Natursteine verlegen: So geht´s!



NatursteinplattenIm Bereich des Gartenbaus beziehungsweise der Gartengestaltung wird man früher oder später mit dem Begriff „Naturstein“ konfrontiert. Dies ist insofern unumgänglich, als dass Steine beliebte und notwendige Elemente in heimischen Gärten sind. Doch was sind Natursteine? Kann man Natursteine kaufen oder muss man sie selbst sammeln?

Natursteine: Steine aus der Natur?

Jeder Stein, der sich in der freien Natur befindet, kann als Naturstein bezeichnet werden – vorausgesetzt, er ist auf natürlichem Wege entstanden. Ein Ziegelstein, der von einem Dach herabgefallen ist und nun auf einer Wise liegt, ist demzufolge nicht als ein solcher zu bezeichnen; ein Fels hingegen schon, genauso wie ein Kieselstein, der in einem Flussbett liegt. Steine, die künstlich erschaffen worden sind, wie beispielsweise der Ziegelstein, werden demzufolge als „künstliche Steine“ bezeichnet.

Nun wird gerne die Begrifflichkeit „Naturstein“ für jene Steine verwendet, welche bei der Gartengestaltung (oder bei anderen baulichen Maßnahmen) verarbeitet werden. Nimmt man es ganz genau, so müssten diese als „Naturwerksteine“ bezeichnet werden, nur ist dies im heutigen Sprachgebrauch eher selten der Fall.

Welche Natursteine gibt es?

Weltweit gibt es viele verschiedene Arten von Natursteinen, die in der Regel aus Steinbrüchen gewonnen werden. Zu den bekanntesten zählen

  • Alabaster
  • Basalt
  • Granit
  • Gneis
  • Marmor
  • Kalkstein
  • Sandstein
  • Tonschiefer

Die Natursteine werden in der Regel seitens eines Steinmetzbetriebes so bearbeitet, dass sie zu Platten werden. So können sie einfach verlegt werden. Auch ist Naturstein als Pflasterstein erhältlich, welcher ungleichmäßig geformt ist.

Es gibt jedoch auch Natursteine, die zerkleinert werden, um dann als Ziersteine Verwendung zu finden; diese werden als „Zierkiesel“ bezeichnet.

Natursteine verlegen: was ist zu beachten?

Das A und O beim Natursteine Verlegen ist eine gründliche Planung. Bei dieser sollten folgende Fragen detailliert geklärt werden:

  • Wo genau sollen die Steine verlegt werden?
  • Welche Steine sollen verwendet werden?
  • Soll ein bestimmtes Muster eingefügt werden?
  • Für welchen Zweck soll die Verlegung erfolgen?

Sind diese Fragen geklärt, kann man sich an die eigentliche Arbeit machen.

Natursteinplatten verlegen: So geht´s!

Zuerst wird dort, wo die Platten verlegt werden sollen, der Boden abgetragen. Eine Tiefe von 40 – 50 cm ist sinnvoll, wobei der Aushub gleichmäßig erfolgen sollte. In dieses „Bett“ wird nun eine Tragschicht gefüllt, welche aus Schotter bestehen sollte. Nach jeweils 20 cm Höhe muss dieser Schotter mit der Rüttelplatte verdichtet werden; generell sollte sie allerdings nicht höher als 40 cm sein.

Auf die Tragschicht wird nun die Bettungsschicht gefüllt, welche dazu dient, etwaige Unebenheiten auszugleichen. Sie besteht aus gebrochenem Stein und sollt ca. 4 cm hoch sein. Verstrichen wird sie mit einem Brett. Nach dem Verstreichen darf dies Fläche nicht mehr betreten werden.

Nun kann mit dem Verlegen der Platten begonnen werden.

Ist die geschehen, muss die Fläche verfugt werden. Optimal geeignet hierfür ist Sand oder Schotter – je nach Art der verlegten Platten. Wichtig ist, dass das Fugenmaterial grundsätzlich trocken aufgetragen wird.

Natursteinpflaster verlegen

Sehr gerne werden Pflastersteine aus Naturstein verlegt, da diese eine sehr vielseitige und individuelle Gestaltung gestatten.

Natursteinpflaster benötigt besondere Aufmerksamkeit. Durch ihre ungleichmäßigen, bizarren Formen lassen sich derartige Pflastersteine nicht akkurat verlegen, sondern müssen einzeln in die Bettungsschicht eingegraben und danach mit dem Pflasterhammer eingeschlagen werden. Etwaige Unebenheiten werden dann durch die Rüttelplatte ausgeglichen.

 

Graphik: © strubel – Fotolia.com

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