbarakraut ernten von April bis Juni

Von April bis Juni bildet das Barbarakraut gelbe Blüten. Während dieser Zeit können die Blätter einen bitteren Geschmack annehmen, was bei der Ernte zu beachten ist. Ansonsten kann die Winterkresse immer dann geerntet werden, wenn sie frische grüne Blätter (Rosenblätter) aufweist – sogar dann noch, wenn bereits der erste Schnee gefallen ist. Diese sind nämlich besonders angenehm im Geschmack (erinnern an Kresse) und besitzen ausgesprochen viele Vitamine. Allerdings sollten sie nach Möglichkeit nur in rohem Zustand verzehrt werden, da sie nur dann das beste Aroma besitzen.

Barbarakraut als Küchenkraut

Barbarakraut kann sowohl wie Spinat gekocht als auch als Salat verzehrt werden. Auch Quark verleiht die Winterkresse eine angenehme, würzig-pikante Note.

Barbarakraut Heilwirkung

Das Barbarakraut ist sehr vitaminhaltig. Darüber hinaus enthält es viele Bitterstoffe, welche die Verdauung anregen und fördern. Winterkresse wird zudem als Wundheilmittel sowie zur Prophylaxe gegen Erkältungen sowie Harnwegsinfekte verwendet. Hierfür wird ein Tee hergestellt: 5 Gramm frische Blätter werden mit 200 ml heißem Wasser übergossen und circa 10 Minuten ziehen gelassen.

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Barbaratag, 04. Dezember

Wie kommen Zweige in Verbindung mit der Heiligen Barbara? Der Legende nach blieb die Heilige Barbara bei ihrer Verhaftung im Jahre 306 n. Chr.  mit ihrem Kleid an einem Zweig hängen, der abriss. Sie stellte diesen ins Wasser, und genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde, fing der Zweig an zu blühen. Ihr zu Ehren wurde seitdem ihr Gedenktag (04.12.) dazu genutzt, Zweige abzuschneiden.

a) Barbarazweige: die Tradition

Am Barbaratag werden die Zweige geschnitten und in eine mit Wasser gefüllte Vase in die Wohnung gestellt. Das dort in der Regel herrschende Klima simuliert die Außentemperaturen im Frühling und führt dazu, dass die Blatt- beziehungsweise Blütenknospen wachsen und aufblühen. Nach einigen Wochen, normalerweise genau zu Weihnachten, stehen die Zweige in voller Blüte.

b) Welche Zweige eignen sich besonders gut für den Barbaratag?

  • Apfelbaum
  • Birke
  • Birnbaum
  • Forsythien
  • Goldregen
  • Ginster
  • Haselnuss
  • Holunder
  • Kirschbaum
  • Mandelbäumchen
  • Pflaumenbaum
  • Rosskastanie
  • Rotdorn
  • Schlehe

Achtung: Bitte die Zweige nicht abreißen, sondern abschneiden – und zwar nicht in freier Natur, sondern nur von Bäumen aus dem eigenen Garten beziehungsweise mit Erlaubnis des Besitzers.

Symbolik der Barbarazweige

Barbarazweige haben verschiedene Bedeutungen seit Jahrhunderten. So dienen sie beispielsweise als Orakel zur Vorhersage von allen möglichen Geschehnissen in der Zukunft (sogar zur Vorhersage von Lottozahlen!), als Symbol für Glück – oder einfach als wunderschöne Zimmerdekoration. Und genau als das sollten sie angesehen werden: als eine Dekoration, die Hoffnung macht, dass nach dem kalten Winter wieder ein Frühling folgen wird…

Graphik: © Oleg Fedorkin – Fotolia.com; © womue-Fotolia.com

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