Grabbepflanzung im Herbst: Ideen & Tipps



Ein Thema, über welches nicht so gerne gesprochen wird, das aber dennoch wichtig ist, ist die Grabbepflanzung. Die Sommerbepflanzung hat sich verabschiedet, der alles abdeckende Schnee ist noch nicht da, und so kommt es, dass gerade in den kalten, dunklen Monaten Friedhofsgräber häufig traurig und ungepflegt aussehen. Das ist insofern doppelt schade, denn zum einen fallen gerade in diese Jahreszeit einige Gedenktage: Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag,…Zum anderen sieht es auch auf Friedhöfen gleich ein wenig freundlicher aus, wenn einige Farbkleckse die Gräber verschönern. Im Garten achtet man schließlich auch auf eine schöne Optik…

Ideen und Tipps zur Grabbepflanzung im Herbst von Gartenbista

Vorab sollte bedacht werden, dass es sich nicht wirklich lohnt, nach Abblühen der Sommerbepflanzung kurzzeitige Blühpflanzen einzupflanzen. In der Regel sind diese nicht winter- beziehungsweise frosthart, so dass ihre Lebenszeit nur von kurzer Dauer und das Grab danach wieder unbepflanzt ist. Von daher ist es besser, nur einige Farbtupfer zu setzen, die aber längerfristig stehen bleiben können.

Pflanzenauswahl für den Herbst

Wer spezielle Herbstblüher wünscht, damit in der grauen Jahreszeit das Grab ein wenig freundlicher aussieht, sollte Chrysanthemen, Astern oder Margeritensorten pflanzen – diese sind zwar in der Regel nicht winterhart, setzen aber im Herbst bis hin zum ersten Frost farbige Akzente.

Wer lieber etwas länger Blühendes pflanzen möchte, sollte seinen Fokus auf folgende Pflanzen richten:

Besonders Hornveilchen und Stiefmütterchen überstehen Kälte und Frost in der Regel sehr gut und bilden zum Frühjahr hin nochmals neue Blüten. Besonders schöne Farbtupfer geben die Beeren des Wacholder und der Schneebeere; sie leuchten selbst durch eine zarte Schneedecke hindurch…

Auch wenn dies ganzjährig geschehen kann: der Herbst ist die beste Pflanzzeit für Stauden und Bodendecker. Bis zum ersten Frost können diese Pflanzen problemlos in die Erde gebracht werden.

Blumenzwiebeln auch auf Gräbern stecken!

Auch, wenn das Frühjahr noch endlos weit weg zu sein scheint: es kommt ganz gewiss! Wie sehr erfreut man sich dann an dem Anblick von Frühjahrsblühern wie Krokussen, Schneeglöckchen, Hyazinthen, Tulpen und Narzissen…Auch auf Gräber sehen diese ersten Blumengrüsse des Jahres wunderschön aus, deswegen sollte keinesfalls versäumt werden, die entsprechenden Zwiebeln im Herbst zu stecken.

Grabpflege im Herbst: was ist noch zu beachten?

  • Pflanzen überwintern: Sämtliche Pflanzen, die nicht winterhart sind, sollten vor dem ersten Frost entfernt werden. Gegebenenfalls können diese an einem geeigneten Ort überwintern und im Folgejahr wieder eingepflanzt werden, wie beispielsweise bei Geranien sehr gut möglich ist.
  • Laub entfernen: Laub, welches aufs Grab gefallen ist, muss ebenfalls komplett entfern werden, denn ansonsten können sich (Pilz-) Krankheiten in der Erde entwickeln.
  • Gießen: Wie zu allen Jahreszeiten, sollten bei der Bepflanzung Pflanzen verwendet werden, die auch mal einige Tage ohne Pflege beziehungsweise Wassergabe auskommen.

Erfahrungsgemäß schaffen es die meisten Hinterbliebenen nicht, täglich eine Visite auf dem Friedhof abzuhalten – und sind hinterher enttäuscht, wenn die Bepflanzung eingegangen ist. Ansonsten besteht immer die Möglichkeit, ein professionelles Unternehmen mit der Betreuung der Grabstätte zu beauftragen…

Graphik: © racamani-Fotolia.com

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