Sandkasten bauen aus Holz oder Stein – Eine Anleitung



Sandkasten aus Holz

Sandkasten aus Holz

„Papa, kannst du mir einen Sandkasten bauen?“ Wohl kaum ein Vater hierzulande, der nicht schon einmal mit dieser Frage konfrontiert gewesen ist. Kinder lieben es, im Sandkasten zu spielen, und können sich dort stundenlang beschäftigen. Wer einen eigenen Garten hat, kann sich glücklich schätzen, denn er kann seinen Kindern dort einen perfekten Platz zum Budeln, Sandburg bauen, Sandkuchen Backen und vieles mehr schaffen. Was ist beim Sandkasten selber Bauen zu beachten?

Sandkasten selber bauen – Anleitung von Gartenbista

Sandkasten bauen: Tipps für Schnellleser

  • Standort: sonnig; hell; vom Haus einsehbar
  • Stein: stabil, aber klobig
  • Holz: einfach zu bauen
  • Material: Holzbohlen; Kies; wasserdurchlässiges Vlies; Winkel; Schrauben; Sand
  • Anleitung: Loch ausheben; Kies auffüllen; Rahmen bauen; Vlies anbringen; Rahmen einsetzen; mit Sand auffüllen
  • Sand: Spielsand oder Bausand
  • Abdeckung: Bretter oder Netz
Sandkasten

Sandkasten

Sandkasten bauen: Der richtige Standort

Bevor es ans Sandkasten Bauen geht, sollte zunächst der optimale Standort ausgesucht werden. Dieser sollte

  • hell und
  • sonnig

sein, damit sich die Kinder auch gerne dort aufhalten. Schattige Plätze besitzen darüber hinaus den Nachteil, dass sich leichter Moose und Pilze an den Sandkästen bilden können. Die pralle Mittagssonne ist allerdings wiederum auch nicht besonders gut geeignet, um sich stundenlang in ihr aufzuhalten. Die Ost- oder Westseite eines Grundstücks ist demzufolge empfehlenswert, oder aber ein Plätzchen unter einem Baum. Alternativ muss der Sandkasten ein Dach bekommen, das die Kinder vor starker Sonneneinstrahlung schützt.

Auch sollte der Standort so gewählt werden, dass er vom Haus aus immer beobachtet werden kann. Selbst unter Beachtung größter Vorsichtsmaßnahmen kann immer etwas passieren, und so ist es sinnvoll, wenn ein Elternteil oder ein anderer Erwachsener die spielenden Kinder gut im Blick hat.

Sandkasten aus Holz oder Stein?

Ist die Standortfrage geklärt, steht die nächste Entscheidung an: Sandkasten aus Holz oder aus Stein?

Ein Sandkasten aus Stein ist zwar extrem stabil, wirkt aber meistens etwas klobig und klotzig. Auch ist die Gefahr, sich beim Spielen an den Steinen zu verletzen, größer als bei einer Holzbohle.

Holz ist ein echtes Naturprodukt, und ein Sandkasten aus Holz wirkt besonders einladend, wenn er in bunten Farben gestrichen ist. Auch ist es nicht besonders schwer, ein derartiges Spielgerät selber zu bauen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich die meisten Eltern für die hölzerne Variante entscheiden.

Komplett in der Erde versenkter Sandkasten

Komplett in der Erde versenkter Sandkasten

Sandkasten aus Holz bauen: Welches Material wird benötigt?

  • Holzbohlen
  • Kies als Drainage
  • Wasserdurchlässiges Vlies
  • Winkelverbinder
  • Schrauben
  • Sand
  • Holzbohlen für den Sandkasten

Die Holzbohlen sollten etwa 4 cm dick, 20 cm breit und so lang sein, wie der Sandkasten breit werden soll. Empfehlenswert sind Sandkästen in der Größe 1,50 m X 1,50 m bis 2 m x 2 m. Da der optimale Sandkasten 40 cm hoch ist, werden acht Bohlen benötigt.

Wichtig ist, dass das Holz unbehandelt ist: Imprägnierungen können bei Regen ausgespült werden und so in den Sand gelangen. Dort kommen die Kinder mit den chemischen Mitteln in Berührung und/oder essen sie sogar zusammen mit dem Sand, was zu Gesundheitsschäden führen kann.

Lärchen- oder Douglasienholz gilt auch in unbehandeltem Zustand als besonders widerstandsfähig; ist jedoch auch relativ teuer. Holzbohlen aus Fichte beispielsweise ist wesentlich kostengünstiger und hat unbehandelt eine Haltbarkeit von circa fünf Jahren.

Sandkasten bauen: Kies als Drainage

Nach einem Regenschauer ist es wichtig, dass das Regenwasser ablaufen kann, damit der Sand trocknen kann. Hierfür ist es notwendig, eine Drainage aus Kies zu legen.

Auf das Kiesbett wird danach das wasserdurchlässige Vlies gelegt. Durch dieses kann das Wasser sehr gut ablaufen, während von unten weder Unkraut noch Insekten in den Sand gelangen können.

Sandkasten bauen: Winkel

Stabile Winkel sind unerlässlich beim Sandkasten selber Bauen: durch sie werden die beiden Rahmen, zu denen die Bohlen zusammengesetzt werden, miteinander verbunden. Dies geschieht nicht nur über Eck, sondern auch senkrecht; es werden demzufolge rechte Winkel sowie gerade Winkelverbinder benötigt. Diese Lochwinkel sollten aus verzinktem Stahlblech bestehen, da dies nicht nur stabil, sondern auch wetterfest ist.

