Gartenarbeit im April – Gartenkalender



Wohl einer der schlimmsten Monate für Gartenbesitzer ist der April: zum einen sind bereits jede Menge Gartenarbeiten vonnöten, andererseits steht diesen häufig eine Macht entgegen, die nicht durch Menschenhand zu beeinflussen ist: das Wetter. Die Unbeständigkeit des sprichwörtlich bekannten Aprilwetters führt oft genug dazu, dass geplante – und aus des Gartenbesitzers Sicht auch notwendige – Tätigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen. Ist es wiederum zu warm, kann es leicht passieren, dass die Keimlinge vertrocknen. Sollte das Wetter jedoch gnädig sein und Arbeiten im Freien möglich machen, so ist der April randvoll mit Aufgaben für den Gartenbesitzer, welche es zu erledigen gilt, denn – auch wenn man es kaum glauben mag – es sind nur noch ein paar Wochen, bis die Hauptsaison beginnt…

Gartenarbeit im April – Tipps:

Gemüse im Haus vorziehen

Viele Gemüsesorten können bereits im April im Haus oder Gewächshaus vorgezogen werden. Zu diesen gehören unter anderem Tomaten, Gurken, Chinakohl und Paprika. Diese Pflanzen sollten so lange im Haus gehalten werden, bis nicht mehr mit Nachtfrösten zu rechnen ist. Anhaltspunkt hierfür sind die Eisheiligen, welche Mitte Mai beendet sind.

Gemüseaussaat im April

Doch es gibt durchaus Gemüsesorten, die bereits im April direkt ins Freiland ausgesät werden können, da ihnen leichte Spätfröste nichts ausmachen. Zu ihnen zählen Karotten, Radieschen, Erbsen, Rettich, Weiß- und Wirsingkohl, Frühkartoffeln sowie die Wurzelpetersilie. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass von „leichten“ Frösten die Rede ist. Ein langer und eisiger Winter, wie der im Jahre 2013, bei dem Anfang April ausschließlich Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen, ist sicher nicht dazu geeignet, mit irgendeiner Aussaat zu beginnen. Nicht nur, dass die zarten Keimlinge vermutlich vor Schreck erfrieren würden, wenn sie die Eisluft erschnuppern. Auch ist es undenkbar, saatgut in die Erde zu bringen, wenn dieses gefroren und somit knochenhart ist.

Rasenpflege

Beginnt die Vegetationsperiode, muss der Rasen erstmalig im Gartenjahr gemäht werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Grashalme dabei nicht kürzer als 5 cm geschnitten werden sollten. Nur so ist gewährleistet, dass sich die (noch zarten Halme) schnell regenerieren können. Ob bereits das alljährliche Frühjahrsvertikutieren bereits im April stattfinden kann, ist abhängig von den individuellen Wetterbedingungen. Sollte dies möglich sein, nicht vergessen, den Rasen nach dem vertikutieren zu düngen!

Beete vorbereiten

Auch, wenn diese erst zu einem späteren Zeitpunkt bepflanzt beziehungsweise zur Aussaat genutzt werden sollen: die Beete können in jedem Fall bereits im April auf ihr späteres Dasein vorbereitet werden. Dies bedeutet im Einzelnen, dass sie umgegraben werden sollen. Des Weiteren sollte Kompost der Erde beigemengt werden. Unkrautjäten – der Schrecken der meisten Gartenbesitzer – ist ebenfalls angesagt: die robusten Unkräuter haben die Angewohnheit, die meist zarten und kleinen jungen Keimlinge einfach zu verdrängen beziehungsweise zu ersticken. Deshalb, auch wenn´s schwerfällt: wehret den Anfängen; raus mit dem Unkraut!

Gartenarbeit im April – was ist noch zu tun?

• Kompost umsetzen
• Düngeregeln beachten: Düngen ist toll, wenn aber in der Anpflanzphase zu viel Dünger der Erde beigefügt wird, wird das Wachstum der Pflanzen dadurch verhindert – oder zumindest verringert
• Zwiebeln für Sommerblüher stecken
• Frostharte Lilien auspflanzen
• Kübelpflanzen ins Freie stellen
• Erste Sommerblumen in Kästen pflanzen (natürlich nicht bei eiszeitlichen Temperaturen…)
• Immergrüne Sträucher pflanzen
• Gartenteich reinigen
• Blütenreste von Frühjahrsblühern wie Tulpen und Narzissen entfernen
• Buchsbäume zurückschneiden

… all jene Gartenbesitzer, die wetterbedingt nicht ihre geplanten Tätigkeiten verrichten konnten, können sich aber trösten: das Gartenjahr ist noch lang genug, um alles wunschgemäß erledigen zu können…nur eben etwas später…

Graphik: © Maxim Kazmin-Fotolia.com

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