Sandkasten bauen: Was wird noch benötigt?

Neben den oben aufgeführten Materialien sind Schrauben notwendig, mit denen die Holzbohnen zusammengeschraubt werden.

Soll der Sandkasten ringsum eine Sitzfläche bekommen, so werden weitere Holzbohlen gebraucht. Haben sie eine Breite von maximal 20 cm, so können sie einfach auf dem Rahmen befestigt werden; sind sie jedoch breiter – um eine breitere Sitzfläche zu erhalten -, so sollten sie mit dreieckigen Holzstützen zusätzlich stabilisiert werden. Beim Kauf der Materialien ist dies zu berücksichtigen.

Sandkasten ohne Sitzfläche

Sandkasten ohne Sitzfläche

Sandkasten bauen: Anleitung

  1. Am ausgewählten Standort ein Loch ausheben, welches etwas länger als die Bohlen und halb so lief ist, wie diese breit sind
  2. Loch mit Kies ausfüllen
  3. Jeweils vier Bohlen zu einem Quadrat zusammenstellen und an den Ecken miteinander verschrauben
  4. Beide so entstandenen Rahmen mit Hilfe der Winkel miteinander verschrauben
  5. Vlies ausbreiten und an den Innenseiten des Rahmens annageln oder antackern
  6. Rahmen in das Loch stellen
  7. Gegebenenfalls Sitzflächen anbauen
  8. Sandkasten mit Sand füllen

Sandkasten bauen: Den richtigen Sand auswählen

Damit die Kinder auch tatsächlich mit dem Sand kreativ sein können, muss er einigen Anforderungen gerecht werden. So muss er

  • leicht formbar, aber dennoch
  • stabil

sein. Auch sollte er so fein sein, dass die Kinder während des Spielens und Buddelns gemütlich sitzen können und vom Anfassen des Sandes keine rauen Hände bekommen. Gewöhnlicher Sand erfüllt diese Kriterien nicht, deswegen greifen viele Eltern zu speziellem Spielsand. Bei diesem handelt es sich zwar genau wie beim Bausand um Quarzsand, der jedoch wesentlich öfter gesiebt wird. So erhält er eine gleichmäßige Körnung.

Der Nachteil des Spielsandes ist ganz klar der Preis: so viel Qualität muss bezahlt werden, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass er wesentlich teurer ist als der Bausand aus dem Baumarkt. Dieser kann – was etwaige Schadstoffe angeht – im Übrigen ebenfalls unbesorgt verwendet werden. Er lässt sich sogar noch besser verarbeiten, kann aber Kinderhände aufrauen und lässt sich auch aus Kleidungsstücken nicht so gut entfernt werden.

Sandkasten bauen: Die benötigte Sandmenge berechnen

Die richtige Sandmenge für Ihren Sandkasten könne Sie ganz einfach mit unserem Sandkastenrechner bestimmen:

Sandkasten bauen: Abdeckung nicht vergessen!

Sinnvoll ist es, eine Abdeckung zu besorgen, welche auf den Sandkasten gelegt werden kann. Diese dient nicht alleine dazu, den Sand vor Feuchtigkeit zu schützen, sondern auch vor Katzen: allzu gerne nutzen Vierbeiner Sandkästen als Toilette, und dies ist weder hygienisch noch im Sinne des Erfinders.

Pfiffige Handwerker bauen solch eine Abdeckung aus Brettern selbst; alternativ kann aber auch ein spezielles Netz aus dem Fachhandel verwendet werden. Wichtig ist, dass es luftdurchlässig ist. Beim Kauf ist zudem darauf zu achten, dass das Schutznetz an jeder Seite 10 – 25 cm überhängt.

Sandkasten mit Sonnenschutz

Sandkasten mit Sonnenschutz

Sandkasten bauen Tipps

  • Soll der Sandkasten angemalt werden, auf umweltfreundliche Farben achten!
  • Dach bauen: Zwei Bretter zu einem Dreieck zusammenschrauben, auf Pfähle setzen und an einer Seitenwand des Sandkastens anschrauben.
  • Ist der Sand nicht feucht genug, um ihn zu „Kuchen“ oder Sandburgen zu verarbeiten, mit etwas Wasser besprühen.

 

 

Graphiken: © Aleksandr Volkov – Fotolia.com; Marco2811 – Fotolia.com; eyalg_115 – Fotolia.com; Kara – Fotolia.com; hwieheinrich – Fotolia.com

2 Kommentare zu “Sandkasten bauen aus Holz oder Stein – Eine Anleitung

  1. guten Abend,

    die Anleitung ist wirklich sehr ausführlich und toll geschrieben.Ich finde es toll, wie nicht nur allein der Aufbauprozess beschrieben ist, sondern auch, wofür die Zusatzteile dienen, zB. dass das Vlies Unkraut abhält. Das sind nämlich wichtige Zusatzelemente, die viele Menschen einfach weglassen und sich dann beschweren, warum es denn in ihrem Sandkasten so schön grünt und blüht :). Ich möchte meinen Kindern unter ihren Spielturm ebenfalls eine Sandkiste bauen, habe mich bis jetzt aber noch nicht richtig an den Aufbau getraut. Nun wage ich es endlich mal. Ich hatte vorher diese Anleitung hier im Auge, da finde ich eure aber etwas ausführlicher. Liebe Grüße

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.